Reinhold Messner

Reinhold Messner

Nachdem Reinhold Messner als fünfjähriger Knirps gemeinsam mit seinem Vater seinen ersten Dreitausender bestiegen hatte, packte ihn das Bergsteigerfieber. Später wurde aus der großen Passion des gebürtigen Südtirolers ein Beruf und Reinhold Messner machte sich als Extremsportler, Grenzgänger und Buchautor einen Namen.

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Reinhold Messer ist ein Mann mit vielen Talenten

Reinhold Andreas Messner wuchs als eines von neun Kindern in Südtirol auf – die beste Kulisse einer Kindheit für eine Karriere als Bergsteiger. Doch zunächst waren die atemberaubenden Höhen und extremen Abenteuer nur ein Hobby. Reinhold Messner studierte Vermessungskunde an der Uni Padua und arbeitete anschließend einige Jahre als Mathelehrer an einer Mittelschule.


Reinhold Messner wird zum Bergsteiger der Extraklasse


Doch die Berge lockten Reinhold Messner mehr als das schnöde Lehrerzimmer. Also hing er seinen sicheren Job an den Nagel und verschrieb sich voll und ganz seiner Abenteuerlust. Mit Erfolg! Dank dem Interesse der Öffentlichkeit, die mit Faszination die Planungen und Durchführungen seiner waghalsigen Aktionen verfolgte, und zahlreicher selbst verfasster Bücher wurde Reinhold Messner nicht nur zu einem der besten Bergsteiger der Welt, sondern auch zum Star des Extremsports.


Die Bilanz seiner Ausnahmekarriere kann sich mehr als sehen lassen: Reinhold Messner bestieg 1978 zusammen mit Peter Habeler als erster Mensch den Gipfel des Mount Everest ohne Sauerstoffflasche. Zudem erklomm er von 1970 bis 1986 als erster Mensch die Gipfel aller vierzehn Achttausender, natürlich ebenso ohne künstlichen Sauerstoff. Den Nanga Parbat im Westhimalaya bestieg er 1978 allein, acht Jahre später erreichte er als zweiter Mensch überhaupt die sogenannten Seven Summits (die jeweils höchsten Berger der sieben Kontinente). Dass Messner auch die Antarktis, die Wüste Gobi und Grönland durchquerte, versteht sich fast von selbst.


Reinhold Messner, das Multitalent


Mit den Jahren und zunehmendem Alter widmete sich Reinhold Messner anderen Projekten. Neben seiner erfolgreichen Autorentätigkeit wird der Bergsteiger gern als Trainer bei Manager-Seminaren gebucht. Außerdem verwirklichte er seine Idee vom Bergmuseum und eröffnete 2006 das "Messner Mountain Museum", das mittlerweile um fünf Zweigstellen gewachsen ist. Dieser Tage verschreibt sich Reinhold Messner dem Filmemachen, zwei (halb-)dokumentarische Streifen sind bereits unter seiner Regie entstanden.


Und wieso das alles? Ganz einfach, erklärt Messner: "Ich tue im Leben nichts anderes als Ideen verwirklichen. Das kann ein Buch sein, das kann ein Film sein, das kann ein Museum sein. Ich brauche durchschnittlich für eine Lebensphase zehn Jahre – das ist eine lange Zeit. Im Grunde so lange wie ein akademisches Studium. Aber wenn ich merke, dass ich in dieser Sparte, die ich mir in den Kopf gesetzt habe machen zu dürfen, zu wollen, zu müssen – wenn ich da nicht mehr weiterkomme, wenn ich merke, dass darüber hinaus meine Fähigkeiten, meine Talente nicht ausreichen, lasse ich es, gebe ab, was zu verwalten bleibt. Und ich suche mir eine neue Aufgabe." Wir können also gespannt sein, welche spannende Aufgabe sich in Zukunft für Reinhold Messner auftun wird.