Merlin Leonhardt
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Merlin Leonhardt

Merlin Leonhardt ist vor allem "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"-Fans ein Begriff. Mit seiner Rolle als Till "Bommel" Kuhn mauserte er sich vom Neben- zum Hauptdarsteller. Doch auch nach seinem dramatischen Serientod macht der aufstrebende Schauspieler mit spannenden Rollen von sich reden.
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Der gebürtige Karlsruher hat es trotz seines Ruhms geschafft, seine Biografie weitgehend geheim zu halten. Über seine Kindheit oder Familie ist kaum etwas bekannt. Auf dem Weg zum Traumberuf Schauspieler zog es Merlin Leonhardt 2005 für vier Jahre nach London, um am "Giles Foreman Center for Acting" zu lernen. Die Ausbildung zahlte sich aus, denn schon ein Jahr nach seinem Abschluss trudelten die ersten Rollenangebote ein - wenn auch noch kleine. Sein Debüt hatte Merlin Leonhardt im Kurzfilm "Gerettet". Ein Jahr darauf war zum ersten Mal im deutschen Fernsehen zu sehen und spielte im ZDF in "Inga Lindström - Ein Tag am See".

Durchbruch mit GZSZ


2012 wurde Merlin Leonhardt für die RTL-Soap "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" gecastet. In der Rolle des Till "Bommel" Kuhn besetzt er zwei Jahre lang zunächst eine Nebenrolle, die sich hauptsächlich um die Beziehung zu Katrin (gespielt von Ulrike Frank) dreht. Merlin sehnte sich jedoch nach Abwechslung und verließ die Show, zum Schock vieler Fans. Doch seine vorrangig weiblichen Anhängerinnen konnten aufatmen: 2016 kehrte er zurück.
Diesmal blieb er GZSZ allerdings für noch kürzere Zeit treu: 2017 starb er den Serientod. Denn in seiner zweijährigen Pause widmete er sich zahlreichen anderen Kino- und TV-Projekten, darunter "Artischockenherzen", "Bettys Diagnose" und "The Burned Hand Teaches Best". So konnte er sich nicht nur selbst weiterentwickeln, sondern auch weitere mögliche Türchen öffnen.
In den Folgejahren ergatterte Merlin zwar hauptsächlich weitere Nebenrollen, dafür aber in durchaus erfolgreichen Serien. 2017 war er im TNT-Hit "4Blocks" zu sehen, 2018 in der Komödie "Arthurs Gesetz". Einen Gastauftritt hatte er auch in "In aller Freundschaft" und dem Krimi-Klassiker "SOKO Leipzig".

Merlin goes Hollywood


…Naja, zumindest fast! Im Dezember 2019 erschien das Kriegsdrama "1917", das aus der Feder des britischen Regisseurs Sam Mendes stammt. Der Film wurde ganze zehn Mal für den Oscar nominiert und gewann bei der 92. Preisverleihung drei der begehrten Goldjungen sowie zahlreiche andere. Neben Hauptdarsteller George MacKay ist auch Merlin Leonhardt mit von der Partie; er spielt den Soldaten Müller. Und auch, wenn er selbst keinen Oscar bekam, und der Film genau genommen kein echter Hollywood-Film ist, so kann man doch sicher davon ausgehen, dass Merlin damit ein Füßchen in die mächtigste Filmindustrie der Welt setzen konnte.