Marian Gold

Marian Gold

Kaum eine Band prägte die 1980er Jahre so sehr wie "Alphaville". Die Combo rund um ihren Frontmann Marian Gold wurde mit Hits wie "Forever Young", "Big in Japan" und "Sounds Like a Melody" zum deutschen Exportschlager. Grund genug, einen genaueren Blick auf das aufregende Leben von Marian Gold zu werfen.

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Seit über 30 Jahren steht Marian Gold auf der Bühne, doch von Ermüdungserscheinungen keine Spur

Am 26. Mai 1954 erblickte ein gewisser Hartwig Schierbaum im nordrhein-westfälischen Herford das Licht der Welt. Dass der kleine Junge später einmal Musikgeschichte schreiben würde, konnte damals noch niemand ahnen. Der Sohn eines Heizungsfabrikanten schaffte zwar sein Abitur, doch was danach kam, entsprach sicherlich nicht den Vorstellungen seiner Eltern.


Wilde Jahre in West-Berlin

Marian Gold zog nach seiner unehrenhaften Entlassung aus dem Bundeswehrdienst Mitte der 1970er Jahre nach West-Berlin und versuchte sich so gut es geht durchzuschlagen. Das gelang ihm mal mehr, mal weniger gut, zeitweise war der junge Musiker obdachlos und schloss sich der Hausbesetzter-Szene an.


Mit "Alphaville" wird Marian Gold zum Star

Nach seinem Umzug vom trubeligen Berlin nach Münster schien Marian Gold seine Bestimmung gefunden zu haben. Nach ersten Gehversuchen in einem Künstlerkollektiv gründete er mit Bernhard Lloyd und Frank Mertens das Trio "Forever Young", aus dem 1983 die Band "Alphaville" entstand. Schon die erste Single der Band "Big in Japan" (1984) schlug ein wie eine Bombe und wurde weltweit zum Hit. Noch im selben Jahr folgten die Songs "Sounds Like a Melody" und "Forever Young", die ebenso zu großen Erfolgen wurden. Insbesondere "Forever Young" stellte sich im Nachhinein als Glücksgriff heraus, weil der Song Marian Gold dank der Einnahmen aus den zahlreichen Coverversionen bis heute finanzielle Unabhängigkeit beschert.


"Auf der Bühne zu stehen macht auch süchtig"

In den 1990er Jahren versuchte sich Marian Gold mit seiner unverkennbaren Stimme als Solokünstler, brachte mehrere Alben heraus, doch an den Erfolg der 80er Jahre konnte er nicht anknüpfen. Wie gut, dass sich "Alphaville" nach einigen Differenzen wieder zusammengerauft haben und bis heute gemeinsam – allerdings in wechselnder Besetzung – Musik machen. Denn darauf verzichten will Marian Gold nicht: "Auf der Bühne zu stehen und mit den Leuten zu kommunizieren, geht mir nicht nur ans Herz, es macht auch süchtig. Man will immer weiter machen, auch wenn man so alt ist wie ich".


Marian Gold bei "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert"

Und auch vor neuen Herausforderungen scheut sich der 80er-Jahre-Star nicht. 2018 nahm der siebenfache Vater an der erfolgreichen VOX-Show "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" teil und tauschte mit Mark Forster, Leslie Clio, Rea Garvey, Judith Holofernes, Mary Roos und Johannes Strate in der Sonne Südafrikas seine unvergessenen Hits.