Udo Jürgens: Zehn Fakten über den Sänger

Warum trug Udo Jürgens am Ende seiner Konzerte stets einen Bademantel? Warum suchte er schon mit 18 Jahren einen Schönheitschirurgen auf? Und wann war er das erste Mal in New York? GALA hat die Antworten

1. Aber bitte mit Bademantel
Veranstalter Hans-Werner Funke erzählt, wie der weiße Morgenmantel zu Udos Markenzeichen wurde: "Das war 1969 bei seinem zweiten Auftritt in Hamburg. Das Konzert war zu Ende, aber die Leute gingen einfach nicht. Deshalb sagte ich: "Udo, du musst noch mal raus." Er hatte sein Bühnen-Outfit schon ausgezogen, also schmiss er sich den Bademantel über. Die Leute waren begeistert! Manche guckten genau hin, ob er noch eine Hose an hatte. Danach habe ich gesagt: Das machen wir jetzt immer."

2. Braunschweig verlieh ihm Flügel
Der gläserne Flügel der dortigen Schimmel-Pianofortefabrik wurde 1952 für eine Musikmesse hergestellt, ursprünglich sollte das Instrument lediglich diesem Werbezweck dienen. Udo Jürgens besaß drei Sonderanfertigungen, jede 534 Kilogramm schwer und etwa 80000 Euro teuer.

3. Politik nach Noten
Die Idee zum Mega-Hit "Griechischer Wein" kam Udo Jürgens 1972 auf Rhodos. Die Gastarbeiter-Hymne hatte in Deutschland einen positiveren Effekt auf die griechische Bevölkerung als alle politischen Integrationsprogramme - außerdem kurbelte sie den Griechenland-Tourismus um mehr als 30 Prozent an. Ministerpräsident Konstantinos Karamanlis bedankte sich persönlich bei Jürgens.

4. Segelohren-OP
Als Kind litt Udo unter seinen abstehenden Ohren. Mit 18 ließ er sie von einem Chirurgen anlegen. Seine Begründung: "Ich will auf die Bühne!"

Udo Jürgens Karriere begann mit einer Mundharmonika

5. Erstes Instrument?
Eine Mundharmonika. Er bekam sie zum fünften Geburtstag von seinen Eltern geschenkt, darauf spielte er sein Lieblingsstück "Die blauen Dragoner" und andere Volkslieder. Vier Jahre später gab's dann das heiß ersehnte Akkordeon.

6. Sex-Symbol
In den 60ern gab es noch keine "Sexiest Man Alive"-Wahlen, dafür den Wettbewerb "Idol des Jahres". Udo wurde 1969 Zweiter, vor ihm nur die Kennedy-Brüder.

7. Auto-Narr
Von seinem ersten Honorar kaufte Udo Jürgens gleich zwei schwarze Ford Taunus mit weißen Rallyestreifen - einen Wagen für sich, einen für seinen WG-­Kumpel. Aber auch Weiß stand ihm gut, wie man sieht: oben ein Ford Mustang, vor dem der Sänger posiert. Später ließ er sich gern von einem Chauffeur fahren und las dabei auf der Rückbank.

Wann war er zum ersten Mal in New York?

8.Musical-Star
Seit der Uraufführung von "Ich war noch niemals in New York" 2007 in Hamburg ge­nossen fast vier Millionen Zuschauer die Live­Show - und machten sie damit zum erfolgreichsten, je­mals in Deutschland entwickelten Musical. Jür­gens selbst war übrigens schon mit Anfang 20 zum ersten Mal in New York.

9. Ohne Allüren
Jeder Platz im Tourbus wurde ausgenutzt - hier hat sich Udo oben in die Koje gequetscht. Sonder­behandlung? Fehl­anzeige! Auf Touren hatte er übrigens nie einen Pfennig Bargeld dabei. Berührungsängste kannte der Musiker nicht. Sein Bruder Manfred Bockelmann erinnert sich: "Udo hat alle Menschen gleich freundlich behandelt, von der Putzfrau bis zum Kabelträger. Er hatte überhaupt keine Starallüren!"

10. Berühmter Onkel
Ein Politiker in der Familie: Udo Jürgens’ Onkel Werner Bockelmann (SPD) war von 1957 bis 1964 Oberbürgermeister von Frankfurt/Main.


Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche