Stephen King

Stephen King, Meister des Schreckens


Stephen King ist ohne Frage der König der Horrorliteratur. Seine schauderhaften Romane machten den Amerikaner zu einem der meistgelesenen und kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Er hat nicht nur über 400 Millionen (!) Bücher verkauft, auch Hollywood reißt sich um die Gruselgeschichten der Literaturlegende.

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Stephen King oder: Wie einer uns das Gruseln lehrte


Vermutlich kann man rückblickend und wenn man Küchenpsychologie bemühen will, davon sprechen, dass sich der junge Stephen King in Bücher geflüchtet hat. Sein Vater, ein Seemann, verließ die Familie früh, seine Mutter und die Kinder waren auf sich selbst gestellt. Von heute auf morgen musste seine alleinerziehende Mutter – und das war zu jener Zeit alles andere als eine Selbstverständlichkeit – für die Familie sorgen, schlecht bezahlte Jobs annehmen und für das Auskommen der Familie häufig umziehen. Was für alle ganz sicher keine einfache Situation war, könnte - unter anderem - dafür gesorgt haben, dass sich Stephen King in Phantasiewelten flüchtete und schließlich zum meisterhaften Autor entwickelte.


Traumatische Erlebnisse in der Kindheit


Schon als siebenjähriger Knirps schrieb King erste Geschichten. Zwei einschneidende Ereignisse, so King-Experten, könnten dazu geführt haben, dass er sich mit der Zeit den düsteren Geschichten widmete. Als Kind erlebte er zum einen den Tod eines engen Freundes, der von einem anrollenden Zug getötet wurde. Zum anderen war er mit seiner Großmutter alleine zu Hause, sollte auf sie aufpassen, als sie verstarb. Diese traumatischen Erlebnisse, kombiniert mit Inspirationen aus Fantasy- und Science-Fiction-Filmen, machten Stephen King zu dem, was er heute ist.


Studium, Familie und Misserfolge


Doch der Erfolg ließ lange auf sich warten. Zwar veröffentlichte Stephen King im Alter von 19 Jahren seine erste Geschichte "I Was A Teenage Grave Robber" im Magazin "Comics Review", doch hauptsächlich kümmerte er sich um sein Englischstudium und darum, seine recht jung gegründete Familie zu ernähren. King arbeitete in Maine als Englischlehrer, nachts besserte er das Familieneinkommen als Bügler in einer Wäscherei auf.  Jede freie Minute verbrachte er mit seiner großen Leidenschaft dem Schreiben, doch etliche Bücher wurden von den Verlagen abgelehnt.


Der große Durchbruch mit "Carrie"


Doch Stephen King gab nicht auf und schrieb weiter und weiter. In dieser Zeit entstand das Manuskript zu "Carrie", welches King selbst jedoch für zu schlecht befand und in den Müll warf. Seine Frau Tabitha fischte den Rohdiamanten aus dem Papierkorb und ermunterte ihren Mann, weiter daran zu arbeiten. Was für eine glückliche Fügung des Zufalls! 1973 fand King einen Verlag, der "Carrie" veröffentlichte, das Buch wurde ein Erfolg. Weitere fesselnde Bücher wie "Shining", "Friedhof der Kuscheltiere", "Es" und "Dolores" machten Stephen Kind zum Star der Literaturszene. Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt und zu Serien adaptiert. Heute kann sich der Autor über ein Jahreseinkommen von etwa 45 Millionen US-Dollar freuen.