Kool Savas

Kool Savas

Dieser Tage feiert Kool Savas als Rapper unfassbare Erfolge. Doch sowohl seine Kindheit, als auch seine Karriereanfänge waren holprig bis turbulent. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, was dem Privatmann Savaş Yurderi im Leben widerfahren ist und wie er zum gefeierten Rap-Star Kool Savas wurde.

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Der Rapper Kool Savas landet einen Hit nach dem anderen

Savaş Yurderi, der heute als Rapper Kool Savas große Erfolge feiert, hatte keinen leichten Start ins Leben. 1975 erblickte der Sohn einer Deutschen und eines Türken in Aachen das Licht der Welt. Ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes zog die Familie in die Türkei, wo der Vater wegen seines politischen Engagements verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt wurde. Mutter und Kind flohen daraufhin nach Deutschland, zunächst zurück nach Aachen, ehe sich die Familie nach Beendigung der Haftstrafe des Vaters in Berlin schließlich wieder vereinen konnte.


Prägende Jahre in Kreuzberg

Die prägenden Jahre seiner Jugend verbrachte Kool Savas im Berliner Bezirk Kreuzberg, einem Stadtteil, in dem Rap schon längst eine große Nummer war, ehe er zum Mainstream wurde. Am Anfang seiner Karriere schrieb und rappte Kool Savas wie seine amerikanischen Vorbilder auf Englisch und nannte sich Juks. Mit der Zeit allerdings wandte sich der Musiker der deutschen Sprache zu, auch weil sich seine Muttersprache besser für seinen damals so geliebten Battle-Rap eignete. Erste Erfolge in der blühenden Hiphop-Szene von Berlin konnte er nun mit seinem neuen Künstlernamen Kool Savas als Teil von "Masters of Rap" und "Westberlin Maskulin" verbuchen.


Mit Hürden zum Erfolg

Die Versuche als Solokünstler starteten allerdings etwas holprig. Mit seiner Plattenfirma stritt sich Kool Savas so sehr, dass er seinem ehemaligen Label-Chef einen nicht gerade freundlichen Song widmete. Doch ohnehin war der Musiker derzeit bekannt für seine provokanten und schonungslosen Texte. Nachdem Kool Savas endlich von seiner alten Plattenfirma losgekommen war, gründete er kurzerhand sein eigenes Label "Optik Records", unter dem er 2002 sein Debütalbum "Der beste Tag meines Lebens" veröffentlichte. Das Album schaffte es auf einen sensationellen sechsten Platz der deutschen Albumcharts und schlug neben den Kool-Savas-Battle-Rap-typischen Elementen auch erstmals ernstere Töne an.


Selbst ernannter "King of Rap"

Der neue Kool Savas kam und kommt bei den Hiphop-Fans gut an. Sein 2007 erschienenes Album "Tot oder lebendig" kletterte auf Platz 10 der Charts, die nachfolgenden Werke "Aura" (2011), "Märtyrer" (2014) und "KKS" (2019) schafften es allesamt auf die Spitzenposition. Kool Savas ist also nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine vielen vielen Fans der "King of Rap".