Guns N' Roses

Guns n' Roses

"Guns n' Roses" ist zweifelsohne eine der letzten Old-School-Rock-Bands unserer Zeit. Kein Rockstar-Klischee lässt die Mitte der 80er Jahre in Los Angeles gegründete Combo um Frontmann Axl Rose aus. Weltweit 100 Millionen verkaufte Alben und Songs wie "Sweet Child o' Mine", "Paradise City" und "November Rain" machen die Hard-Rock-Band unvergessen.

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Guns n' Roses - Skandale, Drogenexzesse und Musikgeschichte


"Wir waren fünf Straßenjungs, die an ihre Träume geglaubt haben. Wir haben in Clubs gespielt und plötzlich die großen Arenen gerockt. Wir waren nie trendy. Wir haben die anderen L.A.-Bands gehasst. All diese hübschen, dummen Bands mit ihren toupierten Haaren. Wir kamen vom Punk-Rock und machten wahren, ehrlichen Rock 'n' Roll. Wir haben die Band aus der Gosse bis in die Stadien gebracht."


"Guns n' Roses" und der "wahre, ehrliche Rock 'n' Roll" 


Das sind die Worte von Duff McKagan, Ex-Bassist von "Guns n' Roses". Und wenn er vom "wahren, ehrlichen Rock 'n' Roll" spricht, meint er wohl nicht nur die Musik, sondern auch den klischeehaften Lifestyle der Rocker von damals. Unzählige Frauengeschichten, Drogen, Alkohol, Kriminalität - "Guns n' Roses" hatte alles durch und musste auch deshalb den einen oder anderen Besetzungswechsel verkraften.


Erste Erfolge


Angefangen hat alles Mitte der 80er Jahre als sich Axl Rose, Tracii Guns, Izzy Stradlin, Rob Gardner und Ole Beich zu "Guns n' Roses" formatierten. Auftritte in heruntergekommenen Clubs, Alkoholexzesse und Musik schreiben – das war der Alltag der jungen Männer. Mit wachsendem Erfolg in der hiesigen Musikszene bemühten sie sich um einen Manager, fingen an Kontakte zu knüpfen und trafen sich mit Tim Collins von "Aerosmith". Er nahm allerdings schnell Reißaus, als ihn die Band nach einem Meeting in einer Hotelbar, die sie zuvor leer getrunken hatte, mit der horrenden Rechnung sitzen ließ. Der neuseeländische Talentmanager Alan Niven hingegen fühlte sich der chaotischen Band gewachsen. Er ermunterte "Guns n' Roses" zur Aufnahme einer EP, die GN'R rasch eine kleine, aber treue Fangemeinde bescherte.


Drogen, Alkohol und aufeinanderprallende Egos


Der Rest ist Geschichte: Berühmt wurde die Kultband Ende der 80er Jahre mit ihrem Debütalbum "Appetite for Destruction" und diversen Skandalen. In wechselnder Besetzung legten sie von 1988 bis 1993 vier weitere Alben ("G N' R Lies", "Use Your Illusion I", "Use Your Illusion II" und "The Spaghetti Incident?") nach, doch die nicht enden wollenden Drogen- und Alkoholexperimente machten der Band schließlich einen Strich durch die Rechnung. Slash, der von 1985 bis 1996 und erneut seit der Reunion 2016, Gitarrist bei "Guns n' Roses" ist, brachte es auf den Punkt: "Wenn wir nachmittags aufstehen, um den Soundcheck zu machen, trinken wir so viel, dass wir spielen können, weil uns die Hände flattern wie Windmühlenflügel. Also was machen wir? Wir saufen. Wir saufen und saufen und dann sind wir gut drauf". Dieser Drahtseilakt auf Suff, Drogen, dem kräftezehrenden Leben auf Tour und aufeinanderprallenden Egos konnte niemand für immer durchhalten.


Reunion und Welttournee


2008 veröffentlichten "Guns n' Roses" nach 15 Jahren ihr lang ersehntes sechstes Studioalbum "Chinese Democracy", ehe weitere acht Jahre später die große Reunion anstand. Von April 2016 bis November 2018 ist die Rockband, inzwischen angeblich clean und nüchtern, mit ihrer Tour "Not In This Lifetime Tour" auf der ganzen Welt unterwegs. Schau an, die Urgesteine des Hard-Rocks wissen offenbar immer noch wie es geht!