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Starporträt Viola Davis

Lange musste sich Viola Davis mit Nebenrollen zufrieden geben, ehe der große Durchbruch folgte. Heute ist die Amerikanerin eine preisgekrönte und hochgeachtete Schauspielerin.

Steckbrief

  • Vorname Viola
  • Name Davis
  • geboren 11.08.1965, St. Matthews, South Carolina / USA
  • Sternzeichen Löwe
  • Jahre 56
  • Grösse 1.65 m
  • Partner Julius Tennon (verheiratet)
  • Kinder Genesis (*2011)

Biografie von Viola Davis

"Ich bin in bitterer Armut aufgewachsen. Schauspielerei, Drehbücher schreiben und Satire waren eine Möglichkeit, dieser Umgebung bereits in ziemlich jungen Jahren zu entkommen." Viola witterte ihre Chance, und weil sie auf Nummer sicher gehen und keine halben Sachen machen wollte, lernte sie die Schauspielerei von der Pike auf. In New York absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der renommierten Juilliard School und schloss zudem ein Studium der Theaterkunst am Rhode Island College ab.

Erste Erfolge

Ihre erste kleine Rolle spielte sie 1996 an der Seite von "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker im Filmdrama "The Substance of Fire". Der Stein schien ins Rollen gekommen zu sein. In den folgenden Jahren ergatterte Viola etliche Nebenrollen in erfolgreichen Kinofilmen. So spielte sie unter anderem neben George Clooney und Jennifer Lopez in "Out of Sight", im Steven Soderbergh-Film "Traffic – Macht des Kartells" und im Science-Fiction-Film "Solaris".

Violas erste Oscar-Nominierung

2008 gelang Viola etwas Unglaubliches: Obwohl sie in den Film "Glaubensfrage" nur in einer einzigen Szene zu sehen war, heimste sie Nominierungen für den Oscar und Golden Globe ein. Spätestens seit dieser überzeugenden Darstellung war Viola in Hollywood keine Unbekannte mehr. Nur wenige Monate später folgten weitere Blockbuster: Mit Tom Cruise und Cameron Diaz spielte sie in "Knight and Day" und neben Julia Roberts war sie im Erfolgsfilm "Eat Pray Love" zu bewundern.

Endlich die lang ersehnte Hauptrolle

Viola hatte sich lange genug in Nebenrollen bewährt – 2011 übernahm sie endlich ihre erste große Hauptrolle im Rassismusdrama "The Help". Darin spielte sie die schwarze Haushälterin Aibileen Clark zur Zeit der Rassentrennung in den 1960er Jahren und wurde für ihre überragende Leistung für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Leider musste sie sich gegen Meryl Streep geschlagen geben, die den Oscar für ihre Darstellung der Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" erhielt. Aber eine Niederlage ausgerechnet gegen Schauspiellegende Meryl Streep ist sicherlich zu verkraften.

Ein neues Kapitel: "How to Get Away with Murder"

Ab 2014 konnten wir Viola jede Woche in der Crime-Serie "How to Get Away with Murder" bewundern. Sie spielte darin die brillante Professorin, Rechtsanwältin und Strafverteidigerin Annalise Keating, die berühmt dafür ist, dass sie fast jeden Fall gewinnt. Das gelingt der ehrgeizigen Verteidigerin allerdings manchmal nur mit fragwürdiger Moral, sie schreckt nicht vor Manipulation und Erpressung zurück. Genau wie Viola kommt auch ihre Figur Annalise aus ärmlichen Verhältnissen und hat sich mit harter Arbeit, einem eisernen Willen und viel Ehrgeiz nach oben gearbeitet.

Vielleicht machte das die Authentizität der Serie aus, vielleicht war es aber auch nur Violas beeindruckendes Talent. Woran es auch lag, Fans und Kritiker lieben Viola! Und alle sind sich einig: Den Emmy 2015 als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie hat sie sich mehr als verdient. Zumal sie einen Meilenstein erreicht hat – Viola ist die erste schwarze Frau, die diesen Emmy abräumen konnte.

2020 endete die erfolgreiche Serie zum Leidwesen aller Fans nach sechs Staffeln und sechs Jahren.

Endlich! Viola Davis gewinnt ihren ersten Oscar

Bis Viola Davis auch einen Oscar ihr eigen nennen durfte war es also nur eine Frage der Zeit. Nach zwei erfolglosen Nominierungen 2009 und 2012 war es dann 2017 endlich so weit. Die talentierte Schauspielerin erhielt den begehrten Goldjungen für ihre Leistung als beste Nebendarstellerin im Film "Fences". Und das völlig zu Recht – Viola Davis glänzt in Denzel Washingtons Filmdrama, das auf einem Theaterstück basiert, wie eh und je.

Der Traum vom zweiten Oscar platzt (vorerst!)

Einen zweiten Oscar, dieses Mal als beste Hauptdarstellerin, hätte Viola Davis zweifelsohne auch 2021 für ihre Leistung im Film "Ma Rainey's Black Bottom". Zwar musste sie sich gegen Frances McDormand geschlagen geben, doch das schmälert Viola Davis' herausragende Schauspielleistung natürlich keineswegs. In dem Musikfilm sehen wir sie als Musikerin Gertrude "Ma" Rainey, die "Mutter des Blues".

Vielversprechende neue Serienrolle

Zwar konnte Viola Davis 2021 keinen Oscar abstauben, doch gute Nachrichten gibt es dennoch. Sie wird in der neuen Showtime-Serie "The First Lady" als ehemaligen First Lady Michelle Obama über die Mattscheibe flimmern.

Die erfolgreichsten Filme und Serien mit Viola Davis

  • 1998: Out of Sight
  • 2000: Traffic – Macht des Kartells
  • 2002: Solaris
  • 2003–2008: Law & Order: Special Victims Unit
  • 2006: World Trade Center
  • 2007: Disturbia
  • 2008: Glaubensfrage
  • 2009: State of Play – Stand der Dinge
  • 2010: Taras Welten
  • 2010: Knight and Day
  • 2010: Eat Pray Love
  • 2011: The Help
  • 2011: Extrem laut & unglaublich nah
  • 2012: Um Klassen besser
  • 2013: Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe
  • seit 2014: How to Get Away with Murder
  • 2014: Das Verschwinden der Eleanor Rigby
  • 2016: Suicide Squad
  • 2016: Fences
  • 2018: Scandal
  • 2018: Widows – Tödliche Witwen
  • 2019: Troop Zero
  • 2020: Ma Rainey's Black Bottom