Starporträt

Venus Williams

Die Tenniskarriere von Venus Williams war von Vater Richard bis ins Kleinste geplant. Der Plan ging auf, Tochter Venus eroberte die Weltrangliste

Venus Williams

  • Geboren , Lynwood, Kalifornien / USA
  • VornameVenus Ebony Starr
  • Name Williams
  • Jahre39
  • Grösse 1.85 m
  • Partner Nicholas Hammond (2017-2019); Elio Pis (2013-2017); Hank Kuehne (2007-2010)

Biografie von Venus Williams

Der Vater von Venus Williams setzte alles daran, seine Töchter auf Erfolg zu trimmen. Er selbst hatte schwere Zeiten hinter sich: Rassistische Anfeindungen, Gewalt, Armut, Aussichtslosigkeit. Seine Familie sollte es einmal besser haben als er, ihnen wollte er solcherlei Qualen ersparen.

Die Töchter sollten Geld nach Hause bringen

Ende der 70er Jahre kam Richard Williams die zündende Idee, wie seine Töchter einst ordentlich Kohle machen können. Die Legende sagt, dass er zufällig beim Zappen durch die Fernsehprogramme ein Tennismatch der Rumänin Virginia Ruzici sah und von dem gewonnenen Preisgeld von 40.000 Dollar äußerst beeindruckt war. Das Absurde an dieser Geschichte: Zu diesem Zeitpunkt waren weder Venus, noch ihre jüngere Schwester Serena überhaupt geboren.

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Unkonventionelle Trainingsmethoden

Aber gut, einen Plan zu haben, kann ja nicht schaden. So wusste Vater Richard immerhin schon, wo es langging, als Töchterchen Nummer eins - Venus - am 17. Juni 1980 das Licht der Welt erblickte. Ein Jahr später kam ihre Schwester Serena zur Welt und ohne jemals zuvor einen Tennisschläger in der Hand gehabt zu haben, übernahm Vater Richard von nun an das Training seiner Töchter.

Doch zunächst musste die Familie umziehen, das Eigenheim in Long Beach, das Richard inzwischen mit seiner erfolgreichen Security-Firma finanzieren konnte, verlassen und in einen damals hoch kriminellen Stadtteil von Los Angeles ziehen.

Warum? Ganz einfach, Vater Williams wollte zum einen Geld sparen, um das Training seiner Töchter finanzieren zu können, und zum anderen war der Meinung, "dass die größten Champions aus Ghettos kamen. Ich hatte erfolgreiche Sportler studiert wie Muhammad Ali und große Denker wie Malcolm X. Ich sah, woher sie kamen. Als Teil meines Plans beschloss ich, dort sollten auch die Mädchen aufwachsen. Das würde sie stark machen und ihnen eine Kämpfermentalität mitgeben."

Venus Williams erobert die Weltrangliste

Eine Kämpferin ist Venus Williams in jedem Fall geworden. 1994 debütierte sie als Profispielerin und rückte nur vier Jahre später, als 18-jährige, in die Top Ten der Weltrangliste auf. Nun ging es steil bergauf für die junge Tennishoffnung. 1999 gewann Venus erstmals Wimbledon und wurde 2002 zur ersten schwarzen Frau an der Spitze der Weltrangliste. Zahlreiche Erfolge in Einzelturnieren, auch im Doppel mit ihrer Schwester, sieben Grand-Slam-Siege, sowie olympische Goldmedaillen folgten.

Herber Rückschlag durch Krankheit

Immer wieder hatte sie mit Schmerzen zu kämpfen, ehe die niederschmetternde Diagnose kam: Venus Williams leidet an einer seltenen Autoimmunerkrankung namens Sjögren-Syndrom. Diese Krankheit führt unter anderem zu Gelenkschmerzen, Entzündungen, Depressionen und Müdigkeit. Doch Venus gibt nicht auf: "Wieso soll ich down sein, wenn ich zur gleichen Zeit gut gelaunt sein könnte? Ich habe ein wunderbares Leben, hatte die Möglichkeit, alle meine Träume zu verwirklichen. Diese Chance habe ich immer noch. Das Einzige, was ich tun kann, ist, weiterzuarbeiten und auf dem Platz Spaß zu haben."

Venus und Serena Williams

Ihre jüngere Schwester, Serena Williams, hat es ebenso zum großen Tennis-Star gebracht. So wechseln sich Venus und Serena jahrelang an der Weltrangspitze ab. Sportlich sowie persönlich scheinen sie nicht voneinander zu trennen zu sein: 2004 brachten die erfolgreichen Schwestern das Buch "How To Play Tennis with the Williams Sisters" heraus. 

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