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Starporträt Tobey Maguire

Insgesamt drei Mal krabbelte Tobey Maguire als Action-Held Spider-Man durchs Kino. Und sieht im Alltag aus wie der Bürotyp von nebenan.

Steckbrief

  • Vorname Tobias Vincent
  • Name Maguire
  • geboren 27.06.1975, Santa Monica, Kalifornien, USA
  • Sternzeichen Krebs
  • Jahre 45
  • Grösse 1.75 m
  • Partner Jennifer Meyer (geschieden) Demi Moore (2002) Kirsten Dunst (2001)
  • Kinder Ruby Sweetheart (*2006) Otis Tobias (*2009)

Biografie von Tobey Maguire

Als der Hollywoodstar geboren wurde, waren seine Eltern mit 18 und 20 Jahren noch sehr jung. Sein Vater Vincent verließ seine Frau Wendy, eine Sekretärin, dann auch nur zwei Jahre nach Tobeys Geburt. Anschließend wurde er immer wieder zwischen beiden Elternteilen hin- und hergereicht und lebte deshalb unter anderem in Kalifornien, Oregon und Washington, teils sogar bei Verwandten. Da er ständig die Schule wechseln musste und somit wenige Freunde hatte, kniete Tobey sich mit Inbrunst in seinen Schauspielkurs. Mit Erfolg: Bereits mit 13 Jahren stand er für Werbefilme und dann in Fernsehserien wie "Great Scott!" und "Roseanne" vor der Kamera.

1993 erhielt er schließlich seine erste Filmrolle in "Die Geschichte einer Jugend" an der Seite von Leonardo DiCaprio, beide wurden fortan beste Freunde. Leonardo schaffte mit seiner Hauptrolle den großen Durchbruch, Tobey musste sich zunächst weiterhin mit TV-Auftritten und Nebenrollen begnügen. Erst zwei Jahre später erhielt Tobey endlich seine große Chance: Er übernahm die Hauptrolle in Ang Lees "Der Eissturm" (1997), einem Werk über die sexuelle Revolution in den 70er Jahren, und erlangte an der Seite von Christina Ricci internationale Anerkennung.

Die Schattenseiten des Ruhms

Sein Ruf als talentierter Nachwuchsschauspieler verschaffte ihm zahlreiche Filmangebote, zum Beispiel eine weitere Zusammenarbeit mit Ang Lee in dessen Bürgerkriegsdrama "Wer mit dem Teufel reitet" (1999). Aber auch in Filmen wie "Die WonderBoys" (2000) oder "Gottes Werk und Teufels Beitrag" (1999) brillierte er. Sein Plus: das knabenhafte Aussehen und seine ruhige Ausstrahlung. Doch das Bild  trügt: Der nette Junge von nebenan haderte mit seinem Erfolg und griff im Stillen immer öfter zur Flasche. Eine Tatsache, die er allerdings erst Jahre später zugab, als er schon längst wieder trocken ist und ein gefestigtes und glückliches Leben führt.

Große Liebe und traurige Scheidung

Großer Teil dieses glücklichen Lebens war lange Zeit seine Frau Jennifer Meyer. In einer privaten und romantischen Zeremonie auf der Trauminsel Hawaii gab der Schauspieler seiner Liebsten, einer Schmuckdesignerin, am 4. September 2007 das Ja-Wort. Bereits knapp ein Jahr zuvor schenkte sie ihm eine Tochter namens Ruby, zweieinhalb Jahre später erblickte ihr Sohn Otis das Licht  der Welt.

Doch dann im Oktober 2016 die Schreckensnachricht: Nach neun gemeinsamen Ehejahren gab das einstige Traumpaar seine Trennung bekannt. "Nach langen Gewissenskämpfen und Überlegungen haben wir die Entscheidung getroffen, uns als Paar zu trennen", teilten Tobey und Jennifer damals dem amerikanischen "People Magazine" mit. Ihre beiden Kinder sollen unter der Scheidung ihrer Eltern natürlich nicht leiden, bekräftigte Tobey Maguire in einem Statement: "Als hingebungsvolle Eltern bleibt es unsere oberste Priorität, unsere Kinder gemeinsam in anhaltender Liebe, Respekt und Freundschaft zu erziehen."

Im Netz von Spider-Man

Ein paar Jahre zuvor war Tobey schon der endgültige internationale Durchbruch dank eines bestimmten Comic-Helden gelungen. 2002 bekam er nämlich – sicherlich auch dank seines Milchbubigesichts – seine wohl folgenreichste Rolle und verkörperte in "Spider-Man" den Titelhelden Peter Parker. Selbst heute identifiziert man den Schauspieler immer noch mit Spider-Man. Insgesamt drei Mal verkörperte er die beliebte Comicfigur: 2004 und 2007 schlüpfte er für den zweiten und dritten Teil erneut in das hautenge Kostüm und wurde so zum Inbegriff des Spinnenmanns. Eigentlich völlig zu Unrecht: Denn in der Zwischenzeit drehte er ganz andere Filme wie "Seabiscuit - Mit dem Willen zum Erfolg" (2003) und "The Good German - In den Ruinen von Berlin" (2006).

Inzwischen hat er Spider-Man lange hinter sich gelassen, das Kostüm an den Nagel gehängt und an andere Jungschauspieler abgegeben. Aber trotzdem: Obwohl er sich seitdem in Hollywoodstreifen wie "Der große Gatsby" (2013), für den er erneut mit Kumpel Leonoardo DiCaprio vor der Kamera  stand, und in dem Biopic "Pawn Sacrifice" (2015), in dem er die Hauptrolle des Schachspielers Bobby Fischer übernimmt, beweisen konnte, wird er irgendwie doch immer der erste, der originale Peter Parker bleiben.

Tobey Maguire hinter der Kamera

Scheint allerdings, als wolle sich Tobey Maguire darauf nicht ausruhen. Neben seiner Arbeit als Schauspieler vor der Kamera, die allerdings zunehmend weniger wird, tritt er nämlich dieser Tage vermehrt als Produzent in Erscheinung. Mit seiner eigenen Produktionsfirma "Material Pictures" verhalf er unter anderem Filmen wie "25 Stunden", "Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg", "Rock of Ages", "Bauernopfer – Spiel der Könige", "Die 5. Welle" und "The Violent Heart" auf die große Leinwand.

Comeback im MCU-Universum?

Ob Tobey Maguire bald als Spider-Man vor die Kamera zurückkehren wird? Im Dezember 2020 machten Gerüchte die Runde, Tobey stehe in Verhandlungen, seine berühmte Rolle im kommenden Spider-Man-Film, der im Marvel Cinematic Universe spielt, an der Seite von Tom Holland wieder aufleben zu lassen. Angeblich hätten Kirsten Dunst, Andrew Garfield und Emma Stone schon unterzeichnet.

Tom Holland dementierte die Gerüchte jedoch und sagte, Tobey Maguire werde nicht im neuen Film auftauchen, "außer man hat die wichtigste Information vor mir geheim gehalten. Aber ich denke, dass das ein zu großes Geheimnis wäre, um es vor mir zu verstecken. Aber Stand jetzt, nein". Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass die Marvel Studios ihre Fans überraschen wollen. Es bleibt also weiterhin spannend, wie es mit der Leinwandkarriere von Tobey Maguire weitergeht.

Tobey Maguire: Seine besten Filme

  • 1998: Fear and Loathing in Las Vegas
  • 1998: Pleasantville – Zu schön, um wahr zu sein
  • 1999: Gottes Werk und Teufels Beitrag
  • 2000: Die WonderBoys
  • 2002: Spider-Man
  • 2003: Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg
  • 2004: Spider-Man 2
  • 2006: The Good German – In den Ruinen von Berlin
  • 2007: Spider-Man 3
  • 2009: Brothers
  • 2013: The Great Gatsby
  • 2014: Bauernopfer – Spiel der Könige