Starporträt

Tim Bendzko

Tim Bendzko wollte "Nur noch kurz die Welt retten" – und legte plötzlich eine riesen Karriere hin. Jetzt ist der Berliner bei Klein und Groß beliebt.

Tim Bendzko

  • Geboren , Köpenick, Berlin / Deutschland
  • VornameTim
  • Name Bendzko
  • Jahre34
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Zoe Brossy (aktuell)

Biografie von Tim Bendzko

Strubbelige Haare, Hundeblick und Texte, die unter die Haut gehen – Tim Bendzko scheint eigentlich viel zu sensibel und ehrlich für das harte Musikbusiness. Zum Glück lässt er sich aber nicht so leicht einschüchtern.

Tim Bendzko räumt ab – und seinen Kopf erst mal auf

Warum auch? Als Gewinner des "Bundesvision Song Contest" (2011), des Bambi (2011), der Goldenen Kamera (2014), zwei Echos (2012 und 2014) und anderen hochrangigen Musikpreisen kann sich Bendzkos Erfolg wirklich sehen lassen. Und das, obwohl er weder ein harter Gangsterrapper ist noch zu einer coolen Rockgruppe gehört. Bendzko verkörpert den einfachen Jungen, der ganz Deutschland sein Herz öffnet.

Und diese Nachdenklichkeit kommt nicht von irgendwo. Nachdem Bendzko in Berlin sein Abitur machte, stürzte er sich nicht etwa mit der Gitarre in der Hand sofort in die Musik – auch wenn er das Instrument schon seit seinem 12. Lebensjahr beherrscht – sondern studierte zunächst fünf Semester lang evangelische Theologie und nichtchristliche Religionen an der Freien Universität Berlin. Nicht jedoch, weil er so gläubig war, sondern weil er die Unordnung in seinem Kopf mit einem philosophischen Studiengang ordnen wollte. Nach zweieinhalb Jahren hatte der Sänger dann aber keine Lust mehr, brach das Studium ab – und machte endlich erste Schritte in Richtung Musikkarriere.

Endlich schreibt Tim Bendzko Songs

Die begann für Bendzko nämlich tatsächlich mit einer Art Castingshow, wenn auch nicht im Ausmaß von DSDS & Co. 2009 nahm er an einem Talentwettbewerb der "Söhne Mannheims" Teil, gewann und durfte mit der Gruppe wenig später in Berlin auftreten – vor sage und schreibe 20.000 Zuschauern. Doch diese Herausforderung meisterte Bendzko ohne Probleme, machte dabei gleich die richtigen Leute von Sony auf sich aufmerksam und unterschrieb bald seinen ersten Plattenvertrag bei dem Label.

Und der Rest seiner Karriere ist Geschichte: Die beiden Alben "Wenn Worte meine Sprache wären" (2011) und "Am seidenen Faden" (2013) schafften es an die Spitze der Charts, Bendzko tourte durch Deutschland und fand sich darüber hinaus 2013 sogar im Fernsehen wieder – als Coach in der ersten Staffel von "The Voice Kids".

Der Sänger braucht eine Pause...

Nach all dem Trubel nur verständlich, dass Bendzko 2015 erst mal eine kleine Pause brauchte. "Ich weigere mich gerade, neue Songs zu schreiben. Ich will ganz bewusst mal ein paar Monate nichts schreiben, weil man irgendwann anfängt, automatisiert Songs zu schreiben. Das ist einfach nichts für mich", erklärte er 2014.

...um neu durchzustarten

Und die Schaffenspause tat gut. Frisch und erholt machte sich Tim anschließend wieder ans Schreiben nicht-automatisierter Songs und 2016 schoss das neue Album "Immer noch Mensch" auf Patz 1 der Charts und erlangte erneut Goldstatus. Im Februar 2017 fand er vor seiner Tour noch die Zeit, sich um die Belange des Landes zu kümmern und saß in der Jury des Vorentscheids zum "Eurovision Song Contest".

Jenseits von Afrika – Eine neue Liebe

Lange spekulierten Klatschmedien und Fans über den Beziehungsstatus des Goldjungen, den er hartnäckig vor der Öffentlichkeit bedeckt hielt. Im Frühjahr 2017 zwitscherte es dann durch die sozialen Netze, dass es eine neue Frau an seine Seite geschafft habe: das Model Zoe Brossy. Kennengelernt hatten sich die beiden Anfang des Jahres beim Videodreh zu seiner Single "Leichtsinn" in Südafrika. Inzwischen soll sich die Schöne sogar schon die Initialen beider aufs Handgelenk tätowiert haben lassen. Liebe geht hier sprichwörtlich "Unter die Haut"...

Die erfolgreichsten Tim Bendzko Songs im Überblick

  • "Nur noch kurz die Welt retten" (2011)
  • "Wenn Worte meine Sprache wären" (2011)
  • "Am seidenen Faden" (2013)
  • "Programmiert" (2013)
  • "Unter die Haut" (2013)
  • "Keine Maschine" (2016)