Starporträt

Thorsten Legat

Thorsten Legat schoss früher das Runde ins Eckige, seit dem Dschungelcamp trifft er vor allem mit seinen Sprüchen – allerdings nicht immer ins Schwarze

Thorsten Legat

  • Geboren , Bochum, Nordrhein-Westfalen / Deutschland
  • VornameThorsten
  • Name Legat
  • Jahre50
  • Grösse 1.85 m
  • Partner Alexandra Legat (verheiratet)
  • Kinder Leon ; Nico-Thorsten  

Biografie von Thorsten Legat

Thorsten Legat weiß, wer auf und neben dem Platz die Hosen anhat: Er selbst. Als Spieler heißte er einst dem Ball, als Trainer heute seiner Mannschaft und Insekten im australischen Dschungel ordentlich ein – ganz nach seinem Motto "Kasalla".

Ein Wirbelwind auf dem Platz – und daneben

Auch wenn Thorsten sich im Laufe seiner Karriere immer weiter vom Fußballplatz entfernte, war genau das von Anfang an seine Leidenschaft. Bereits mit 14 Jahren kickte er bei VfL Bochum und machte später auch sein Bundesligadebüt für den Verein. Eine tolle Zeit für Legat: Er konnte durch gute Leistungen auf sich aufmerksam machen und Anfang der 90er Jahre sogar die meisten Spiele und die zweitmeisten Treffer für den Verein verbuchen. Klar, dass auch andere Fußballclubs schnell auf das Nachwuchstalent aufmerksam wurden und so wechselte Legat später unter anderem zu Werder Bremen. An seine großen Erfolge aus der Jugendzeit konnte er aber nicht mehr anknüpfen und auch bei seinen späteren Arbeitgebern VfB Stuttgart und FC Schalke 04 hatte er kaum Spieleinsätze. Als wäre das nicht schon schlimm genug für einen Adrenalinjunkie wie Legat, überschatteten auch immer mehr fragwürdige Zwischenfälle neben dem Platz seine sportlichen Leistungen. 1999 äußerte er sich zum Beispiel rassistisch gegenüber seinem damaligen Mitspieler Pablo Thiam – nicht verwunderlich, dass danach die fristlose Kündigung seitens des Vereins folgte. Kurze Zeit später, 2001, musste Legat seine Karriere dann endgültig beenden, weil er nach einer Verletzung einfach nicht mehr fit wurde.

Neuer Job – alte Probleme

Doch Thorsten Legat ist ein Fußballjunkie, wie er im Buche steht, und wenn es auf dem Platz schon nicht mehr laufen will, dann wenigstens daneben. So startete er 2004 seine zweite Karriere als Trainer und betreute kleinere Vereine wie die Jugendmannschaft des SV Werder Bremen oder den WSV Bochum, bis er 2015 beim FC Remscheid landete.

Doch auch eine neue Aufgabe konnte Legats Ruf als Hitzkopf nicht bessern. Immer wieder machten kuriose Geschichten von seinen Mannschaftsansprachen die Runde und auch außerhalb des Stadions legte Legat eine ordentliche Portion Aggressivität an den Tag. So zückte er 2007 sogar nach einem Fußballspiel auf dem Parkplatz ein Samuraischwert, als er von Jugendlichen belagert wurde. Das fanden natürlich weder die Fans noch die Richter witzig, vor denen sich der Trainer später verantworten musste.

Neues Image nötig? Ab ins Dschungelcamp!

Etwas Gutes hatten seine wiederholten "Ausraster" dann aber doch: Sie brachten ihm eine gewisse Bekanntheit ein. Und die war es wohl, die ihn schließlich auf den Schirm der "IBES"-Caster und 2016 tatsächlich in den Dschungel brachte. Dort hielt er sich mit Aggression zwar größtenteils zurück, wenn man von der "Konfro" mit TV-Moderatorin Helena Fürst absieht, trotzdem war Thorsten einer der Kandidaten, der durch seine Sprüche am meisten in Erinnerung blieb. Dass die sich teilweise an der Grenze des guten Geschmacks bewegten, konnte er mit seinen emotionalen Beichten gerade so wettmachen.

Zuhause ganz zahm

Eine, die sich an diesem hitzigen Temperament nicht zu stören scheint, ist Thorstens Ehefrau Alexandra, mit der er bereits seit den 90er Jahren verheiratet ist. Das Paar lebt mit den zwei gemeinsamen Söhnen im Bergischen Land. So sehr Legat in der Öffentlichkeit auch als harter Kerl gilt, die Familie bedeutet dem Fußballtrainer alles. Zu tief sitzen wohl der Schmerz und die Traumata, die er aus seiner eigenen Kindheit noch mit sich herum trägt. Von seinem eigenen Vater wurde Thorsten jahrelang sexuell missbraucht, Erinnerungen, in denen er den Ursprung seiner Aggressionen sieht. Wie sagt man doch so schön: Harte Schale, weicher Kern.