Starporträt

Steven Soderbergh

Das Herz von Steven Soderbergh schlägt von Kindesbeinen an fürs Filmemachen. Heute ist er aus der internationalen Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken.

Steven Soderbergh

  • Geboren , Atlanta, Georgia / USA
  • VornameSteven Andrew
  • Name Soderbergh
  • Jahre57
  • Grösse 1.82 m
  • Partner Jules Asner (verheiratet seit 2003); Betsy Brantley (verheiratet, 1989-1994)
  • Kinder 2 Töchter 

Biografie von Steven Soderbergh

Der Filmemacher Steven Soderbergh ist aus der internationalen Kinoszene mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Schon als Kind entdeckte er seine große Leidenschaft und experimentierte mit einer geliehenen Super-8-Kamera. Spätestens nachdem er in seiner Jugend 28 Mal (!) Steven Spielbergs "Der weiße Hai" und 14 Mal (!) George Lucas' "American Graffiti" gesehen hatte, war es um ihn geschehen.

Überraschender Grammy-Erfolg

Nach seinem Schulabschluss verschlug es Steven Soderbergh nach Los Angeles, wo er als Editor bei einer Fernsehserie anheuerte. Doch erst eine zufällige Bekanntschaft mit der Rockband "Yes" brachte dem jungen Mann den nötigen Karriereboost. Die Band suchte einen Regisseur, der ihre Tour begleitet und alles Erlebte auf Film festhält. Der entstandene Tourfilm wurde Mitte der 1980er Jahre  für die Grammy Awards als Bestes Musik-Langvideo nominiert.

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Meryl Streep: Früher und heute

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©Gala

"Sex, Lügen und Video" gewinnt die Goldene Palme in Cannes

Drei Jahre nach der sensationellen Grammy-Nominierung schrieb Steven Soderbergh Filmgeschichte. Sein Independent-Streifen "Sex, Lügen und Video" gewann bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme und machte den aufstrebenden Filmemacher zum jüngsten Regisseur, der diese renommierte Auszeichnung verliehen bekam.

Steven Soderbergh etabliert sich in Hollywood

Nach dem Überraschungserfolg mit "Sex, Lügen und Video" folgte jedoch eine Flaute. Erst zehn Jahre später konnte Steven Soderbergh wieder einen großen Erfolg, und zwar seinen kommerziellen Durchbruch, mit "Out of Sight" feiern.

Nun war Steven Soderbergh in der obersten Riege Hollywoods angekommen und verzauberte sein Publikum mit Filmen wie "Traffic – Macht des Kartells", "Erin Brockovich" und "Ocean's Eleven", für die er die Superstars Michael Douglas, Benicio Del Toro, Julia Roberts, George Clooney, Matt Damon, Andy García und Brad Pitt um sich scherte.

Rekordverdächtiger Oscar-Erfolg

Bei der Oscarverleihung 2001 gelang Steven Soderbergh ein Kunststück, das zuletzt 1938 stattgefunden hatte: Er war mit zwei Filmen - "Erin Brockovich" und "Traffic – Macht des Kartells" - in der Kategorie Bester Regisseur nominiert. Für "Traffic – Macht des Kartells" konnte Soderbergh letztliche den begehrten Goldjungen absahnen.

Steven Soderbergh geht neue Wege

In den kommenden Jahren schaffte der begabte Regisseur den Spagat zwischen erfolgreichen Blockbustern und ambitionierten, anspruchsvollen Filmen. 

Die Produktion von "Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll" beispielsweise wurde von etlichen Filmstudios abgelehnt und so verwirklichte Soderbergh sein Herzensprojekt mit Michael Douglas und Matt Damon in den Hauptrollen in Zusammenarbeit mit dem Pay-TV-Sender HBO. Und schau an, die herausragende Filmbiografie gewann elf Emmys und schaffte es in Europa in die Kinos.

Steven Soderbergh schreckt also nicht zurück, auch neue Wege abseits des Kinos zu gehen, wenn er eines seiner Projekte verwirklicht sehen will. 2019 ging der Regisseur mit seinem Film "Die Geldwäscherei" (Originaltitel: "The Laundromat") erstmals eine Zusammenarbeit mit dem Streamingdienst Netflix ein. Die hochkarätig besetzte Filmsatire über den Skandal der Panama Papers mit Meryl Streep, Gary Oldman und Antonio Banderas feierte auf den Filmfestspielen von Venedig Weltpremiere, ehe sie ab Oktober 2019 auf Netflix zu sehen war.