Starporträt

Sinéad O'Connor

51 Jahre

Einfach hatte es die irische Sängerin Sinead O'Connor sicherlich nie, doch heute scheint sie endgültig den Boden unter den Füßen verloren zu haben

  • Geboren , Glenageary / Irland
  • VornameSinéad Marie Bernadette
  • Name O'Connor
  • Grösse 1.64 m
  • Sternzeichen Schütze
  • Partner Barry Herridge (verheiratet seit 2011)
  • Kinder Jake Reynolds  (*1987); Roisin Waters  (*1996); Shane Lunny  (*2004); Yeshua Bonadio  (*2006)

Biografie von Sinéad O'Connor

"Nothing Compares 2 U" wird für immer ein Geschenk der Musikgeschichte sein und Menschen auf der ganzen Welt durch schwere Zeiten voller Liebeskummer begleiten. Heute jedoch sorgt die einst vielversprechende Sängerin nur noch mit skurrilen und besorgniserregenden Nachrichten für Schlagzeilen.

Misshandlungen in der Kindheit

Sucht man die die Wurzeln für die psychischen Probleme, die heute ihr Leben zu bestimmen scheinen, wird man in Sineads aufwühlender Kindheit fündig. Sie selbst und ihre vier Geschwister wurden regelmäßig von der eigenen Mutter misshandelt, ehe die Scheidung ihrer Eltern ein Entkommen vor der Gewalt versprach. Nach langen Streitigkeiten ums Sorgerecht – das war damals im streng katholischen Irland nicht so einfach – durfte Sinead bei ihrem Vater und seiner neuen Freundin wohnen. Doch die Probleme nahmen kein Ende. Schon damals war Sinead O'Connor Rebellin durch und durch, wollte sich nicht anpassen und nahm nichts unhinterfragt hin. Sicherlich keine allzu falsche Lebenseinstellung, doch genau wegen dieser Philosophie gerät sie bis heute immer wieder in Schwierigkeiten.

Die Musik wir für Sinead O'Connor zum Ausweg

Die aufmüpfige Jugendliche flog von der Schule und wurde wegen Ladendiebstahl verhaftet, ehe ihr Vater genug hatte: Er schickte sie in ein katholisches Internat. Doch genau an diesem Ort, der eigentlich Sicherheit bieten sollte, wiederholten sich die Misshandlungen aus Sineads Kindheit. Während früher ihre Mutter die Hand erhob, erlitt sie nun sexuelle Misshandlungen durch Geistliche. Wie gut, dass die Musik zum Ausweg für Sinead O'Connor wurde, als sie mit 16 Jahren endlich das quälende Internat verlassen konnte, um Gesang und Klavier zu studieren.

Der große Durchbruch mit "Nothing Compares 2 U"

Die Karriere der talentierten Sinead O'Connor nahm rasch Fahrt auf. 1983 unterzeichnete sie ihren ersten Plattendeal und mischte mit ihrem Album "The Lion and the Cobra" die Indie-Szene auf. Zu dieser Zeit entstand zudem ihr Markenzeichen, der rasierte Kopf, mit dem sie gegen das vorherrschende Idealbild von Frauen protestieren wollte. Mit ihrem zweiten Studioalbum "I Do Not Want What I Haven't Got" gelingt der irischen Sängerin weltweit der Durchbruch, was vor allem der emotionalen Hitsingle "Nothing Compares 2 U" zu verdanken ist.

Sinead O'Connor sorgt für Aufsehen

Doch mit dem Erfolg kommen auch die Skandälchen und Skandale. 1991 lehnte Sinead O'Connor ihre vier, eigentlich redlich verdienten, Grammys ab und sorgte mit Sympathiebekundungen für die irische Unabhängigkeitsbewegung "IRA" für Aufsehen. Bei einem Auftritt in der legendären US-Comedy-Show "Saturday Night Live" zerriss sie vor laufenden Kameras ein Bild des Papstes , wollte so gegen die Leugnung von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche protestieren, zog mit dieser Aktion jedoch viel Unmut auf sich.

Sie brauchte eine Auszeit

Die Anfeindungen waren damals zu viel für die sensible Sängerin, woraufhin sie beschloss, sich aus dem Showbiz zurückzuziehen. Sinead wollte ein Leben fernab der Öffentlichkeit führen und fing an, in Dublin Operngesang und Theologie zu studieren. Lange währte ihr zurückgezogenes Leben allerdings nicht, im Jahr 2000 meldete sich Sinead O'Connor mit ihrem Album "Faith And Courage" zurück. Musikalisch fand dieses Werk leider wenig Beachtung, mehr Aufmerksamkeit bekam sie stattdessen für ihre Äußerungen über ihre Sexualität. Zunächst outete sie sich in einem Interview als lesbisch, revidierte diese Aussage kurze Zeit später jedoch wieder und bezeichnete sich sowohl als bi- als auch als heterosexuell. Die meisten Beziehungen in ihrem Leben hatte sie mit Männern – mit vier dieser Männer bekam sie jeweils ein Kind.

Sinead O'Connor im Ausnahmezustand

Besonders eines ihrer Kinder, Sohn Jake, den Sinead O'Connor zusammen mit ihrem ersten Ehemann bekam, bekommt den seelischen Ausnahmezustand seiner Mutter zu spüren. Öffentlich auf Facebook postete sie Sängerin Selbstmordgedanken und überschüttete ihren Sohn mit Schuldzuweisungen. Er sei ein "kleines verlogenes Arschloch", nur eine der vulgären Beschimpfungen der Mutter an ihren Sohn. Was im Hause O'Connor wirklich vor sich geht, wissen wir nicht. Zu wünschen bleibt ihr nur, dass sie in Zukunft wieder mit wundervoller Musik, statt mit wüsten Beschimpfungen Schlagzeilen macht.