Starporträt

Simone Biles

4 olympische Goldmedaillen, 14-Weltmeistertitel, Rekordhalterin – Wer Simone Biles Namen nicht spätestens seit Olympia 2016 kennt, hat etwas verpasst.

Simone Biles

  • Geboren , Columbus, Ohio/USA
  • VornameSimone Arianne
  • Name Biles
  • Jahre22
  • Grösse 1.45 m

Biografie von Simone Biles

Harter Start ins Leben

Simone Arianne Biles wurde am 14. März 1997 in Columbus im US-Bundesstaat Ohio geboren. Doch auch für die Ausnahmesportlerin lief das Leben nicht von Anfang an reibungslos. Biles wurde mit ihren drei Geschwistern in ein Pflegeheim gegeben, ihre Mutter konnte sich wegen Suchtproblemen nicht mehr um die vier Kinder kümmern. Ihre Großeltern übernahmen schließlich die Erziehung und adoptierten die damals Sechsjährige und ihre Schwester Adria. Bis heute hat Simone keinen Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter. Bei den Olympischen Spielen 2016 weigerte sich ein Reporter ihre Großeltern als ihre Adoptiveltern zu bezeichnen. Simone antwortete darauf gekonnt: „Meine Eltern sind meine Eltern, das war’s.“ Der Reporter entschuldigte sich daraufhin reumütig.

Mit Saltos zum Erfolg

Ihr Talent fürs Turnen entdeckte Simone schon sehr früh. Laut eigenen Aussagen übte sie als Kleinkind bereits Saltos vom Briefkasten. Ihr Mut wurde belohnt. Bei einem Ausflug erkannte man ihr Turntalent, und fortan trainierte Simone Biles mit Aimee Boorman, Leiterin und Trainerin des olympischen Turnkaders.

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Sie bekommt einen Rüffel von Sohn Ryder

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Ups, da hätte Schauspielerin Kate Hudson lieber noch einmal fragen sollen. Sie postet ein Video mit der ganzen Familie auf Instagram - doch Sohn Ryder findet das gar nicht gut.
©Gala

Um sich mehr auf den Sport konzentrieren zu können, wurde Simone ab 2012 von Zuhause unterrichtet. Der Wechsel erhöhte Simones Training von 20 auf 32 Stunden die Woche, war jedoch für Simone zu Beginn nicht ganz einfach. In einem Interview verriet sie: „Meinen Freunden zuzusehen wie sie jeden Tag zur Schule gingen und über den Abschlussball sprachen, war für mich hart, aber ich bin schnell darüber hinweggekommen, denn wenn man das US-amerikanische Turnteam repräsentiert, vergisst man schnell irgendwelche Abschlussbälle.“

Die olympischen Spiele 2012 in London  musste Simone von Zuhause aus verfolgen, sie war noch zu jung, um teilzunehmen. Ab 2013 ging ihre Karriere schließlich steil bergauf, Goldmedaillen und Teilnahmen an den größten Turnevents weltweit folgten, darunter die World Artistic Gymnastic Championships. Dort gewann sie als erste Afro-Amerikanerin die Goldmedaille im Einzelwettbewerb. Trotz einer Schulterverletzung, die sie sich 2014 zuzog, riss die Siegeskette nicht ab. Auch in den darauffolgenden Jahren konnte Simone ihren Titel verteidigen und ist bis heute ungeschlagen. Mit ihren sechs Goldmedaillen ist sie damit die am häufigsten preisgekrönte US-Turnerin in diesem Wettbewerb. Das Sportunternehmen Nike machte sie daraufhin zu seinem Werbegesicht.

Das Golden Girl der Olympischen Spiele

2016 sollte das Jahr für die Ausnahmesportlerin werden. Neben ihren Kolleginnen Gabby Douglas, Laurie Hernandez, Madison Kocian und Aly Raisman wurde Simone in den Kader für die olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro ernannt. Die Ernennung lief nicht ganz ohne Zwischenfall. Eine russische Hackergruppe veröffentlichte Informationen über ihren Gesundheitszustand. Simone ging daraufhin über Twitter an die Öffentlichkeit und gab bekannt an einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (kurz ADHS) zu leiden, wogegen sie Medikamente nehmen müsse.

Ihren Erfolg konnte dieser Zwischenfall nicht trüben, Auszeichnung über Auszeichnung folgten. Rio de Janeiro sollte Simone weltweit bekannt machen und selbst die absoluten Sportverweigerer begeistern.

Im Einzelwettkampf holte sie gleich drei Goldmedaillen, und über ihr viertes Gold durfte sie sich mit ihren vier Teammitgliedern freuen. Der Medaillenregen machte sie damit zur meist dekoriertesten US-Turnerin aller Zeiten. Und das mit nicht mal 20 Jahren. Als Dank für ihren großen Erfolg, durfte Simone bei der Abschlusszeremonie der olympischen Spiele die Flagge der USA halten und war damit die erste Turnerin, der diese Ehre zuteil wurde.

Ganz bodenständig mit Netflix und Pizza

Trotz des immensen Erfolgs ist die 1,45 Meter kleine Sportlerin ganz bodenständig geblieben. Wenn sie mal nicht auf den Matten dieser Welt turnt, kümmert sie sich liebevoll um ihre vier Schäferhunde Maggie, Atlas, Lily und Bella oder schaut stundenlang Serien auf Netflix, wie sie jüngst gestand. Was dabei nicht fehlen darf? Richtig! Eine leckere Pizza. Simone Biles ist absolut süchtig nach Pizza, wie sie regelmäßig auf ihrem Instagram-Profil beweist. Diese kleine Sünde darf sich die Ausnahmesportlerin leisten, die sogar am Wochenende keine Trainingsstunde auslässt.

Was nach dem Turnen kommt, weiß die quirlige Turnerin auch schon: „Turnen ist ein wichtiger Teil meines Lebens, aber ab einem gewissen Punkt werde ich mir einen richtigen Job suchen.“ Sicherlich wird sie auch diesen Teil meisterlich und mit Bestnote bestreiten.

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