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Starporträt Shkodran Mustafi

Shkodran Mustafi schaffte es 2014 ins DFB-Team. Davor war der Fußballprofi in Deutschland relativ unbekannt, da er nie in der Bundesliga spielte.

Steckbrief

  • Vorname Shkodran
  • Name Mustafi
  • geboren 17.04.1992, Bad Hersfeld/ Hessen
  • Sternzeichen Widder
  • Jahre 29
  • Grösse 1.84 m
  • Partner Vjosa Kaba (verheiratet)
  • Kinder Noemi (*2017) Sohn (*2019)

Biografie von Shkodran Mustafi

Vor der WM 2014 konnte sich Shkodran Mustafi noch unbemerkt auf der Straße bewegen, denn der Defensivspieler wechselte schon mit 17 Jahren ins Ausland und war deshalb nie im deutschen Fußball präsent.

Aus dem nichts in die Nationalmannschaft

Lediglich für die Jugendmannschaften des DFB kehrte er nach Deutschland zurück und war selbst sehr verwundert, als er in den Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft berufen wurde. "Ich hatte gedacht, dass ich in Deutschland ein bisschen von der Bildfläche verschwunden bin", gab Shkodran Mustafi im Interview mit dem "Tagesspiegel" zu und war umso verwunderter als er im WM-Testspiel gegen Chile erstmalig im Trikot der A-Fußballnationalmannschaft auf dem Platz stand.

Beim ersten Turnier gleich Weltmeister

Zur WM in Brasilien 2014 durfte der Sohn albanischer Einwanderer dann auf den letzten Drücker fahren: Da Marco Reus wegen einer Verletzung ausfiel, rückte Shkodran Mustafi nach. Nachdem er für den verletzten Mats Hummels im ersten Gruppenspiel eingewechselt wurde und sein Können bewies, durfte er im Achtelfinale gegen Algerien gleich von Beginn an spielen. Tragischerweise zog der Verteidiger sich einen Muskelbündelriss zu und kam während des Turniers nicht mehr zum Einsatz. Nichtsdestotrotz wurde Shkodran Mustafi mit dem DFB-Team gleich bei seinem ersten Einsatz Weltmeister.

Auch bei der EM 2016 in Frankreich setzte Bundestrainer Jogi Löw erneut auf Mustafi als Stammspieler. Beim 2:0-Sieg gegen die Ukraine erzielte er in seinem elften Länderspiel mit einem Kopfball sein erstes Länderspieltor.

Auch beim für Deutschland erfolgreichen FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 in Russland war Shkodran Mustafi wieder mit von der Partie und sorgte mit seinen Mannschaftskumpanen für einen Sieg des Turniers.

Ausland statt Bundesliga

Wer sich ein wenig mit Shkodrans Biografie beschäftigt, ist nicht verwundert, dass er ins DFB-Team berufen wurde. Schon in seiner Kindheit spielte der im hessischen Hebra aufgewachsene Fußballspieler so gut Fußball, dass er bei einem Hallenturnier des "SV Rotenburg" gleich von mehreren Bundesliga-Vereinen angesprochen wurde. Der talentierte Sportler entschied sich für den "Hamburger SV", wo er im vereinseigenen Fußballinternat ausgebildet wurde.

Mit 17 Jahren wechselte Shkodran Mustafi zum britischen "FC Everton". Dort konnte er sich jedoch nie richtig behaupten und ging drei Jahre später zum damaligen italienischen Zweitligisten "Sampdoria Genua", mit dem er noch im selben Jahr in die A-Liga aufstieg, wo er zum Fanliebling avancierte.

Doch 2014 war es Zeit für eine Veränderung und Shkodran wechselte zum spanischen "FC Valencia", gefolgt von einem erneuten Wechsel nach England, zum "FC Arsenal", wo er von 2016 bis 2021 auf dem Fußballplatz stand.

Kein Glück beim "FC Schalke 04"

Nach etlichen erfolgreichen Jahren im internationalen Fußballgeschäft wechselte Shkodran 2021 endlich in die deutsche Bundesliga. Er heuerte ablösefrei beim "FC Schalke 04" an – doch konnte dort leider nichts mehr ausrichten. Zum Saisonende stieg der Verein in die 2. Bundesliga ab, woraufhin auch sein Vertrag endete.

Wie es für Shkodran Mustafi weitergehen wird, ist noch offen. Im Herbst 2016 betrug sein Marktwert 30 Millionen Euro, zum Ende der Saison 2020/21 waren es nur noch 2,5 Millionen.

Immerhin hat der Kicker Glück in seinem Privatleben. Seit 2016 ist er mit dem Model Vjosa Kaba verheiratet und Vater zweier Kinder.