Starporträt

Sheryl Sandberg

48 Jahre

Sheryl Sandberg ist eine Powerfrau wie sie im Buche steht – doch am stärksten erreichte sie die Menschen, als ihr eine große private Tragödie widerfuhr

  • Geboren , Washington D.C. / USA
  • VornameSheryl Kara
  • Name Sandberg
  • Grösse 1.73 m
  • Sternzeichen Jungfrau

Biografie von Sheryl Sandberg

Ohne sie wäre Facebook heute nicht das, was es ist: Geschäftsführerin brachte das Soziale Netzwerk ziemlich nach vorne – und vergisst dabei trotzdem nicht ihr eigenes soziales Netz und dessen Probleme.

Von Anfang an ein Überflieger

So ein großer Erfolg, wie Sandberg ihn erfahren durfte, kommt natürlich nicht von irgendwo: Sie wurde in eine akademische Familie geboren, der Vater war Augenarzt, die Mutter College-Dozentin für Französisch, und Sandberg wuchs gemeinsam mit ihren zwei jüngeren Geschwistern in Washington D.C. und Miami auf. Bereits auf der Highschool wurden dann auch schon Sheryls Führungsqualitäten deutlich: Sie war nicht nur Jahrgangssprecherin, sondern auch Klassenbeste und höchst motiviert. Das sollte sich auszahlen! 1987 begann Sheryl Sandberg ihr Studium an der renommierten Universität Harvard , sie machte 1991 ihren Abschluss in Wirtschaftswissenschaften – natürlich wieder als Beste ihres Studiengangs.

Nicht nur der Ehrgeiz, auch die soziale Ader wurde bei Sheryl früh deutlich: Bereits während der Uni gründete sie ihre erste gemeinnützige Organisation, die sich für die Rechte von Frauen in der Wirtschaft einsetzte. Doch das war der ambitionierten Sheryl natürlich noch nicht genug. Kurze Zeit nach ihrem Bachelorabschluss setzte sie auch noch den Master drauf – natürlich wieder in Harvard, diesmal an der Business School.

Sheryl Sandberg fängt gleich groß an

Frisch von der Uni machte Sandberg ihr Debüt dann natürlich nicht bei irgendeiner Firma, sondern startete, nach einem kurzen Abstecher als Management-Beraterin, direkt als Stabchefin des US-Finanzministeriums. Sie wusste genau, was sie wollte – beziehungsweise, was nicht: Als die Republikaner 2000 an die Macht kamen kündigte Sheryl schnurstracks ihren Job und ging lieber zu Google, um als Vizepräsidentin des globalen Online-Verkaufs zu arbeiten

Mit ihrer erstklassigen Ausbildung und unglaublichen Erfahrung war es 2008 nicht verwunderlich, als Sheryl Sandberg für sein Unternehmen Facebook anheuerte. Die beiden trafen sich auf einer Weihnachtsfeier, verstanden sich gut und kurze Zeit später warb die Powerfrau als Geschäftsführerin ab – und dass sollte sich als ziemlich gute Entscheidung herausstellen. Ihr wohl größter Verdienst für das Netzwerk: Sie war maßgeblich daran beteiligt, die Seite profitabel zu machen. Sandberg setzte auf Werbeanzeigen und konnte sich gegen die männerdominierte Führungsriege durchsetzen. 2012 wurde sie sogar die erste Frau im Vorstand des Unternehmens.

Starker Einsatz für starke Frauen

Damit ist Sheryl Sandberg endgültig ein Vorbild für unzählige Frauen auf der ganzen Welt geworden: Schon seit der Unizeit, in der sie ihre erste Organisation gründete, setzt sie sich für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. 2013 veröffentlichte sie dazu ihr erstes Buch "Lean In: Women, Work, and the Will to Lead", in dem sie sich Themen wie Feminismus und den fehlenden Frauen in Führungspositionen annimmt. Damit sprach sie einigen Damen aus der Seele: Die Verkäufe des Buchs schossen durch die Decke und Sandberg dominierte die Bestsellerlisten. 2014 sponserte sie mit dem durch das Buch verdienten Geld die Kampagne "Ban Bossy", in der sich zum Beispiel gegen den Gebrauch des Wortes "bossy" ausspricht, um starke Frauen zu beschreiben.

Auch privat ist Durchhaltevermögen gefragt

Stark musste sie auch sein, als ihr privat ein schlimmer Schicksalsschlag widerfuhr: 2015 starb Sheryl Sandbergs Ehemann , der Firmenchef des Unternehmens "Survey Monkey", beim gemeinsamen Urlaub in Mexiko, nachdem er von einem Laufband gefallen war und sich ein Kopftrauma zugezog. Das Paar hatte 2004 geheiratet und lebte mit den zwei gemeinsamen Kindern in Kalifornien. Eine Tragödie, wie man sie niemandem wünschen möchte – und die wohl selbst für die taffste Frau schwer zu bewältigen ist.