Starporträt

Sharon Stone

Manche Szenen sind einfach für die Ewigkeit. Eine solche ist ohne Zweifel jene, in der Sharon Stone die Beine übereinander schlägt

Sharon Stone

  • Geboren , Meadville, Pennsylvania / USA
  • VornameSharon Yvonne
  • Name Stone
  • Jahre60
  • Grösse 1.74 m
  • Partner David DeLuise (aktuell); Phil Bronstein (geschieden); Michael Greenburg (geschieden)
  • Kinder Roan Joseph  (*2000); Laird Vonne   (*2005); Quinn Kelly  (*2006)

Biografie von Sharon Stone

In ihrer berühmtesten Szene aus "Basic Instinct" schlug Hollywoods klügste Blondine ihre langen Beine übereinander und zeigte dem staunenden Publikum für eine endlos lange Sekunde, dass weniger manchmal eben mehr sein kann. Der freizügige Thriller von lockte 1992 die Massen ins Kino und machte zum Sexsymbol der 90er.

Erfolg dank nackter Tatsachen

Dabei hatte "Miss Pensylvania 1975" aus der muffigen Kleinstadt Meadville gut zehn Jahre gebraucht, um sich endlich in Hollywood durchzusetzen. 1980 gab sie - nur kurz in einem Zug vorbeifahrend - ihr Minidebüt in "Stardust Memories" und dümpelte dann jahrelang als Vorzeigeblondinchen durch B-Movies Marke "Police Academy" oder "Quatermain".

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  Erst Arnies Muskelberge verhalfen ihr schließlich zum Durchbruch. Der Welterfolg von "Die totale Erinnerung - Total Recall" machte sie 1990 schlagartig berühmt. Dass Sharon fast gleichzeitig für den "Playboy" blankzog, tat sicherlich sein Übriges dazu. Ihr Image als heiße Blondine und sexy Verführerin hatte sie erst mal weg, "Basic Instinct" zementierte zwei Jahre später schließlich ihren Status als neue Sexgöttin Hollywoods. Kein Wunder, dass Sharon versuchte durch Filme wie "Sliver" (1993) und "The Specialist" (1994) weiterhin auf dieser Schiene zu fahren. Dabei ist sie nicht nur schön, sondern mit einem angeblichen IQ von 148 auch hochintelligent. Erst Martin Scorseses "Casino" zeigte 1995, dass noch mehr in ihr steckt als die ewige Femme Fatale: Prompt bekam sie eine Nominierung für den Golden Globe sowie den Oscar. Trotzdem: Der ganz große Coup wollte der Schauspielerin nie so wirklich gelingen, weshalb auf ihrer schönen Stirn schon bald ein für Hollywood tödlicher Stempel prangte: Kassengift!

Die Rückkehr des Beinaufschlags

Nach dem Mega-Flop "Catwoman" (2004) folgte dann das Unvermeidliche: Die Rückkehr von Catherine Tramell. 14 Jahre nach dem ersten Teil wagte sich Stone an ein Sequel von "Basic Instinct". Im nicht mehr ganz taufrischen Traumfabrik-Alter von 47 Jahren zog sie noch einmal blank und erhielt nicht nur dafür großartige Kritiken. Das einzige Problem: Kaum jemand wollte den Streifen sehen, der Film spielte nicht einmal die Stonesche Gage ein. Sie selbst nahm ihre Talfahrt mit Humor:

"Natürlich stimmt es, dass es an der Spitze verdammt einsam ist. Aber unten ist es entsetzlich überlaufen."

In den letzten Jahren versuchte sich Sharon Stone deshalb neu zu erfinden, nahm vorrangig Charakterrollen an. Filme wie "Lovelace" (2013) oder "Plötzlich Gigolo" (2014) mit Woody Allen sind kleine Schritte, um auf der Karriereleiter wieder ganz oben anzukommen. Aber noch viel wichtiger: Diese Filme scheinen viel besser zu Sharon zu passen! "Jetzt spiele ich viele Charakterrollen, was gewissermaßen eine Erleichterung ist, denn wie lange kann man schon High Heels tragen? Verratet es niemandem, aber ich freue mich irgendwie darüber, dass ich jetzt Dinge spielen kann, die mir vertrauter sind. Heiß zu sein, war ziemlich weit hergeholt für mich, aber ich hab es gemacht."

Der Erdbeben-Skandal

Während es beruflich mit anspruchsvollen Rollen wieder bergauf ging, leistete sich Sharon Stone abseits der Kinoleinwand einen riesigen Skandal. Nach dem verheerenden Erdbeben, das China 2008 heimsuchte, kommentierte Sharon Stone die schrecklichen Ereignisse: "Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie wir mit den Olympischen Spielen umgehen sollen, denn die sind nicht nett zum Dalai Lama, der ein guter Freund von mir ist. Und dann war da dieses Erdbeben und alles andere, und da dachte ich: Ist das Karma? Wenn man nicht nett ist, passieren einem schlimme Dinge." Ein Erdbeben als Bestrafung für China? Da hat sich Sharon Stone wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, entsprechend groß war die weltweite Entrüstung über diese verbale Entgleisung. Einige Kinobetreiber boykottierten die Schauspielerin daraufhin, Plakate mit Sharon Stone als Werbefigur wurden in China entfernt, der Aufschrei war groß. Dior – für das Label warb sie damals - veröffentlichte in ihrem Namen schließlich eine Entschuldigung, Sharon Stone selbst jedoch entschuldigte sich nie für ihre zweifelhaften Äußerungen.

Hinter der Femme-Fatale-Fassade

Sharon Stone, die vor der Schauspielkarriere als Model kiffend durch Europa tourte, macht so einiges mit und auch privat sah sie sich schon mit Höhen und Tiefen konfrontiert. Dreimal war der Hollywoodstar insgesamt verheiratet, zuletzt sah es 1998 so aus, als ob sie endlich den Mann fürs Leben gefunden hatte. Doch auch ihre dritte Ehe mit Phil Bronstein endete nach sechs Jahren. Seit Ende 2014 schien sie mit dem 14 Jahre jüngeren Schauspieler David DeLuise wieder glücklich, doch auch diese Liaison war nur von kurzer Dauer. Anschließend wurde sie mit dem Sportagenten Lonnie Cooper abgelichtet, doch über ihren tatsächlichen Beziehungsstatus schweigt sich die schöne Schauspielerin aus. Die Hauptrolle in Sharons Leben spielen aber ganz klar drei andere Männer: Ihre Adoptivsöhne Roan, Laird und Quinn. Dank ihrer späten Mutterschaft - ihr erstes Kind adoptierte sie mit 42 - hat sich ihr Leben komplett verändert: "Man sieht die Dinge sehr viel klarer, weil man alles mit der Einfachheit und Unvoreingenommenheit eines Kindes wahrnimmt. Wenn man Kinder hat, werden die eigenen Prioritäten neu sortiert."