Starporträt

Sandra Nasić

Gefeierte Frontfrau der Rockband "Guano Apes": Sandra Nasić begeistert durch ihre einmalige, markante Stimme und schweißtreibende Live-Performances

Sandra Nasić

  • Geboren , Göttingen
  • VornameSandra
  • Name Nasić
  • Jahre43
  • Grösse 1.64 m

Biografie von Sandra Nasić

Es gibt sicherlich schönere Umstände für ein Kind als die Scheidung der eigenen Eltern. Sandra Nasić, die nach der Trennung ihrer Eltern mit Schwester Lidija bei ihrer Mutter im niedersächsischen Göttingen aufwuchs, machte das Beste daraus - und verbrachte als Tochter kroatischer Eltern ihre Ferien im sonnigen Kroatien bei ihrem Vater. Erste musikalische Schritte wagte sie während ihrer Schulzeit in unterschiedlichen Bands – auch eine Hiphop-Band war dabei. Trotz ihrer Leidenschaft für Musik überlegte Sandra, nach ihrem Abitur Design zu studieren. Daraus wurde jedoch nichts.

Von der Schuldband zur Rockband “Guano Apes“

Im heimischen Göttingen fiel für Sandra der Startschuss für eine zehnjährige Musikkarriere. 1994 überzeugte die zierliche Powerfrau Sandra Nasić die drei befreundeten Bandmitglieder Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta und Stefan Ude von ihrer markanten Gesangsstimme und wurde Frontfrau der deutschen Rockband “Guano Apes“. Mit Sandra, die einen großen Teil der Songtexte selber schrieb, war die Band komplett und konnte sich schnell ihre Zielgruppe sichern. Die unkonventionelle Art der Musiker und die kraftvollen Songs katapultierten das Quartett 1996 beim Nachwuchswettbewerb “Local Heroes“ mit über 1000 Bandteilnehmern auf den ersten Platz. Das Preisgeld investierte die Band in ihr erstes Album “Proud like a God“, das 1997 zunächst verhalten von Kritikern aufgenommen wurde. Innerhalb kürzester Zeit wurden die “Guano Apes“ aber zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands der Neunzigerjahre, deren Frontsängerin Sandra Nasić mit Lobeshymnen wie “süßer als Gwen Stefani“, “kraftvoller als Skin“ und “die größte Hoffnung der Szene“ überschüttet wurde. Auszeichnungen, wie der Comet (1997), Echo (1998) oder die Eins Live Krone (2001, 2003), ließen nicht lange auf sich warten.

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©Gala

Abschied von den “Guano Apes“

Unter dem kometenhaftem Aufstieg der Band litt zunehmend die Harmonie in der Gruppe, da es “menschlich nicht mehr stimmte“. Auch war die Rede davon, dass es Schwierigkeiten bei der Verteilung des eingenommenen Geldes gab, da Sandra Nasić aufgrund ihrer Sonderstellung angeblich auf eine höhere finanzielle Beteiligung bestand. 2005 löste sich die Band schließlich auf. Ihr Abschiedsgeschenk an die Fans war ein Best Of-Album mit der dazugehörigen Tour und die DVD “Planet Of The Apes“.

Rockstardasein auf Pause

Nach der Trennung der “Guano Apes“ tauchte Sandra ein Jahr ins Privatleben ab und nutzte diese Zeit auch für eine kreative Schaffenspause. Sie zog der Liebe wegen von Göttingen in die Bundeshauptstadt Berlin, wo sie in ihrem Haus mit Seegrundstück die Seele baumeln ließ und sich beim Grillen und Angeln mit Freunden von ihrer rastlosen Bandzeit erholte, die sie durch Tourneen, Promo-Termine und Alben-Aufnahme zunehmend erschöpft hatte.

Solo geht’s auch

Ihrem bekannten Namen hat Sandra Nasić ihren zweiten Karriereschub als Solokünstlerlin zu verdanken. Für ihr Debütalbum “The Signal“ konnte sie die beiden namenhaften Produzenten Pelle Gunnerfeldt und Steve Lironi gewinnen. Die Songs der gebürtigen Niedersächsin mit der tiefen, rauen Stimme wurden unter anderem in Stockholm, London und Berlin aufgenommen. Doch so richtig freischwimmen konnte sich Sandra Nasić von ihrer ehemaligen Rolle als Leadsängerin der “Guano Apes“ nicht, auch wenn sie versuchte ihre neugewonnene musikalische Freiheit zu nutzen. Die Erfolge von damals blieben aus.

Wiederbelebung der “Affen“

Da traf es sich doch gut, dass sich das frühere Rock-Quartett wieder vorsichtig annäherte – und die schwierigen Zeiten von damals vergessen schienen. Anfang 2009 erschien auf der Seite des österreichischen Nova Rock-Festivals plötzlich wieder der Bandname “Guano Apes“. Sandra schreibt das Revival der Band dem Abstand, der Zeit und auch der Trennung zu, die viele Wunden geheilt habe. Dass die musikalische Chemie zwischen den Bandmitgliedern der “Guano Apes“ nie verlorenging und das Verhältnis untereinander sogar “erwachsener, relaxter und fokussierter“ sei, wissen auch die Fans zu schätzen. Das Album “Bel Air“ (2011) parkte 18 Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts. “Offline“ (2014) immerhin sieben Wochen. Ein Comeback, das sich also für alle gelohnt hat.

Vom Mikro zum Fernsehen

Auch Sandra Nasić profierte von der wiedergewonnenen Prominenz und durfte 2012 in der dritten Staffel von der Musik-Castingshow “X Factor“ gemeinsam mit Sarah Connor, Moses Pelham und H.P Baxxter in der Jury Gesangstalente unter die Lupe nehmen. Die Einladung zur VOX-Sendung “Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ nahm sie 2014 gerne an. Ein bisschen Medienpräsenz kann schließlich nicht schaden und war sicherlich Gold wert für Sandras im selben Jahr erschienene Solosingle “Drowned by Destiny“. Wir freuen uns auf alles, was wir von Sandra noch hören werden.

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