Starporträt

Sam Riley

Sam Riley hat das große Los gezogen: Nicht nur Kritiker sind begeistert, auch das Herz von Alexandra Maria Lara gehört ihm.

Sam Riley

  • Geboren , Menston, West Yorkshire / Großbritannien
  • VornameSam
  • Name Riley
  • Jahre39
  • Grösse 1.85 m

Biografie von Sam Riley

Er spiele "einzigartig" und seine Darstellung sei "herausragend" - gleich mit seiner ersten Kinorolle konnte Sam Riley die Kritiker über das Maß begeistern. In "Control", dem Filmdebüt des Star-Fotografen Anton Corbijn, spielt der gebürtige Brite Riley die Rolle des genialen, aber tragischen "Joy Division"-Frontmanns Ian Curtis, der sich 1980 das Leben nahm. Curtis war der Kurt Cobain der Achtziger: ein Märtyrer, über seinen Tod hinaus verehrt. In seinen Liedern schwang immer die Stimme des Todes mit, so dass es nicht überraschte, als sich Curtis mit nur 23 Jahren erhängte - einen Tag bevor die Band aus Manchester zu ihrer ersten Amerika-Tour über den Atlantik fliegen sollte. "Control" beruht auf dem Buch "Touching from a Distance" von Curtis' Witwe Deborah und wurde neben anderen Preisen bei den Filmfestspielen in Cannes auch mit dem Preis als "Bester europäischer Film" ausgezeichnet. Für Peter Hook, Ex-Bassist von Joy Division, eine absolut gerechtfertigte Ehrung: "Sam hat Ians Wesen und seinen Charakter perfekt getroffen. Es war, als würde ich Ian hören. Es jagte mir mehrmals Schauer über den Rücken." Nach den politischen Filmen "Tough Love" und "Lenny Blue" verkörperte Sam Riley schon in "24 Hour Party People" mit Mark E. Smith ein Mitglied von Joy Division. Für Riley eine sehr spannende Rolle: "Wir leben in einer Zeit voller künstlich erzeugter Popidole, doch Joy Division haben alles durch eigene Kraft und ihre 'Fuck You'-Einstellung geschafft." Doch vor den ersten Screenings und den Reaktionen auf "Control" war dem Mann aus Menston trotzdem ein wenig unwohl: "Ich hatte Angst, denn ich wusste, dass da einige Hardcore-Fans vor der Leinwand sitzen würden."

Leinwand statt Gitarre

Auch Riley selbst war früher ein Hardcore-Fan - allerdings von den "Beatles". Die Pilzköpfe aus Liverpool waren es auch, die ihn dazu brachten, mit seinen Indie-Bands "10.000 Things" und "Horned Owls" die Bühnen Großbritanniens zu rocken. Inzwischen hat Sam Riley seine Musikkarriere allerdings der Schauspielerei zu Liebe hinten angestellt und widmet sich lieber Filmprojekten wie "Franklyn – Die Wahrheit trägt viele Masken" mit Eva Green und Ryan Philippe, "Maleficent – Die dunkle Fee" mit Angelina Jolie oder "Stolz und Vorurteil und Zombies". Keine schlechte Idee also, die Gitarre gegen Drehbücher zu tauschen.

Nur 6 Tage nach der Geburt

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©RTL / Gala

Der Liebe wegen nach Berlin

Etwas anderes hat Riley tatsächlich schon getauscht - seinen Wohnort. Der geborene Brite ist mit Sack und Pack nach Berlin gezogen, um mit seiner Frau, der Schauspielerin Alexandra Maria Lara, zusammenzuleben. Die hatte er 2006 am Set von "Control" kennengerlernt und sich augenblicklich in die hübsche Deutsche verliebt: "In dem Moment, in dem sie durch die Tür kam, war es um mich geschehen." Da kann man auch verstehen, warum sich Sam Riley am Set so sehr angestrengt hat: um seine Herzdame zu beeindrucken, natürlich. Am Heiligabend 2004 machte Sam seiner Alexandra ganz romantisch einen Heiratsantrag, im Sommer darauf folgte die Hochzeit und zur Krönung der großen Liebe erblickte im Januar 2014 ihr Sohn Ben das Licht der Welt.

Sam Riley liebt düstere Rollen

Und auch beruflich geht's für Sam Riley steil bergauf. Für 2020 ist eine Fortsetzung von "Maleficent" geplant, bei der er natürlich wieder mit von der Partie ist. Etwas weniger mainstreamig zeigte sich Riley hingegen in der Hauptrolle der hoch gelobten BBC-Serie "SS-GB" von 2017. Die Serie beschäftigt sich mit dem Szenario, was passiert wäre, wenn die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätten und zeigt Riley als Kommissar Douglas Archer, der vor der Entscheidung steht, sich entweder dem Widerstand anzuschließen oder mit der SS zusammenzuarbeiten. Schon wieder eine düstere Rolle – nicht anders kennt man Sam Riley. Ganz und gar nicht zur Freude seiner Familie: "Mein Opa will immer, dass ich mehr Komödien spiele, und meine Mutter auch. Die tut mir Leid, weil ich in meinen Filmen so oft sterbe. Sie kann meine Filme nie richtig genießen." Doch Riley selbst findet: "Im wahren Leben ist es gut, der Nice Guy zu sein, aber vor einer Kamera macht es viel mehr Spaß, den Bösen zu spielen."

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