Starporträt

Roseanne Barr

Im Leben von Roseanne Barr herrscht keineswegs immer eitel Sonnenschein und dennoch hat es die Schauspielerin und Komikerin zu Erfolg und Ruhm gebracht.

Roseanne Barr

  • Geboren , Salt Lake City, Utah / USA
  • VornameRoseanne Cherrie
  • Name Barr
  • Jahre66
  • Grösse 1.63 m
  • Partner Johnny Argent (aktuell); Ben Thomas (geschieden, 1995-2002); Tom Arnold (geschieden, 1990-1994); Bill Pentland (geschieden, 1974-1990)
  • Kinder Brandi  (*1971); Jessica  (*1975); Jennifer  (*1976); Jake  (*1978); Buck  (*1995)

Biografie von Roseanne Barr

Von 1988 bis 1997 unterhielt Roseanne Barr mit neun Staffeln ihrer unfassbar erfolgreichen Sitcom "Roseanne" Millionen Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt. Die ruppige, aber liebenswerte Ehefrau und Mutter Roseanne Conner und ihre Familie, bestehend aus Ehemann Dan und den drei Kindern Becky, Darlene und D. J., stellten die Fernsehlandschaft damals komplett auf den Kopf. Erstmals stand eine Arbeiterfamilie, die stets knapp bei Kasse war, im Zentrum einer Sitcom und setze sich mit ihrem speziellen Humor auch mit (damals) politisch heiklen Fragen wie Homosexualität, Gewalt und anderen Tabuthemen auseinander.

Harter Weg zum Erfolg

Die Sitcom brachte den großen Durchbruch für Roseanne Barr, die sich zuvor bereits als Stand-up-Komikerin einen Namen machen konnte. Doch der Weg bis ganz nach oben war steinig. Als Kind soll sie von ihren Eltern sexuell und psychisch misshandelt worden sein, im Alter von 16 Jahren überlebte sie einen schweren Autounfall nur knapp, drei Jahre später brachte sie eine uneheliche Tochter zur Welt, die sie zur Adoption freigab. Nicht die besten Bedingungen, könnte man meinen, doch Roseanne Barr kämpfte sich durch. Ein komisches Talent hatte sie schon immer, doch bis sie damit Geld verdienen konnte, schlug sie sich als Dekorateurin und Kellnerin durch. Der Rest ist Geschichte. "Roseanne" machte die Komikerin und Schauspielerin schlagartig zum weltweiten Star, sogar auf die große Leinwand schaffte sie es als Gegenspielerin von Meryl Streep im Spielfilm "Die Teufelin" – auch wenn dies ihre einzige Kinohauptrolle bleiben sollte.

Roseanne Barr in den Schlagzeilen

Nach der "Roseanne"-Ära übernahm die Schauspielerin hin und wieder kleinere Rollen in Filmen und Serien, machte aber eher mit dem einen oder anderen Skandälchen bis Skandal auf sich aufmerksam. 2009 ließ sie sich als Hitler verkleidet "Lebkuchen-Juden" in den Backofen schiebend ablichten. Drei Jahre später wollte sie als Kandidatin bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten antreten, ohne Erfolg. 2014 twitterte sie die private Anschrift und Telefonnummer von George Zimmerman, der für den Tod des schwarzen Trayvon Martin verantwortlich war, im Zuge dessen eine hitzige Rassismusdebatte entbrannte.

Das große "Roseanne"-Revival

Der Twitter-Account der bekennenden Trump-Anhängerin liest sich ohnehin hin und wieder als wäre Roseanne Barr psychisch nicht ganz auf der Höhe. Was da los ist, wissen wir nicht genau, aber krude, verwirrende, beleidigende und verschwörungstheoretische Tweets tauchen hin und wieder in ihrem Feed auf und werden kurz darauf wieder gelöscht. Vielleicht schafft es ja das "Roseanne"-Revival – im Frühjahr 2018 startete die zehnte Staffel auf ABC – wieder etwas mehr Ruhe in das Leben der berühmtesten Fernseh-Hausfrau zu bringen.