Starporträt

Ron Perlman

Ron Perlman ist einer der Charakterköpfe Hollywoods, als „Hellboy“ wurde er weltberühmt. Nicht nur sein Aussehen, auch seine Karriere ist außergewöhnlich.

Ron Perlman

  • Geboren , New York City, New York / USA
  • VornameRonald Francis
  • Name Perlman
  • Jahre69
  • Grösse 1.85 m
  • Partner Allison Dunbar (seit 2019 liiert); Opal Perlman (1981-2019)
  • Kinder Blake  (*1984); Brandon Avery  (*1990)

Biografie von Ron Perlman

Mit seinem markanten Gesicht, der unverwechselbaren tiefen Stimme und der hünenhaften Erscheinung gehört Ron Perlman zu den außergewöhnlichsten Schauspielern Hollywoods. Er hat neben Legenden wie Marlon Brando, Sean Connery und Sigourney Weaver gespielt und im Laufe seiner Karriere mehr als 50 Filme gedreht. Damit hat er sich eine treue Fangemeinde erarbeitet, blieb dem großen Publikum jedoch lange Zeit weitgehend unbekannt. Vielleicht auch deshalb, weil er häufig deformierte oder monsterhafte Charaktere spielt, die viel Make-Up und nicht selten Masken erfordern.

Kindheit in New York

Ron Perlman wuchs als Sohn eines Handwerkers und einer Gemeindeangestellten in New York auf. Seine Eltern waren beide europäisch-jüdischer Abstammung, wenn auch nicht unbedingt strenggläubig. Vor allem zu seinem Vater hatte er stets ein enges Verhältnis – er war es auch, der seinem Sohn riet, Schauspieler zu werden, nachdem er ihn in einer Collegeaufführung gesehen hatte. Also packte Perlman seine Sachen und ging nach Minnesota, um dort Theaterwissenschaften zu studieren.

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Wovon er total besessen ist

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Erste Schritte als Schauspieler

Nach seinem Abschluss 1973 kam Ron Perlman nach New York zurück, wo er zunächst versuchte, sich als Theaterschauspieler einen Namen zu machen. Doch obwohl er sogar am Broadway spielte, wollte sich der Erfolg nicht einstellen. Also orientierte er sich zunehmend hin zum Film. 1981 gab er sein Debüt als Steinzeitmensch in dem preisgekrönten Vorzeit-Roadmovie "Am Anfang war das Feuer" von Jean-Jacques Annaud. Vier Jahre später arbeiteten die beiden erneut zusammen – als buckeliger Mönch Salvatore in Annauds Klassiker "Der Name der Rose" bekam Perlman erneut sehr gute Kritiken. Trotzdem blieb auch hier der große Erfolg aus. Die nächsten Jahre hielt er sich vor allem mit kleinen Rollen in Fernsehen und Kino über Wasser, dachte aber immer wieder darüber nach, die Schauspielerei aufzugeben.

Der Durchbruch als Biest

Erst 1987 wurde er schlagartig einem großen Publikum bekannt, als er die Rolle des Vincent in der Fernsehserie "Die Schöne und das Biest" übernahm. An der Seite der bezaubernden Linda Hamilton spielte er drei Jahre lang den Löwenmenschen, der seinen endgültigen Durchbruch begründete. 1989 wurde er für seine Performance sogar mit dem Golden Globe ausgezeichnet. 1993 bekam er schließlich eine Rolle in Guillermo del Toros Debütfilm "Cronos" - die den Grundstein legte für die lebenslange Freundschaft zwischen dem Schauspieler und dem Regisseur und zu zahlreichen weiteren Kollaborationen führte. Ihre berühmteste Zusammenarbeit ist wohl die Comicverfilmung der "Hellboy"-Serie, in der Perlman den starken und sympathischen Titelhelden spielt.

Doch auch über seine Zeit als Hellboy schlüpfte Perlman gerne noch in die Rolle außergewöhnlicher Wesen, wie beispielsweise in "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, einem Spin-off der legendären "Harry Potter“-Reihe. Hier spielte Ron einen zwielichtigen Kobold im New York der 1920er Jahre.

Privates Glück führte ihn zum Erfolg

In seiner jahrzehntelangen Karriere hatte Ron Perlman Auftritte in mehr als 200 Filmen und Fernsehserien. Außerdem arbeitet er als Synchronsprecher für Animationsfilme und sogar Computerspiele, wie zum Beispiel für die Actionserien "Halo" oder "Fallout". Auch wenn er heute zu den erfolgreichsten Hollywoodschauspielern zählt, war der Weg dorthin nicht einfach und von vielen Rückschlägen gekennzeichnet. Halt gab ihm dabei stets seine Familie. Seit 1981 war er glücklich mit der Mode- und Schmuckdesignerin Opal Perlman verheiratet, gemeinsam haben die beiden zwei Kinder, Tochter Blake Amanda und Sohn Brandon Avery.

Das Ende einer langen Ehe

Nach 38 Jahren mit Opal an seiner Seite, gingen die beiden Ende 2019 getrennte Wege. Am 5. November reichte Ron die Scheidung ein. Geendet haben soll es ohne großes Drama oder Machtkämpfe. Als Grund für die Trennung wurde keiner genannt. Noch vor dem Ehe-Aus erschienen jedoch Fotos des Schauspielers, die ihn küssend mit einer Kollegin namens Allison Dunbar zeigten. Mit dieser wurde er im Dezember 2019 in einem gemeinsamen Urlaub in Mexiko gesichtet, während seine neue Flamme ihn mit Sonnencreme versorgte.

Ron Perlmans Filme (Auswahl)

  • Am Anfang war das Feuer (1981)
  • Der Name der Rose (1986)
  • Die Abenteuer von Huck Finn (1993)
  • Alien – Die Wiedergeburt (1997)
  • Blade II (2002)
  • Hellboy (2004)
  • Hellboy II (2008)
  • Drive (2011)
  • Pacific Rim (2013)
  • Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)
  • Asher (2018)