Starporträt

Romy Schneider

Auf der Leinwand verzauberte Romy Schneider die Zuschauer, doch privat hatte die Schauspielerin mit vielen Schicksalsschlägen zu kämpfen

Romy Schneider

  • Gestorben , Paris / Frankreich
  • Geboren , Wien / Österreich
  • VornameRosemarie Magdalena
  • Name Albach
  • Jahre81
  • Grösse 1.62 m
  • Partner Daniel Biasini (geschieden, 1975-1981); Harry Meyen (geschieden, 1966-1975); Alan Delon (1958-1963)
  • Kinder David Christopher  (*1966); Sarah Magdalena  (*1977)

Biografie von Romy Schneider

Mit ihrer Paraderolle der Kaiserin Elisabeth in der Sissi-Trilogie machte sich die Schauspielerin Romy Schneider zur unvergessenen Legende. Wir blicken zurück auf das erfolgreiche, aber auch tragische und viel zu kurze Leben der Schauspiellegende.

"Ich muss auf jeden Fall einmal eine Schauspielerin werden. Ja! Ich muss!"

Romy Schneider wurde 1938 als Rosemarie Magdalena Albach in Wien geboren. Das Schauspielgen trug das kleine Mädchen schon von Geburt an in sich: Ihre Eltern waren die Schauspieler Wolf Albach-Retty und Magda Schneider, ihre Vorfahren väterlicherseits gehörten der berühmten österreichischen Schauspielerdynastie Albach-Retty an.

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Schon während der Schulzeit stand für Romy Schneider fest, dass sie Schauspielerin werden möchte. Auf ihrem Mädcheninternat nahm sie an jeder erdenklichen Theateraufführung teil und liebte die Bühne. Als 14-jähriges Mädchen schrieb sie in ihr Tagebuch: "Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort Schauspielerin werden. Jedes Mal wenn ich einen schönen Film gesehen habe, sind meine ersten Gedanken nach der Vorstellung: Ich muss auf jeden Fall einmal eine Schauspielerin werden. Ja! Ich muss!".

Internationaler Erfolg als Sissi

Nachdem Romy Schneider die mittlere Reife erlangt hatte, ging sie nach Köln, um an der Kunstgewerbeschule zu studieren. Doch dazu kam es nicht – ihre erste Filmrolle durchquerte diese Pläne. In dem Heimatfilm "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" von 1953 sah man Romy Schneider zum allerersten Mal als Filmtochter ihrer Mutter vor der Kamera.

Ganz Deutschland war begeistert vom Talent der jungen Schauspielerin, weitere Filmrollen folgten, ehe 1955 der internationale Durchbruch das Leben von Romy Schneider auf den Kopf stellte. Romy Schneider verkörperte die Kaiserin Sissi in den gleichnamigen Filmen und war von nun an weit über die Landesgrenzen hinaus eine gefragte Schauspielerin.

Rückzug nach Paris

Der Trubel um ihre Person war Romy Schneider zu viel. Sie ging nach Paris, wollte Charakterrollen spielen und schaffte es sogar nach Hollywood (z.B. "Der Kardinal" von 1963). Doch ihr Privatleben schien nach der Trennung von Alan Delon, mit dem sie fünf Jahre lang zusammen war, eine düstere Wendung zu nehmen. Angeblich hatte sie erst aus der Presse erfahren, dass Delon eine neue Frau an seiner Seite hatte. Romy Schneider verkraftete die Trennung nicht und versuchte sich das Leben zu nehmen.

Tragische Schicksalsschläge

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland Mitte der 1960er Jahre schien es zunächst wieder bergauf zu gehen. Romy Schneider lernte den Regisseur Harry Meyen kennen und gab ihm 1966 das Ja-Wort. Ihr gemeinsamer Sohn David erblickte noch im selben Jahr das Licht der Welt. Doch die Ehe scheiterte und Romy Schneider flüchtete sich in den Alkohol und versuchte ihren Schmerz mit Medikamenten zu betäuben.

Auch die nächste Ehe mit ihrem Privatsekretär Daniel Biasini stand unter keinem guten Stern. Nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Sarah und sechs Ehejahren folgte die Scheidung. Und schon kam der nächste Schicksalsschlag im tragischen Leben von Romy Schneider. In einer Niere der Schauspielerin fand man einen gutartigen Tumor, woraufhin die Ärzte ihr die rechte Niere entfernten. Doch all das war nichts gegen das tragische Erlebnis, das Romy Schneider im Sommer 1981 ertragen musste. Ihr damals vierzehnjähriger Sohn David verstarb bei dem Versuch, über einen Zaun zu klettern.

Tod in Paris

In der Trauer um ihren geliebten Sohn und vom Schicksal gezeichnet drehte Romy Schneider 1981 ihren letzten Film "Die Spaziergängerin von Sans-Souci". Inzwischen hatte die Schauspielerin in dem Filmproduzenten Laurent Pétin zwar eine neue Liebe gefunden, doch nach allem, was ihr zugestoßen war, konnte sie sich mit dem Leben nicht mehr versöhnen. Am Morgen des 29. Mai 1982 fand ihr Lebensgefährte die leblose Romy Schneider an ihrem Schreibtisch in Paris.

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