Starporträt

Rafael Nadal

Rafael Nadal gilt als absolutes Ausnahmetalent im Tennis, vor dem fast kein Gegner sicher ist. Zumindest solange es hell ist

Rafael Nadal

  • Geboren , Manacor / Spanien
  • VornameRafael
  • Name Nadal Parera
  • Jahre32
  • Grösse 1.85 m

Biografie von Rafael Nadal

Blickt man in seine Familiengeschichte, kann man sich vorstellen, woher Parera seinen Ehrgeiz hat. Geboren auf Mallorca als Sohn des Unternehmers Sebastián und dessen Ehefrau Ana María Parera, entwickelte er schon als Kind ein großes Interesse für den Ballsport. Nicht ganz unschuldig daran waren auch seine Onkel, die in ihrer aktiven Zeit als Profisportler unterwegs waren. Einer von ihnen, Miguel Ángel Nadal, kickte im Profifußball für den großen FC Barcelona. Ein anderer Onkel, Antonio "Toni" Nadal Homar, war Tennistrainer und brachte den kleinen Rafael mit dem Sport in Berührung, der seine Karriere bestimmten würde.

Gerade einmal drei Jahre war er alt, als "Rafa" die ersten Tennisbälle übers Netz schlug. Ein sportliches Multitalent, dem weder im Tennis noch im Fußball jemand etwas vormachen konnte. Zumindest kein Gleichaltriger. Als er sich entscheiden musste, welchen Sport er professionell betreiben möchte, wählte er den Tennis.

Nadal, schau her! Der Rote Teufel

Los ging es zunächst mit den Junior-Meisterschaften. Doch schon schnell wechselte "Rafa" in die Profi-Liga und spielte seine ersten ATP-Turniere. Nadal, für seine Spielstärke auf dem Sandplatz bekannt, war lange Zeit die unangefochtene Nummer Eins und hält damit den Rekord der längsten Siegesserie auf dem roten Untergrund. Zwischen April 2005 und Mai 2007 gewann er auf Sand 81 Spiele in Folge - bis er im Endspiel des Hamburger Masters-Turniers gegen nur als Zweiter vom Platz gehen konnte. Gegen konnte er aber kurze Zeit später wieder im Hattrick bei den French Open triumphieren.

Mitte 2008 machte Rafael Nadal eine Knieverletzung so schwer zu schaffen, dass er die Folgeturniere absagen musste. Anfang 2009 schmetterte er seine Bälle wieder ungebremst weiter. Neunmal war er bei den weltberühmten French Open siegreich, zweimal in Wimbledon und bei den US-Open sowie einmal bei den Australian Open. Damit zählt er zu einer Riege von nur sieben Spielern, die jedes der vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen haben. Unter den Rekordhaltern befinden sich Spiel-Größen wie Roger Federer, , Roy Emerson und .

Rafael gewann zusätzlich achtmal in Folge das Masters-Turnier in Monte Carlo – was als weiterer Rekord für die meisten aufeinander folgenden Titel bei einem Turnier gilt. Von einigen Experten wird der erfolgreichste Sandplatzspieler der letzten Jahre sogar als der beste Spieler auf Sand in der Geschichte des Tennissports angesehen. Für seine herausragende Karriere wurde er Anfang 2011 zum Weltsportler des Jahres 2010 ausgezeichnet.

Privates bleibt privat. Meistens

Auch wenn Rafael auf dem Platz die wenigsten Gegner verschont, ist er doch auch noch ein kleines bisschen Kind geblieben. So verriet seine Mutter in einem Interview, dass ihr Rafael ein ziemlich sensibler Kerl ist, der Angst davor hat, im Dunkeln zu schlafen und lieber das Licht oder den Fernseher anlässt, wenn er ins Bett geht. Donner und Blitz sind offenbar auch nicht seine besten Freunde, waren sie auch als Kind noch nie gewesen.

Vielleicht hat Rafael Nadal mit seiner langjährigen Partnerin Maria Francisca Perello, die den Spitznamen "Xisca" trägt, auch gleichzeitig eine Beschützerin an seiner Seite, die ihm durch Dunkelheit, Blitz und Donner hilft. Da sich das Paar weitestgehend aus der Öffentlichkeit fernhält, können wir das aber nur mutmaßen.