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Starporträt Prinzessin Mako von Akishino

Die Japaner mögen ihre Kaiserfamilie und besonders Prinzessin Mako, Nichte von Kaiser Naruhito, war das beliebte und geschätzte Idol ihrer Generation. Doch ihre Heirat aus dem Kaiserhaus heraus stand unter keinem guten Stern.

Steckbrief

  • Vorname Mako
  • Name Komuro, geboren als von Akishino
  • geboren Tokio
  • Partner Kei Komuro (ab 2012, verheiratet seit 2021)

Biografie von Prinzessin Mako von Akishino

Um Nicht-Japanern zu vermitteln, welches Ansehen Prinzessin Mako in ihrer Heimat genießt, wird gerne der Vergleich zu Herzogin Catherine bemüht. Ähnlich beliebt und berühmt sind die beiden tatsächlich. Aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit. Denn die eine wurde als kaiserliche Prinzessin geboren und sich un-royal verliebt, die andere hat als Bürgerliche einen angehenden Thronerben geheiratet. Und das ist – vor allem für ihre jeweilige Zukunft – ein bedeutender Unterschied.

Prinzessin und Idol

Als Mako 1991 auf die Welt kam, war sie das allererste Enkelkind für Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko. Man war entzückt über ihre Geburt und ihr Heranwachsen, obwohl sie in der Thronfolge als Mädchen nie eine Rolle spielen würde. 

Die erstgeborene Tochter von Prinz Fumihito und Prinzessin Kiko stand immer im Rampenlicht und entwickelte sich, je älter sie wurde, zu einem richtigen Idol ihrer Generation. Eines, das sich nie einen Fehltritt oder eine Unbedachtheit leistete.

Bilderbuch Karriere

Absolut vorbildlich verlief ihre schulische und universitäre Laufbahn: Nach ihrem Abschluss an der noblen Gakushūin-Schule in Tokio begann Mako ihr Studium. An der internationalen Uni von Tokio machte sie 2014 ihren Bachelor in Kunst und Kulturerbe. Unmittelbar danach hatte es geheißen, die Prinzessin wolle sich nun auf ihre Repräsentationspflichten konzentrieren. Doch hinter den Kulissen wurde ein anderer Plan eingefädelt.

Undercover in England

Die Kaiserenkeltochter zog, ohne Ankündigung und offizielle Erklärungen des Hofamtes, 2014 nach Leicester in England, um ihren Master in Museumswissenschaft zu machen. Dort lebte sie rund ein Jahr lang völlig anonym wie jeder andere Student im Wohnheim, besuchte Vorlesungen und absolvierte Kurse im Museum. Ganz ohne Presse- und Palastbegleitung oder die sonst gewohnte Dauerbeobachtung. Obwohl einige Landsleute die prominente Kommilitonin erkannten, blieb ihr Geheimnis gewahrt, bis sie den Abschluss in der Tasche hatte.

Danach wurde ihr Leben und jeder ihrer Schritte wieder offiziell: Prinzessin Mako wurde 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitäts-Museum in Tokio und nahm dort am Doktorantenprogramm teil.

Eine royale Romanze mit Folgen

Ebenso offiziell wurde die Verlobung der Kaisernichte mit Kei Komuro, ihrem langjährigen Freund aus Studienzeiten im Herbst 2017. Bei gemeinsamen Kursen an der internationalen Uni in Tokio waren sich die beiden nähergekommen und – ganz diskret – ein Paar geworden.

In die Vorfreude auf die Hochzeit, die am 4. November 2018 stattfinden sollte, mischten sich jedoch besorgte Stimmen. Sie erinnerten daran, dass dadurch die Zahl der aktiven Royals weiter schrumpfen würde. So sieht es das Gesetz in Japan vor: Wenn Prinzessinnen Bürgerliche heiraten, verlieren sie ihren Titel und die Zugehörigkeit zum Kaiserhaus.

Makos erzwungener Rückzug aus dem royalen Leben würde schwer wiegen. Sie übernahm viele offizielle Aufgaben und Repräsentationstermine im In- und Ausland. Seit dem Thronwechsel sogar noch mehr als vorher, weil sie ein Teil der Verpflichtungen ihrer Eltern übertragen bekam. Ersatz für sie war kaum in Sicht.

Verliebt, verlobt und nicht verheiratet

Eigentlich hatte man in der Kronprinzen-Tochter und ihrem Langzeitfreund ein Traumpaar gesehen. Bei ihrer Verlobungs-Pressekonferenz hatten sie sich wohlüberlegt zu ihren Zukunftsplänen geäußert. Und doch hielt sie etwas vom Heiraten ab!

Monate nachdem der geplante Termin verstrichen war, ließ die Braut in spe mitteilen, man sei das Ganze überstürzt angegangen. Die Zeit für die nötigen Vorbereitungen fehle, weshalb die Hochzeit auf 2020 verschoben werde. Etwaige Hindernisse, darunter finanzielle Ungereimtheiten in der Familie des Bräutigams und der aufwendige Thronwechsel, waren vorüber. In einer Pressekonferenz im November appellierte sogar Kronprinz Fumihito an seine Tochter, sie solle sich endlich zu ihren Plänen äußern. Öffentlich. Was war da los? Die japanische Klatschpresse kochte heiß, die Stimmung hinsichtlich des jungen Paares kippte. Kei Komuro, der 2018 als Anwalt in die USA übergesiedelt hatte, kam tatsächlich erst im Herbst 2021 nach Japan zurück.

2021: Hochzeit und Umzug nach New York

Und feierte Hochzeit mit seiner Mako. Ohne Prunk, ohne die üblichen Zeremonien des Hofes. Auch auf die ihr eigentlich zustehende großzügige Mitgift der reichen Kaiserfamilie verzichtete die Ex-Prinzessin Mako Komuro, das hatte sie schon im Vorfeld betont. Zu gehässig die Gerüchte, sie wolle die nutzen, um die Schulden der Familie ihres Mannes zu tilgen. Mako litt sehr unter der ungewohnten negativen Berichterstattung, sie entwickelte eine posttraumatische Belastungsstörung.

Zusammen traten Kei und Mako Komuro eine Quasi-Flucht aus ihrem Heimatland an. Am 14. November 2021 begann das neue Leben im New Yorker Exil. Dort sollen beide ein luxuriöses Ein-Zimmer-Apartments im New Yorker Viertel Hell's Kitchen bezogen haben. Die frühere Prinzessin muss nun ihre Lebensmittel selbst besorgen und sonstige ganz normale Erledigungen eigenständig tätigen.

Sie und Kei, der dort in einer Anwaltskanzlei arbeitet, wurden bereits mehrfach auf New Yorks Straßen gesichtet. Seit Beginn ihres neuen Lebens scheint sich auch Makos Stil verändert zu haben. Die altbackenen Kostüme und strengen Frisuren hat sie gegen lässige Jeans, Boots, coole Mäntel und offene Haare getauscht.

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