Starporträt

Prinzessin Madeleine

Von der "schönsten Prinzessin Europas" zur traurigsten Prinzessin - Madeleines heile Welt zerbrach im Jahr 2010 vor den Augen der Welt. Doch die Schwedin hat sich eine neue Welt geschaffen und dabei starke Seiten an sich entdeckt

Prinzessin Madeleine

  • Geboren , Schweden/ Stockholm/ Schloss Drottningholm
  • VornameMadeleine Thérèse Amelie Josephine
  • Name Bernadotte
  • Jahre36
  • Grösse 1.7 m
  • Partner Chris O'Neill (seit 2011, verheiratet seit 2013); Jonas Bergström (2009 verlobt)
  • Kinder Leonore  (*2014); Nicolas  (*2015); Adrienne  (*2018)

Biografie von Prinzessin Madeleine

"Die schönste Prinzessin Europas" – es gibt vermutlich keine Zeile, die über , das Nesthäkchen der schwedischen Königsfamilie, häufiger geschrieben wurde. Sie schien so abonniert auf die Rolle des Sonnenscheins mit Spaß am Skifahren, Feiern und Shoppen, dass man "Madde" für das lebendig gewordene Klischee eines ganz niedlichen, aber auch irgendwie banalen Prinzesschens halten konnte. Haben viele auch. Sogar unter Adelsfans hatte der Blondschopf Neider und Kritiker. 

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Die Verlobung mit Jonas Bergström

Als Prinzessin Madeleine dann im Juni 2009 von einem gut aussehenden Juristen aus guter schwedischer Familie einen Verlobungsring angesteckt bekam, als sie das im August 2009 strahlend öffentlich machte, da war sie endgültig Symbol für jemanden, der offenbar immer auf der Sonnenseite des Lebens steht – schon seit dem Sommer im Jahr 1982, als sie als drittes Kind von König und zur Welt kam.

Die ältere Schwester Victoria kämpfte mit der Thronfolgerrolle, Magersucht und einer Lese- Rechtschreibschwäche. Der Bruder kämpfte irgendwie auch damit, dass er mal kurz Thronfolger war, dann aber wegen einer Verfassungsänderung nicht mehr. Nur Madeleine, die kämpfte höchstens mit ihrer Kreditkarte, schien es.

Der Betrug, die Entlobung, die Flucht

Wie erschütternder also, als dann plötzlich das Kartenschloss mit Rumms und Riesenrauschen in sich zusammenfiel: Als die Prinzessin quasi vor den Augen der Welt von ihrem langjährigen Freund betrogen wurde, zumindest kam die Geschichte, die eine Affäre aus Norwegen erzählte, durch alle Zeitungen bei der Prinzessin an. Das war im April 2010, näheres zur Hochzeit war noch nicht geplant worden, weil im Juni erst noch die Vermählung von Madeleines Schwester Victoria anstand.

Einige Tage lang bemühte sich der Hof noch um Ruhe und eine Atempause für Madeleine. Doch nach vier Tagen war offiziell: Die Verlobung wird gelöst, das Paar trennt sich. Ein schwerer Schritt für den Palast - die Monarchien mit ihrer Symbolik von Kontinuität und Stabilität tun sich schwer mit allen einmal veröffentlichten Beziehungen, die auseinandergehen. Eine Katastrophe für die kleine Prinzessin, die in Schweden keine ruhige Minute mehr hatte und ins große, anonymere New York flüchtete. 

Fashion-Looks

Der Style von Prinzessin Madeleine

Hier blüht Madeleine so richtig auf! Im schwarz-floralen Abendkleid präsentiert sich die gut gelaunte Prinzessin bei der ThankYou-Gala der World Childhood Foundation in New York.
Im Style-Duell mit Mama Silvia? Nicht doch! Madeleine und die Königin bezaubern in New York auf ihre ganz eigene Weise mit unterschiedlichen Blumen-Looks.
Schon am Nachmittag ließen sich Prinzessin Madeleine und Königin Silvia bei der UN-Konferenz gegen Gewalt gegen Kinder fotografieren. Madeleine zeigt sich hierbei eher farblich zurückhaltend im schwarz-weißen Wollkleid von Rebecca Taylor. Luxus muss schließlich trotzdem sein, dafür sorgen auch noch ihre Balenciaga-Tasche und die Riemchen-Pumps von Chloé
Mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht und ihrem Ehemann am Arm erscheint Prinzessin Madeleine zu den Feierlichkeiten anlässlich des 41. Geburtstags von Prinzessin Victoria. Sie trägt ein leicht durchsichtiges Kleid mit Rüschen und kleinem Blumenmuster. 

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Ein neues Leben in New York

Aus den zunächst geplanten zwei Wochen wurden Jahre, Madeleine stieg tiefer als zuvor in die im Big Apple ansässige Stiftung ihrer Mutter, „"World Childhood Foundation" ein und im Rahmen dessen auch langsam wieder an die Öffentlichkeit. Ihre Haare wurden dunkler, ihre Hüften etwas breiter und ihr Lächeln wieder glücklich. Das lag auch daran, dass sie in New York letztlich einen neuen Mann kennenlernte: , halb Brite, halb Amerikaner, Society-gewohnt, irgendwie geldadelig.

Der ist zwar kein Vorzeigeschwiegersohn wie der letzte – er lächelte wenig, wollte mehr Privatsphäre und machte dann auch noch gewinnsüchtige Finanzgeschäfte. Schweden tat sich erstmal schwer mit dem Neuen an Madeleines Seite. Doch er blieb und machte der Prinzessin aus Europa im November 2012 dann sogar einen Antrag.

Hochzeit am 8. Juni 2013 - und ruckzuck zwei Kinder

Am 8. Juni 2013 war Hochzeit in Schweden. Dem Land, in dem Madeleine nach der Jubelhochzeit erstmal nur eine Gastrolle spielte. Und das, obwohl sich blitzschnell ein Hochzeitsnachtbaby ankündigte. Die Schweden konnten kaum verstehen, wieso die Schwedenprinzessin weiter in New York blieb, sogar ihre Tochter im Big Apple zur Welt brachte statt im heimischen Stockholm. Doch Klein- ist nun auch US-Amerikanerin und das Volk gewöhnte sich daran. 

Look-o-Mat

Prinzessin Madeleine von Schweden

Look-o-Mat: Prinzessin Madeleine von Schweden
©Gala


Und freute sich umso mehr, dass die Kleinfamilie im Dezember 2014 erst verkündete,  Baby Nummer zwei sei unterwegs. Und dass es für Madde und Familie dann nach Schweden ging. Prinzessin Madeleine, Chris und Leonore zogen übergangsweise in ihre alte, wenn auch aufwändig umgebaute und vergrößerte Fünfzimmer-Wohnung. Passt besser zu einer Familie als das loftige Zweizimmerstudio in New York. Leonore hatte so die Chance, ihre ersten Worte - sie ist eineinhalb Jahre alt - vielleicht sogar auf Schwedisch zu sprechen, hier in der Nähe von Oma und Opa König und ihrer Cousine, .

Die Familie lässt sich in London nieder

Dass das Kosmopolitenpaar aber nur übergangsweise in Schweden bleiben wollte, das traf die Royalfans unter den Bürgern. Nach einem halben Jahr wurde Stockholm zu eng, kurz nach der Geburt ihres Sohnes, Paul Gustaf, ging es weiter nach London. "Es ist nie geplant gewesen, langfristig in Schweden zu bleiben", versicherte Chris O'Neill, der Buhmann in der Geschichte, dann im Juli 2015 in einer großen schwedischen Zeitung und rechtfertigt sich mit seinem Job in London.

Doch nicht nur das lockt: In London lebt nämlich Chris' Familie, und Madde studierte dort, gerne, hört man. Na dann: Royales Kommen und Gehen ist man in der britischen Hauptstadt ja gewohnt.

Was ändert das dritte Kind?

Im August 2017 verkündete der schwedische Hof erneut eine freudige Botschaft, die von der Prinzessin auf Facebook bestätigt wurde: "Chris und ich sind überglücklich, verkünden zu können, dass ich wieder schwanger bin. Wir freuen uns darauf, bald zu fünft zu sein." Am 9. März kam eine weitere Tochter zur Welt - in Stockholm, auf Madeleines ausdrücklichen Wunsch hin. Sie hatte schon die zwei Wochen vor der Geburt in Schweden zwischen Freundinnen und Familie verbracht. Ob mit dem neuen Familienzuwachs wohl auch wieder ein Umzug ansteht?

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