Starporträt

Prinzessin Cristina

Prinzessin Cristina von Spanien hatte alles: Familiären Zusammenhalt, eine offizielle Rolle im Königshaus und hohes Ansehen. Dann erschütterte ein Skandal alles.

Prinzessin Cristina

  • Geboren , Madrid/ Spanien
  • VornameCristina Federica Victoria Antonia
  • Name de Borbón y Grecia
  • Jahre54
  • Grösse -
  • Partner Iñaki Urdangarin (verheiratet seit 1997)
  • Kinder Juan Valentín de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (*1999); Pablo Nicolás Sebastian de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (*2000); Miguel de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (*2002); Irene de Todos los Santos Urdangarin y de Borbón (*2005)

Biografie von Prinzessin Cristina

Fast 40 Jahre lang konnte Prinzessin Cristina (fast) nichts falschmachen: Sie war die erste Infantin ihrer Familie, die ein Universitätsstudium abschloss. 1990 machte sie ihren Master in Amerika und hospitierte bei der UNESCO. Die Karriere toppte sie noch mit Erfolgen im Segelsport und einer Olympiateilnahme 1988.

In dem spanischen Handball-Star Iñaki Urdangarin fand sie ihre große Liebe. Die beiden lernten sich, wie sollte es anders sein, 1996 bei den olympischen Sommerspielen von Atlanta auf einer Party kennen. Der großgewachsene Sportler beeindruckte die Prinzessin durch seine Bodenständigkeit. Sein gutes Aussehen soll sie erst auf den zweiten Blick angesprochen haben …

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Cristina und Inaki waren die neuen Aushängeschilder der Monarchie

Mit einer fulminanten Hochzeit besiegelten die beiden 1997 ihre Liebe: 800 Gäste feierten auf der Pre-Wedding-Party, 1500 kamen in der Kathedrale von Barcelona, 20 000 jubelten dem Paar davor zu. Einen märchenhafteren Einstieg ins Eheglück konnte es kaum geben!

Inaki Urdangarin, Prinzessin Cristina (2004)

Inaki Urdangarin + Cristina von Spanien

Es war einmal ... ein Glamour-Paar

Prinzessin Cristina und ihr Ehemann, die seit ihrer Trauung Herzogin und Herzog von Palma waren, entwickelten sich zu royalen Society-Lieblingen. Ihre Verbindung brachte frischen Wind fürs Königshaus, das junge Aushängeschilder gebrauchen konnte. Eine Rolle, die die beiden gerne und über einige Jahre glänzend ausfüllten. Die vier Kinder Juan Valentin, Pablo, Miguel und Irene krönten ihr Familienglück. 

Seine sportliche Laufbahn hatte Iñaki Urdangarin 2000 beendet und betätigte sich als Geschäftsmann. Sehr erfolgreich, wie es anhand des luxuriösen Lebensstils schien. Ab 2009 lebten die Familie in den USA, wo der königliche Schwiegersohn für einen Telefonkonzern arbeitete.

Ein Skandal mit Folgen

Beim unbeschwerten Leben wäre es geblieben, wenn der gebürtige Baske und ein Geschäftspartner nicht ins Visier der Justiz geraten wären. Der Verdacht lautete auf Veruntreuung von Steuergeldern und Betrug. Mit Hilfe ihrer Stiftung „Noos“ sollten die beiden Gelder in Millionenhöhe unterschlagen haben. 

Bis dahin war der ehemalige Nationalhandballer überaus beliebt gewesen. Als 2011 der Skandal hochkochte und schließlich der Prozess begann, bezeichnete ihn manche Zeitung gar als „meistgehassten Spanier“. Fatalerweise färbte sein negatives Image ab. Erst auf seine Ehefrau, dann auf die königliche Familie insgesamt. 

König Juan Carlos versuchte sich in Schadensbegrenzung: Die Urdangarins wurden vom royalen Kalender gestrichen. Bei offiziellen Terminen waren sie nicht mehr erwünscht. „Die verstoßene Prinzessin“, so lautete nur eine der Schlagzeilen, die in dieser Zeit geschrieben wurde.

Cristinas Bruder, der 2014 als Felipe VI. auf den Thron kam, blieb bei dieser distanzierten Haltung. Er entzog Schwester und Schwager sogar den Herzogstitel. 

Angeklagt im Prozess

Im Laufe des „Noos“-Prozesses musste sich auch Prinzessin Cristina vor Gericht verantworten, was ein absolutes Novum darstellte. Noch nie war ein Mitglied des Königshauses vernommen oder gar angeklagt worden. Sie beteuerte ihre Unschuld und dass sie geschäftliche Details nie gekannt habe. Sie kam mit einer Geldstrafe davon. Iñaki Urdangarin aber wurde zu einer mehr als fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, die er seit Sommer 2018 im Gefängnis von Brieva nordwestlich von Madrid verbüßt.

Zwangsläufige Distanz

Damit entstand eine räumliche Distanz beim einstigen Glamourpaar. Während Iñaki in Spanien einsitzt, lebt Cristina mit den Kindern weiter in der gemeinsamen Wohnung in der Schweiz. Hier arbeitet sie – nach einer prozessbedingten Pause – seit 2013 für die Kulturstiftung der Bank „La Caixa" und als Beraterin für die Stiftung des Aga Khan

Iñaki Urdangarín kommt hinter Gitter

Was passiert mit Prinzessin Cristina und den vier Kindern?

Prinzessin Cristina mit Ehemann Inaki Urdangarin und ihren Kindern Pablo Nicolas, Juan Valentin, Miguel und Irene, 2006.

Eine Trennung oder gar Scheidung von ihrem Ehemann sei nicht geplant, ließ sie – nach entsprechenden Schlagzeilen – vermelden. Diese Haltung stößt auf Unverständnis in Spanien, genauso wie auf Mitleid. „Wie kann man so blind sein?“, wurde nicht nur einmal offen gefragt. Einige Königshausexperten meinen, die Infantin sei so verliebt wie bei ihrer Hochzeit und verschließe vor allem Negativen absichtlich die Augen. Andere spekulieren weiter über ein (heimliches) Ehe-Aus.

Prinzessin Cristina konnte sich ihrer königlichen Familie 2019 wieder zaghaft annähern. Nach Jahren der Distanz war das sicherlich ein kleiner Schritt zurück zur Vor-Skandal-Normalität. 

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