Starporträt

Prinzessin Alexandra, Lady Ogilvy

Prinzessin Alexandra, Cousine von Queen Elizabeth, kann auf mehr als 60 Jahre im Dienst der königlichen Familienfirma zurückblicken. Jahrzehnte vor Diana, Catherine und Meghan war sie nicht nur überaus engagiert und beliebt. Sie brachte auch eine gehörige Portion Glamour mit

Prinzessin Alexandra, Lady Ogilvy

  • Geboren , London, England / UK
  • VornameAlexandra Helen Elizabeth Olga Christabel
  • Name Ogilvy
  • Jahre82
  • Grösse -
  • Partner Angus Ogilvy (verheiratet seit April 1963 bis zu Angus' Tod 2004)
  • Kinder James Ogilvy (*1963); Marina Ogilvy (*1966)

Biografie von Prinzessin Alexandra, Lady Ogilvy

Zugegeben, die Zeiten, in denen die großgewachsene Prinzessin Alexandra auf dem roten Teppichen Aufsehen erregte, liegen Jahrzehnte zurück. Mit über 80 Jahren ist sie zwar nach wie vor eine elegante Erscheinung. Nur erregen die jüngeren Windsors mehr Aufmerksamkeit.

Als Anfang 2019 aber durchsickerte, die 82-Jährige wolle sich von ihren royalen Engagements zurückziehen, wurde die britische Presse aufmerksam. 

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Royale Ahnentafel

Die Prinzessin, deren Vielleicht-Rückzug für Schlagzeilen sorgte, ist die Cousine von Queen Elizabeth. Ihre Väter, Prinz George und König George VI., waren Brüder. Alexandras Mutter Marina stammte aus dem griechischen Königshaus, was – über die Verbindung nach Dänemark – eine riesige royale Verwandtschaft brachte. 

Prinz George starb 1942 bei einem Flugzeugabsturz in Schottland. Seine Frau Marina blieb mit den drei Kindern Edward, Alexandra und Michael zurück. Als erste königliche Prinzessin wurde die Tochter nicht zu Hause unterrichtet: 1947 kam Alexandra auf ein Mädcheninternat und ging danach nach Paris, wo sie Französisch und Musik studierte.

Die fast bürgerliche Familie

Auf einem Ball soll sie 1955 Angus Ogilvy kennengelernt haben. Vielleicht waren sie sich schon früher einmal über den Weg gelaufen, denn die Familie des Grafensohnes bekleidete diverse Posten bei Hofe. Wann genau die Romanze begann, wurde nie bekannt. Sieben Jahre nach dem vermuteten Kennenlernen wurde ihre Verlobung bekanntgeben und im April 1963 gaben sich die Alexandra und Angus in der Westminster Abbey mit einem royalem Großaufgebot unter den Gästen das Jawort. 

Die Queen bot Angus Ogilvy nach der Hochzeit einen Grafentitel an, was er zur allgemeinen Überraschung jedoch ablehnte. Er wollte weiter seinen Geschäften nachgehen und ein ungeadelter Prinzessinnen-Ehemann sein. 

Die Familie blieb in vielem (fast) bürgerlich: Sie hätten ein Apartment in einem der Paläste haben können, stattdessen mieteten die Ogilvys sich aber das Anwesen „Thatched House Lodge“ in Richmond. Hier wuchsen auch die Kinder James und Marina auf.  Als Angus Ogilvy 2004 an den Folgen einer Krebserkrankung starb, behielt seine Witwe das Haus sowie ihre (Arbeits-)Räume im St.-James-Palast in London.

Die Ogilvys und die kleinen Verfehlungen

Während sich die Enkeltochter von König George V. nie einen nennenswerten Ausrutscher leistete, war ihre Familie für manchen Aufreger gut. Ehemann Angus Ogilvy wurde in den 1970ern in den sogenannten Lonrho-Skandal verwickelt, in dem es um Sanktionsbruch ging. Der später rehabilitierte Londoner zog sich aus dem Geschäftsleben weitestgehend zurück. Er widmete sich wohltätigen Dingen, unterstützte seine Frau und fungierte zeitweilig als Berater der Queen.

Der Name Ogilvy landete durch Tochter Marina ebenfalls in den Schlagzeilen: Sie rebellierte als junge Erwachsene mit Fotos in einem Fetisch-Magazin und verkaufte mehrfach Details aus ihrem Privatleben an Boulevardmedien. Zuletzt war es der Sorgerechtsstreit um die beiden Kinder mit ihrem Ex-Mann, der für Furore sorgte. 

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Über 60 Jahre im Dienst der Krone

Prinzessin Alexandra wurde in den 1950er Jahren Vollzeit-Royal - auf Wunsch von Queen Elizabeth II., die weibliche Unterstützung bei Repräsentationsaufgaben suchte.  Die einzige Tochter von Prinz George ist also seit über 60 Jahren Teil der windsorschen Familienfirma. Sie war (oder ist) Schirmherrin oder Präsidentin von rund 100 Organisationen, wobei sie sich auf Kultur-, Medizin- und Wohlfahrtsthemen konzentriert hat.

Royale Touren führten sie von Kanada, über Australien, den Oman und bis nach Nigeria.  Die Zahl ihrer jährlichen Engagements lag über Jahrzehnte im dreistelligen Bereich, weshalb man sie sogar als „effizienteste arbeitende Prinzessin der Welt“ bezeichnete. Ab 2013 war sie bereits weniger aktiv als zuvor. 2017 zwangen sie gesundheitliche Probleme zur weiteren Einschränkung ihrer Termine.

Rückzug in den royalen Ruhestand?

„Für lange Zeit war sie das royale Pin-Up, noch vor den Glamourtagen von Diana und jetzt Meghan,“ zitiert „Express.co.uk“ den Autoren Christopher Wilson. Und weil die jungen Royals nicht nur den Glamourpart übernehmen, sondern auch die einen oder anderen termine in der Öffentlichkeit, kann sich die Ü70- und Ü80-Generation, die Kents und Gloucesters, aus dem königlichen Tagesgeschäft tatsächlich etwas zurückziehen. 

Aber ganz in den Ruhestand verabschieden? Prinzessin Alexandra will als „Arbeitsroyal“ weitermachen. Entsprechende Berichte über ihren geplanten Rückzug ließ sie Anfang 2019 dementieren. IHre Fans finden: Welch ein Glück!

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