Starporträt

Prinz Joachim

Prinz Joachim ist der zweite Sohn von Königin Margrethe, der Nicht-Kronprinz. Als bäuerlicher Schlossbesitzer war er so wenig erfolgreich wie mit seiner ersten Ehe. Im zweiten Anlauf läuft es jetzt besser, beruflich mit einer Position beim Militär und privat mit Prinzessin Marie.

Prinz Joachim

  • Geboren , Kopenhagen
  • VornameJoachim Holger Waldemar Christian
  • Name zu Dänemark
  • Jahre53
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Prinzessin Marie (verh. seit 24. Mai 2008); Alexandra Gräfin von Frederiksborg (geb. Manley) (1955-2005)
  • Kinder Prinz Nikolai  (*1999); Prinz Felix  (*2002); Prinz Henrik  (*2009); Prinzessin Athena  (*2012)

Biografie von Prinz Joachim

Das Dilemma des Zweitgeborenen kennt Prinz Joachim genauso wie Prinz Harry. Nur gibt es für die Mitglieder der königlichen Familie in Dänemark weniger zu tun als in Großbritannien. Die Zahl der dänischen Royals, die Vollzeit für die Krone arbeiten und dafür eine Apanage erhalten, ist gering. Joachim brauchte also eine berufliche Perspektive, um seinen Lebensunterhalt verdienen zu können.

Das Schicksal des Zweitgeborenen

Prinz Joachim ist nur knapp ein Jahr jünger als sein Bruder Prinz Frederik. Ob sie sich durch diese altersmäßige Nähe und nahezu identische Erfahrungen in der Kindheit besonders gut verstehen oder gar zu Rivalen wurden, darüber wird immer wieder spekuliert. Etwas unterscheidet die beiden in jedem Fall: Als Kronprinz war Frederik immer die Nummer 1 hinter seiner Mutter, Joachim "nur" der Ersatzmann für den Thron.

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Der jüngere Königinnensohn besuchte die Krebs-Schule in Kopenhagen und das „École des Roches“ in der Normandie. Bei diesem Auslandsschuljahr hatte wohl sein Vater Prinz Henrik, der selbst aus Frankreich stammte, gehörig mitgeredet. Seine Gymnasialzeit beendete Joachim in Kopenhagen mit dem Abitur. Es folgte ein Farmaufenthalt in Australien und die Ausbildung auf der dänischen Landwirtschaftsschule und - zur Abrundung der Managementerfahrungen – eine zweijährige Anstellung bei einer dänischen Reederei mit internationalen Niederlassungen.

Der Plan war, dass Joachim das jütländische Gut Schackenborg, das sich im Besitz der Krone befand, als Agrarökonom leiten sollte. Das nötige Handwerkszeug dafür hatte er erhalten, es fehlte noch eine Prinzessin für Schackenborgs Barockschloss.

Verliebt und verlobt im Eiltempo

Beide Königinnensöhne hatten in ihrer Jugendzeit gerne das Kopenhagener Nachleben unsicher gemacht und waren mit jungen Damen gesichtet worden, die man sich als Mitglied der königlichen Familie lieber nicht vorstellen wollte. Glücklicherweise wurde es mit keiner ernst, noch nicht.

Prinz Joachim arbeitete in Hongkong, als er bei einem privaten Dinner im Januar 1994 die fünf Jahre ältere Alexandra Manley, die zu dieser Zeit als Börsenmaklerin arbeitete, kennenlernte. Mit einer chinesischen Großmutter und einer österreichischen Mutter war sie eine echte Kosmopolitin mit hervorragender Bildung – und damit absolut prinzessinnentauglich.

Die Beziehung zwischen dem Zweitgeborenen von Königin Margrethe und der Hongkongerin verlief heimlich und im Eiltempo: Im Mai 1995 wurde, zur Überraschung der dänischen Bevölkerung, die ahnungslos über die Liaison gewesen waren, die Verlobung bekanntgeben. Im November desselben Jahres gab sich das Paar das Jawort auf Schloss Frederiksborg. Als Hochzeitsgeschenk bekamen die beiden Gut Schackenborg samt Schloss übereignet. Das Volk hatte etliche Millionen gespendet, um die Residenz standesgemäß herrichten zu lassen.

Einige Jahre sah es so aus, als wenn der royale Landwirt privat und beruflich auf der Erfolgswelle schwamm. Ehefrau Alexandra wurde zu einem der beliebtesten Mitglieder der königlichen Familie und erledigte ihre royalen Aufgaben mit Hingabe. Die Geburt der Söhne Prinz Nikolai und Prinz Felix schien das Glück des Paares perfekt zu machen.

Lange hielt die Idylle von Schackenborg jedoch nicht: Zunächst fiel auf, dass man Alexandra und Joachim immer seltener gemeinsam sah. Und mehr noch, der zweifache Vater benahm sich für den Geschmack der Untertanen zu oft wie ein ungebundener Junggeselle, der im Nachtleben untertauchte. Hinzu kamen Schlagzeilen über rote Zahlen seines Gutsbetriebs.

Tatsächlich war die prinzliche Ehe weniger als zehn Jahre nach der Hochzeit am Ende: 2004 kam die offizielle Bestätigung der Trennung, ein Jahr später wurde die Scheidung rechtskräftig. Aus Prinzessin Alexandra wurde eine Gräfin, mit ihrem Ex-Mann teilte sie sich das Sorgerecht für die beiden Söhne.

Privates Glück im zweiten Anlauf

Prinz Joachim hatte 2002 bei einer privaten Jagd die Französin Marie Cavallier kennengelernt. Drei Jahre später wurden sie ein Paar. Vielleicht rechneten die Dänen damit, dass der geschiedene Royal erneut eine Blitzbeziehung samt Hochzeit hinlegen würde. Doch diesmal ließ er es langsamer angehen: Erst 2007 macht er Marie bei einem gemeinsamen Urlaub in der Türkei einen Antrag. Ein Jahr später gaben sich die beiden in Møgeltønder das Jawort.

Seit der Geburt ihrer gemeinsamen Kinder Prinz Henrik und Prinzessin Athena zelebriert das Prinzenpaar sein Familienglück im Patchworking – und das offenbar sehr erfolgreich. Die Söhne aus erster Ehe sehen ihren Vater regelmäßig. Ihre Besuche sind seit 2014 leichter, weil Joachim, Marie und die Kinder von Schloss Schackenborg in eine schmucke Villa in Kopenhagen zogen und damit in die Nähe von Felix und Nikolai.

Mit diesem Umzug endete gleichzeitig das Kapitel des Prinzen als Landwirt. Nach vielen nicht erfolgreichen Jahren gab er sein von Schulden belastetes Landgut ab. "Se og Hør" sagte Joachim, den Verkauf empfinde er als persönliche Niederlage, weil er die negativen Tendenzen nicht zum Positiven haben wenden können.

Zweite Karriere beim Militär

Zunächst hieß es, der vierfache Vater wolle keinen zivilen Beruf ausüben und sich gänzlich den royalen Aufgaben widmen. Das tat er auch, er besann sich gleichzeitig aber auf seine Verbindung zum Militär und seine dortige Ausbildung. Er hatte im Leibregiment der Königin gedient, war Chef eines Panzergeschwaders gewesen und später Leiter einer Gruppe von Verbindungsoffizieren. Insofern lag es wohl nahe, sich in diesem Bereich zu betätigen.

Auf persönliche Einladung des französischen Verteidigungsministers geht der Oberst der Reserve im September 2019 zum militärischen Management-Training nach Frankreich – mit Prinzessin Marie und den gemeinsamen Kindern.

Wie der Hof mitteilte, sei diese Weiterbildung eine Ergänzung zu Prinz Joachims aktueller Arbeit bei den Streitkräften in Dänemark. Und er ist der erste dänische Offizier, der an diesem Kurs teilnehmen kann. Hier ist er also die Nummer 1 und nicht nur der Ersatzmann.

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