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Starporträt Prinz Harry

Aus Prinz Harry, dem Wilden, war ein engagierter Prinz im Dienste der Familie Windsor geworden. Lausbübische Sätze und Lachfältchen zeichneten ihn aus. Ein echter Traumprinz, finden viele. Aber einer, der 2018 unter die Haube kam, glücklicher Ehemann an der Seite seiner Meghan ist und der Prinzenrolle dabei entwuchs

Steckbrief

  • Vorname Henry Charles Albert David
  • Name Mountbatten-Windsor
  • Titel Duke of Sussex, Earl of Dumbarton, Baron Kilkeel
  • geboren 15.09.1984, UK / England / London
  • Sternzeichen Jungfrau
  • Jahre 36
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Herzogin Meghan (seit 2016, verheiratet seit 2018) Cressida Bonas (2012-2014) Chelsy Davy (2004-2011)
  • Kinder Archie Harrison Mountbatten-Windsor (*2019) Lilibet Diana Mountbatten-Windsor (*2021)

Biografie von Prinz Harry

Prinz Harry ist der Prinz mit den vielen Spitznamen: Zweitgeborener, Party-Prinz, "Dirty Harry", "Robbie Williams des Adels" und begehrtester royaler Junggeselle … die Liste ist lang. Dass er nur der zweitgeborene Sohn von Prinz Charles und Prinzessin Diana ist, hatte den größten Einfluss auf sein Leben. Während sein großer Bruder Prinz William einmal den Thron erben wird, musste sich Harry sowohl beruflich als auch für seine Rolle in der königlichen Familie eine eigene Perspektive suchen.

Der wilde Zweitgeborene

"Harry wusste schon ab dem vierten oder fünften Lebensjahr, dass er die zweite Geige spielt hinter seinem Bruder, dem Thronfolger," so erinnert sich sein persönlicher Leibwächter Keneth Wharfe. Während sich William mental auf die Übernahme der Familienpflichten vorbereiten musste, konnte Harry all die Schauplätze aufsuchen, die zum "Dolce Vita" gehören. Natürlich nicht allein, sondern in Begleitung von B-Schauspielerinnen, Models, weltbekannten Partygirls und Töchtern von Rockstars.

Die Krönung leistete er sich Anfang 2005 bei einer Kostümparty mit dem Motto "Kolonialzeit und Eingeborene". Während Thronfolger William sich für ein Wildkatzen-Kostüm entschied, kam Harry mit Hakenkreuz-Armbinde, welche an das Afrika-Corps von Erwin Rommel erinnern sollte. Die Weltpresse war alarmiert. Doch erst auf Druck seines Vaters entschuldigte sich Harry für seine "Dummheit". 

Harry feiert gern, manchmal ein bisschen zu heftig

Wie er zu seinem Spitznamen "Dirty Harry" kam? Im Sommer 2006 schockierten Fotos des stark alkoholisierten Prinzen, auf denen er am Ausschnitt der sieben Jahre älteren Natalie Pinkham herumfingerte. Doch die Fotos waren zu dem Zeitpunkt bereits drei Jahre alt.

Obwohl Harry sich als "His Royal Highness" titulieren lassen kann, war seine Vorliebe für Hochprozentiges nicht immer standesgemäß. Jedenfalls nicht, wenn es in den Londoner Privatclubs "Pangea", "China White" und "Boujis" serviert wurde und die Bodyguards auf dem Rückweg Babysitter spielen müssen.

Was in Vegas passierte, blieb leider nicht in Vegas

2012 sorgte er noch einmal für einen Skandal: Bei einer Partie Strip-Billard mit sechs jungen Damen in Las Vegas entstanden pikante Fotos, bei der er seine - so titelte die britische Presse - "Kronjuwelen" nur mit seiner Hand bedeckt hielt. Die Bilder des (fast) nackten Windsor-Sprosses gingen um die Welt und dürften daheim im "Buckingham Palace" niemanden amüsiert haben.

Großer Auftritt beim Militär

Beruflich bewegte er sich auf der Karriereleiter nach oben. Er entschied sich – so wie es viele Royals machen - für eine Karriere bei den Streitkräften, schlug die Offizierslaufbahn ein und wurde sogar in Krisengebieten in Afghanistan eingesetzt. Die Presse erfuhr davon - zum Schutz des Prinzen und seiner Kameraden vor verstärkter Terrorgefahr - erst hinterher. Harry und das Militär, das ist eine Liebesgeschichte. Hier fühlte sich der zweitgeborene Windsor wertvoll, aufgenommen, konnte sich auf eine Weise positionieren, die seinem Bruder nie möglich gewesen wäre. Deswegen fiel es Prinz Harry sicher nicht leicht, seine Militärlaufbahn zum Sommer 2015 hin an den Nagel zu hängen, um sich in die Repräsentationsaufgaben der Familie einspannen zu lassen. 

Engagement für versehrte Soldaten

Ein Herzensprojekt des Royals vereint allerdings beide Aspekte: "Walking with the Wounded" heißt ein Projekt, in dem kriegsversehrte Soldaten 1000 Meilen weite Märsche an unwirtliche Orte durchziehen - und Prinz macht mit. Außerdem engagiert sich der Prinz für die "Invictus Games", eine Art Paralympics für verletzte Soldaten, und hat damit einen eigenen Ableger der US-Wettkämpfe "Warrior Games" ins Leben gerufen.

Auch sonst gewinnt er in seiner Rolle als Repräsentant der Krone immer mehr Profil: Auf Solo-Touren im In- und Ausland beweist er, dass er unbefangen und locker auf die Menschen zugehen kann und sorgt für Begeisterung. Mit gleichem Engagement kümmert er sich um seine Charity-Organisation "Sentebale", die er zusammen mit seinem Freund, Prinz Seesio von Lesotho, betreibt. Sein von der Queen zugeteiltes Aufgabengebiet: Harry soll sich um die iJugend des Commonwealth, der großen, internationalen Staatenbundes der ehemaligen britischen Krongebiete, kümmern. Er scheint damit glücklich.

Zwei vergangene Lieben: Chelsy und Cressida

Schlagzeilenträchtig ist nach wie vor sein Liebesleben. Von seinen Freundinnen der letzten Jahre blieben vor allem Chelsy Davy und Cressida Bonas in Erinnerung. Beide waren blond, beide waren in der britischen Society unterwegs. Aber obwohl sie sich mit Harry einen der begehrtesten Junggesellen überhaupt geangelt hatten, hielt die Liebe nicht. Von einer seiner Verflossenen war zu hören, sie habe dem ständigen Druck und der ständigen Beobachtung als Frau an der Seite des Queen-Enkels nicht standhalten können. 

Neuer Versuch mit Schauspielerin Meghan Markle

Die Schauspielerin Meghan Markle, selbst als Star aus der Anwaltsserie "Suits" den Ruhm ein wenig gewöhnt, hat sich von der übergroßen öffentlichen Aufmerksamkeit nicht schrecken lassen. Meghan wurde nach einigen Monaten als heimlicher Freundin offiziell und vom Hof als "girlfriend" bestätigt, zeigte sich dann bei privaten und im weiteren Umfeld von offiziellen Events glücklich an Harrys Seite und lernte, welchen Umfang Paparazzi-Hype und rassistische Beleidigungen für die Frau an der Seite eines Prinzen annehmen können. Und ließ sich weiterhin nicht abschrecken. 

Prinz Harry lohnte ihr das Anfang November 2017 mit einem Verlobungsring am Finger, während sie eigentlich in ihrer Küche im Nottingham Cottage Hühnchen brieten. Die Medienaufmerksamkeit explodierte. 

27. November 2017  Alle Welt blickt auf Prinz Harry und seine Meghan Markle, als sie mit BBC über den Heiratsantrag und die emotionalen Momente sprechen.

Hochzeit mit Meghan in Schloss Windsor

Am 19. Mai 2018 heiratet Prinz Harry, frisch zum Herzog von Sussex ernannt, in der Kapelle von Schloss Windsor eine strahlende Meghan. Als "best man" an seiner Seite: Prinz William. Als Brautführer für Meghan dabei: Prinz Charles. Das Paar hat ganz offensichtlich den Rückhalt der Familie. 

600 Gäste, darunter die Clooneys, Elton John und die Beckhams feiern in Kapelle und einem Mittagsempfang mit dem Paar. Die Sonne lacht. Das Brautpaar auch, die ganze zwanzigminütige Kutschfahrt durch Windsor hindurch. 

Wir wissen ja: Harry ist kein Typ für kurzfristige Beziehungen. Das kann er nun unter Beweis stellen: als Ehemann, und seit Mai 2019 als Vater seines ersten Sohnes, Archie. Wünschen wir den beiden viel Glück! 

Harry löst sich vom Königshaus und konzentriert sich aufs Privatleben

Dass der Rotschopf so viel Zeit mit seiner Liebsten verbringen möchte, dass er 2019 zusehens unzugänglicher und genervter von seinen royalen Pflichten wird. Im Januar 2020 trompetet er gemeinsam mit Meghan den Rücktritt aus der Position des hauptberuflichen Royals via Instagram in die Welt hinaus. Das Paar, das erst nach Kanada umsiedelt, aber bald schon im sonnigen, Hollywood-esken Kalifornien landet, macht jedoch keinen Rückzieher und kappt endgültig das Band zum Königshaus.

Im Frühjahr 2021 explodiert die Situation - das Paar entscheidet, in Kalifornien zu bleiben. Das Königshaus entzieht die Schirmherrschaften. Das Paar setzt sich im Garten in Montecito zum Exklusivinterview mit Oprah Winfrey auf die teuren Gartenmöbel. Im Interview, das von Sendern weltweit eingekauft und von 17 Millionen Menschen gesehen wird, werfen Harry und Meghan dem Hof dann Rassismus, Kaltherzigkeit und mangelnde Unterstützung vor. In einer Netflix-Serie rund um das Thema "psychische Gesundheit" äußert der Prinz weitere harte Kritik am Königshaus und seiner Familie. Ein Weg zurück scheint ausgeschlossen.  

Ob es Harry bekümmert, der sich gemeinsam mit Meghan auf und über das zweite Kind, Tochter Lilibet Diana, die im Juni 2021 zur Welt kommt, freut?


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