Starporträt

Pink

Pink verachtet zuckersüße Hollywoodgirls, lässt sich in keine Schublade stecken, liebt die Provokation und therapiert sich am liebsten selbst

Pink

  • Geboren , Doylestown, Pennsylvania, USA
  • VornameAlecia Beth
  • Name Moore
  • Jahre40
  • Grösse 1.6 m
  • Partner Carey Hart (verheiratet); Tommy Lee (2003)
  • Kinder Willow Sage  (*2011); Jameson Moon  (*2016)

Biografie von Pink

Wer sich mit Pink beschäftigt, merkt schnell, dass sie mit ihrem niedlichen Prinzesschen-Namen nicht viel gemein hat - den holte sie sich übrigens im Kindesalter weg, da sie so oft errötete.

Provokanter Star

Von Benimmregeln hält Pink überhaupt nichts: "Ich bin wirklich schlecht darin, jemandem zu gehorchen", sagte die Sängerin einmal in einem Interview. Lieber provoziert die Punkröhre mit Videos wie "Sober": In dem Clip hat Pink Sex mit sich selbst. Mit ihren sozialkritischen Texten stellt sie Hollywoods Schönheitswahn an den Pranger, kritisiert die Politik von George W. Bush oder rechnet mit fiesen Plattenbossen ab.

Heidi Klum ganz privat

So sieht ihr Alltag mit den Kaulitz-Brüdern aus

Bill Kaulitz, Heidi Klum, Tom Kaulitz
Gibt es nur noch im Dreierpack: Heidi Klum und Tom Kaulitz sind fast nie ohne Bill unterwegs.
©Gala

Musik als Therapie

Die Musik hilft Pink auch, schwierige Zeiten zu verarbeiten: "Es ist wie eine Therapie für mich. Auf die Art muss ich keinen Seelenklempner bezahlen", erzählt sie. Trotzdem, so richtig glücklich möchte die Rebellin gar nicht sein, da sie sonst keine Texte schreiben kann: "Herzschmerz, Einsamkeit, Trauer, Frustration. Das ist der Antrieb hinter meiner Arbeit. Ich bin zu nichts zu gebrauchen, wenn ich glücklich bin."

Rebellisches Kind

Die Scheidung ihrer Eltern war für sie so ein trauriges Erlebnis: Pink war gerade sieben Jahre alt, als sie sich trennten. Der Verlust ihres Vaters setzte ihr schwer zu. Im Song "Family Portrait" singt sie über die schwere Zeit. Später, als Teenie, experimentierte sie mit Drogen und Alkohol. Mama Judy schickte ihre Tochter zum Therapeuten, doch die blieb stur und sah es gar nicht ein, auf die Suchtmittel zu verzichten. Mit 16 Jahren flog Pink schließlich von Zuhause raus: "Ich bin überrascht, dass sie es so lange ausgehalten hat. Ich hätte mich schon längst rausgeschmissen. Ich hab' ihr die Hölle bereitet", gibt sie heute zu.

Vom Liebes-Chaos in den Hafen der Ehe

Ihr Leben beschreibt Pink als ein ständiges Auf und Ab: "Das Leben ist eine Achterbahn. Deshalb habe ich das Album auch 'Funhouse' genannt. Es ist wie auf dem Rummel." So in etwa lässt sich auch ihre Beziehung mit Motocross-Fahrer Carey Hart beschreiben. 2006 heiratete das Paar, zwei Jahre später folgte das vorläufige Beziehungs-Aus, da sich die Liebe und ihre Karrieren nicht miteinander vereinbaren ließen. Anstatt einen Therapeuten aufzusuchen, therapierte sich Pink mit dem Song "So What", der die Trennung thematisiert, wieder einmal selbst. Doch lange hielten es Pink und Carey nicht ohne einander aus. Anfang 2009 ging es dann in die zweite Runde, besiegelt wurde das neue alte Glück ganz romantisch am Strand von Malibu mit einem erneuten Eheversprechen. 2011 krönten sie mit der Geburt ihrer Tochter Willow Sage ihre Liebe, 2016 kam Sohn Jameson dazu.

Momentan kann ihr Privatleben also nicht als Inspiration für neue Stücke dienen. Macht aber nichts, Pink weiß sich zu helfen: "Wenn zu Hause alles in Ordnung ist, gucke ich, was draußen los ist. Du musst ja nur drei Minuten die Nachrichten anstellen, da kriegst du genug Inspiration."

Die Ehe ist harte Arbeit

Doch selbst, wenn zu Hause alles in Ordnung ist, sprich keine großen Katastrophen anstehen, haben Pink und ihr Ehemann natürlich mit den ganz gewöhnlichen Alltagssorgen einer Ehe zu kämpfen. Aus dem Nähkästchen plauderte Pink 2017 in einem Interview. Beispielsweise darüber, dass eine Beziehung harte Arbeit ist, dass sie hin und wieder an ihrer Liebe zweifle. "Manchmal denke ich: Ich habe ihn nie gemocht. Es gibt nichts, was ich an ihm mag. Wir haben nichts gemeinsam. Den ganzen Scheiß, den er mag, mag ich nicht. Ich will ihn nie wieder sehen. Und zwei Wochen später dann wieder: Es läuft doch so gut. Dann hat man Zeiten, in denen man ein Jahr lang keinen Sex hatte. Sich fragt: Ist unser Sexleben tot? War es das jetzt? Will ich ihn noch? Will er mich noch?" Wie erfrischend ehrlich und sicherlich bricht Pink damit, in alter Manier, mal wieder ein Tabu. Doch wer sollte es machen, wenn nicht Pink!

Alben von Pink

  • 2000: "Can't Take Me Home"
  • 2001: "M!ssundaztood"
  • 2003: "Try This"
  • 2003: "I'm Not Dead"
  • 2008: "Funhouse"
  • 2012: "The Truth About Love"
  • 2017: "Beautiful Trauma"

Erfahren Sie mehr: