Starporträt

Pharrell Williams

An Pharrell Williams führt musikalisch kaum ein Weg vorbei. Wir verraten, wie sich der nette Junge aus Atlanta zum Mega-Produzenten und Sänger entwickelte.

Pharrell Williams

  • Geboren , Virginia Beach, Virginia / USA
  • VornamePharrell
  • Name Williams
  • Jahre46
  • Grösse 1.75 m
  • Partner Helen  Lasichanh (verheiratet); Alesha  Dixon ( 2007); Jade Jagger (2004 - 2010); Karolina  Kurkova
  • Kinder Rocket  (*2008); Drilling 1  (*2017); Drilling 2  (*2017); Drilling 3  (*2017)

Biografie von Pharrell Williams

Pharrell Williams ist wohl einer der kreativsten Köpfe im Musikgeschäft. Der Sänger ist neben seiner erfolgreichen Solokarriere unter anderem als Produzent und Bandmitglied von N.E.R.D. unterwegs. In Deutschland ist er spätestens seit seinen Hits "Get Lucky", "Blurred Lines" (mit Robin Thicke) und dem Smash Hit "Happy" bekannt. Er produzierte unter anderem Musik für Daft Punk, Justin Timberlake, Miley Cyrus, Jay Z, Britney Spears und Madonna.

Die Liebe zur Musik hat er seit der Schulzeit

Pharrell Williams fing bereits sehr früh an, Musik zu machen. Dabei war Pharrell, wie er selbst sagt, als Kind ein Außenseiter: "Ich passte nirgends rein, ich wusste nur, ich liebe Musik." In einem Interview mit Oprah Winfrey erzählt er, wie er als Kind durch die Straßen seines Heimatorts Virginia Beach radelte und der Musik der Leute, die ihre Autos wuschen, lauschte: "Überall war Musik. Stevie Wonder, Chaka Khan." In der siebten Klasse lernte er den von den Philippinen stammenden Chad Hugo in einem Workshop für hochbegabte Jugendliche kennen - mit ihm wird er später die Gruppe N.E.R.D. gründen und als Produzententeam "The Neptunes" für einige Hits sorgen. Die beiden versuchten sich an Beats, Pharrell rappte dazu. Sie spielten vor allem auch live, Williams am Schlagzeug. 1997 wurde Sean "Diddy" Combs auf die Jungs aufmerksam. Er ließ sie die Musik für sein Protegé Mase produzieren, der damit Erfolge in den USA feiern konnte.

Durchbruch als Produzent

1999 platzte dann endgültig der Knoten und die Neptunes feierten als Produzenten von Keils' Debütalbum "Kaleidoscope" einen großen Erfolg. Es folgten weitere Produktionen für LL Cool J, Kid Rock, Mary J. Blige, Busta Rhymes und Snoop Dogg. Es schien, als würde sich das Duo zu echten Hit-Garanten entwickeln, fast jede Zusammenarbeit war in kommerzieller Hinsicht erfolgreich. Und die Neptunes konnten nicht nur Rap: Die 2001 erschienene Single "Girlfriend" von N'Sync und dem Rapper Nelly öffnete für das Produzententeam die Tür zur Popwelt. Es folgten Beats für Britney Spears ("I'm a Slave 4 U"), Nelly ("Hot in Herre"), Snoop Dogg ("Drop it like it's hot") und Justin Timberlake ("Senorita"), um nur ein paar zu nennen.

N.E.R.D. als Gegenpol zur Popmusik

Als Ausgleich zu den Pop-Produktionen gründete Williams 2001 mit Chad Hugo und dem Sänger Shae Haley die Band N.E.R.D. Ihr erstes Album "In Search of…" erreichte 2002, nach einer Bearbeitung unter dem Namen "In Search of... (New Version)", Goldstatus. N.E.R.D. hatten die Musik auf der ersten Version durch die Band Spymob live einspielen lassen. Als Gegenpol zu ihrer Arbeit als Pop-Produzenten wollten die Jungs auf diesem Album ihre anderen Musikideen ausleben. Das zweite, 2004 erschienene Album "Fly or Die" wurde gleich mit Livemusik eingespielt, Pharrell und Chad übernahmen dieses Mal alles selbst. Die Single "She wants to move" schaffte es in Deutschland bis auf Platz 51. Mit dieser Platte öffneten sie sich musikalisch noch weiter und ließen verlauten, dass sie sich nicht in Schubladen stecken lassen würden. Danach ebbte jedoch das Interesse an N.E.R.D. in Deutschland ab, die Nachfolgewerke "Seeing Sounds" (2008) und "Nothing" (2010) stießen hierzulande auf kein großes Interesse.

Noch erfolgreicher: Pharrell Williams solo

Am besten scheint es für Pharrell Williams aber als Solokünstler zu laufen: Nachdem er schon 2003 mit dem Song "Frontin'" deutsche Chartsluft schnupperte (Platz 61), steigt der Song "Can I have it like that" vom ersten Soloalbum "In my Mind" 2005 in Deutschland bis Rang 37. Auch seine Gastspiele sind erfolgreich: So hat er 2013 mit "Blurred Lines" von Robin Thicke und "Get Lucky" mit Daft Punk das richtige Händchen für Welthits. 2013 dann der Überhit: "Happy", eigentlich nur eingesungen für den Animationsfilm "Ich- einfach unverbesserlich 2", erreichte in 10 Ländern Platz 1. Das Video dazu wurde oft bei Youtube nachgetanzt, der Song lief in Endlosschleife im Radio. Pharrell nutze die Gunst der Stunde: 2014 legte er sein zweites Album "Girl" nach, auf dem auch "Happy" zu finden ist. Es beschert Williams 9 Billboard-Award-Nominierungen in den USA.

Pharrell Williams - Vorbild für coole Männer?

Auf dem Album "Girl" erscheint mit "Marilyn Monroe" ein Dankeschön an alle Frauen dieser Welt. Darin heißt es: "Nicht einmal Marilyn Monroe. Kleopatra wer bitte? Nicht einmal Joan d'Arc (…). Ich will ein anderes Mädchen." Gemeint hat Pharrell, dass wahre Schönheit von innen kommt und er deswegen an gängigen Schönheitsidealen nichts findet. Williams betont in Interviews, dass in seinem Leben starke Frauen immer eine wichtige Rolle spielten und er sie als absolut gleichwertig ansieht: "Ich meine, wir sind so fortschrittlich und wollen Frauen immer noch vorschreiben, was sie zu tun haben?" Naja, der smarte Frauenversteher heiratete 2013 trotzdem ein Model - Helen Lasichanh. Immerhin sind sie schon länger zusammen, haben seit 2008 einen gemeinsamen Sohn und seit Januar 2017 auch noch Drillingsbabys daheim. "Sie ist ein Sonderkommando. Da ist nichts, was meine Frau nicht kann", erklärte Pharrell in einem TV-Interview, warum er trotz dreier Babys daheim keine Windeln wechselt.

Und was treibt Pharrell Williams sonst so?

Natürlich ist die Musik – neben seiner Familie - zweifelsohne die größte Leidenschaft von Pharrell Williams, doch ab und an widmet sich der Skateboarder und "Star Trek"-Fan auch anderen Projekten. Da wären zum einen seine Charityprojekte zu erwähnen. In seiner Heimatstadt Virginia Beach errichtete der Musiker für schlappe 35 Millionen US-Dollar ein Schulzentrum. Zudem gründete er seine eigene Stiftung "From One Hand To AnOTHER", die sich für Kinder und Jugendliche in sozial prekären Umfeldern stark macht. Außerdem unternimmt das Multitalent gerne auch mal Ausflüge ins TV, so wie zur Musikshow "The Voice", wo er von 2014 bis 2016 von der siebten bis zur zehnten Staffel Coach war. Und als hätte er noch nicht genug um die Ohren, ist Williams seit 2016 auch als Filmproduzent tätig. Sein Erstlingswerk war der Film "Dope", gefolgt von der oscarnominierten Filmbiografie "Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen". Wie es sich für einen echten Musiker gehört, schrieb er für die beiden Streifen auch gleich noch die Filmmusik. Pharrell Williams scheint also beruflich und privat sein Glück gefunden zu haben. Er wird wohl für immer ein musikalischer Freigeist bleiben, von dem man auch in Zukunft bestimmt hören wird.