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Starporträt Penélope Cruz

Oscarpreisträgerin in den USA, Kunstfilm-Liebling in Spanien: Penélope Cruz überzeugt in (fast) jedem ihrer Filme. Ganz nebenbei ist sie Mutter und Ehefrau.

Biografie von Penélope Cruz

Damals in den Siebzigern dudelte ein Schlager im Radio rauf und runter: "Penélope" von Joan Manuel Serrat. Encarnación und Eduardo Sanchez Cruz, Friseurin und Automechaniker, waren frisch verliebt und sangen jedes Mal lauthals mit und als ihre erste Tochter im Frühling drauf geboren wurde, kam nur ein Name infrage.

Penélope hat Entertainment im Blut

Als Kleinkind imitierte der Wildfang Werbespots aus dem Fernsehen, mit fünf hatte Penélope so viel Energie, dass Mama und Papa Cruz sich Sorgen machten. US-Talker David Letterman verriet Penélope in ihrem niedlichen spanischen Akzent, dass sie bestimmt auf Tranquilizer gesetzt worden wäre, wäre sie im heutigen Amerika aufgewachsen. Die Lösung stattdessen: Ihre Eltern schickten sie zum Ballett, was sofort zu ihrer Droge wurde. Sie studierte Tanz am spanischen Nationalkonservatorium und nahm zusätzlich Unterricht bei namhaften Tänzern. Auch später in New York belegte sie weiterhin Kurse.

Filme von Pedro Almodóvar wecken ihre Schauspielleidenschaft

13 Jahre war sie alt, als sie sich trotz Verbot den erotischen Film "Fessle mich!" von Pedro Almodóvar ansah. Sie beschloss: Ein Agent muss her und Unterricht, um mit diesem Almodóvar Filme drehen zu können. Kaum zehn Jahre später spielte sie in der ersten seiner abgedrehten Tragikomödien ("Live Flesh - Mit Haut und Haar") mit. Der schwule Regisseur sagt über sie übrigens, sie sei so heiß, dass er zwanzig Jahre nach seinem einzigen Erlebnis mit einer Frau bei ihr sexuelles Interesse verspüre. Durch ihren Auftritt im Thriller "Abre los ojos" (von Alejandro Amenábar) entdeckte Tom Cruise Penélope für Hollywood ("Vanilla Sky" ist die US-Kopie) und gleichzeitig für sich als Freundin. Nach drei Jahren war das Wort- und Liebesspiel Cruz/Cruise allerdings vorbei.

Tolle Filme, miese Filme: Penélope zwischen Top und Flop

Die feurige Spanierin entscheidet intuitiv, in welchem Film sie mitspielt - und feierte damit genauso unglaubliche Triumphe wie Niederlagen. Während sie für ihre Rollen in "Vanilla Sky", "Blow" und "Corellis Mandoline", die sie allesamt 2001 gespielt hatte, gleich dreimal für die Goldene Himbeere als schlechteste Schauspielerin nominiert wurde, gewann sie 2009 für "Vicky Cristina Barcelona" den Oscar als beste Nebendarstellerin.

Mit Javier Bardem findet sie ihr Glück

In ihren ersten Jahren in Hollywood war Penélope kein Kind von Traurigkeit, was die Männer anging: Sie liebte wie gesagt Tom Cruise und war 2005 mit Matthew McConaughey (ihrem Co-Star aus "Sahara - Abenteuer in der Wüste"), Ende 2006 mit Orlando Bloom und 2007 mit Josh Hartnett zusammen. 2008 funkte es dann endgültig: Am Set zu "Vicky Cristina Barcelona" verliebte sich Cruz in ihren Kollegen Javier Bardem. Eigentlich kannten sich die Promis, die beide in Madrid zur Welt kamen, schon seit 1992 - geheiratet wurde aber erst 2010 in einer sehr privaten Zeremonie auf den Bahamas. Schon ein Jahr später kam ihr gemeinsamer Sohn Leo zur Welt, am 22. Juli 2013 folgte Tochter Luna.

Eine Frau schreibt Filmgeschichte

Scheint also, als hätte Penélope Cruz im Leben alles erreicht, was man sich nur wünschen kann – beruflich und privat. Eine glückliche Ehe, zwei gesunde Kinder, ein Job, der sie ausfüllt. Ganz nebenbei hat sie zudem Geschichte geschrieben: Sie war die allererste spanische Schauspielerin überhaupt, die einen Oscar absahnte. Und auch mit ihrem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame, den sie im Frühjahr 2011 bekam, brach sie einen Rekord. Keine andere spanische Mimin hat das vor Penélope geschafft. Vor Penélope Cruz muss man einfach den Hut ziehen.

Zwischen Film und Familie

Doch es ist nicht immer einfach ihre zwei großen Leidenschaften, die Familie und den Film, unter einen Hut zu bekommen. Seit Penélope Cruz aber selber Mutter geworden ist, steht die Familie noch mehr im Mittelpunkt und hat auf jeden Fall Priorität. "Wenn du Mutter bist, ändert sich alles. Wenn ich ein Projekt lese, sind die ersten Sachen, die ich mir jedes Mal anschaue, die Termine und die Location. (...) Meine größte Priorität ist es, meine Kinder großzuziehen, aber dieser Job macht es glücklicherweise einfacher, weil ich nicht die ganze Zeit arbeite. Du drehst, aber danach hast du auch viel Freizeit, was ein großer Segen ist", so die Schauspielerin.

Penélope Cruz hat noch Träume

Einen großen Traum hat Penélope Cruz übrigens trotz ihres erfolgreichen Lebens noch. Den will sie angehen, wenn ihre Kinder größer und aus dem Gröbsten raus sind. Sie möchte auf dem Regiestuhl Platz nehmen und Filme nach ihren eigenen Vorstellungen Wirklichkeit werden lassen. Auf das Regiedebüt von Penélope Cruz können wir uns also jetzt schon mal freuen.

Die bekanntesten Filme von Penélope Cruz

  • 1997: Live Flesh – Mit Haut und Haar
  • 1997: Virtual Nightmare – Open Your Eyes
  • 1999: Alles über meine Mutter
  • 2000: Woman on Top
  • 2001: Blow
  • 2001: Corellis Mandoline
  • 2001: Vanilla Sky
  • 2003: Gothika
  • 2004: Die Spiele der Frauen
  • 2004: Noel
  • 2005: Sahara – Abenteuer in der Wüste
  • 2005: Volver – Zurückkehren
  • 2005: Chromophobia
  • 2006: Bandidas
  • 2007: The Good Night
  • 2008: Elegy oder die Kunst zu lieben
  • 2008: Vicky Cristina Barcelona
  • 2009: Nine
  • 2010: Sex and the City 2
  • 2011: Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten
  • 2012: To Rome With Love
  • 2013: Fliegende Liebende
  • 2013: The Counselor
  • 2016: Ma Ma – Der Ursprung der Liebe
  • 2016: Zoolander 2
  • 2016: Der Spion und sein Bruder
  • 2017: Mord im Orient-Express
  • 2018: American Crime Story (Fernsehserie)