Starporträt

Mirja Boes

Sie sieht aus wie ein blonder Engel, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Wenn Mirja Boes den Mund aufmacht, bleibt kein Auge trocken

Mirja Boes

  • Geboren , Viersen / Nordrhein-Westfalen
  • VornameMirja
  • Name Boes
  • Jahre47
  • Grösse 1.68 m
  • Partner vergeben ; Kaya Yanar (2003-2005)
  • Kinder Michel  (*2011); Matti  (*2012)

Biografie von Mirja Boes

Gar nicht "boese" Spätzünderin

Aufgewachsen im nordrhein-westfälischen Viersen als einzige Tochter eines Lehrerduos, flogen Mirja Boes die guten Noten nur so zu. Nicht mal richtig rebellieren lag in ihrer Natur. Ihre Eltern freute das bestimmt mächtig. Trotz ihres späteren Berufs als Comedienne, war Mirja während ihrer Schulzeit weit davon entfernt, sich als Klassenclown ihr erstes Publikum zu sichern. Dafür war sie viel zu ruhig, gar schüchtern. Das bekam auch das vermeintlich starke Geschlecht zu spüren. Ihrem ersten Freund Markus verwehrte die damals 14-Jährige so lange das Küssen, bis der sie nach sieben Wochen Händchenhalten frustriert verließ. Mirja war todunglücklich, konnte aber nicht über ihren braven Schatten springen. Mit 16 war die "harte Nuss" dann bereit, ihren ersten richtigen Kuss auszuprobieren. Mit einem Jungen, den sie später, im Erwachsenenalter, übrigens bei einem ihrer Auftritte wiedertraf.

Vom Ballermann zum Fernsehen

Aber werfen wir mal einen Blick auf Mirjas Karriere. Ballermannbesuchern wird Mirja, alias "Möhre", sicherlich ein Begriff sein. Mit "20 Zentimeter" gewann sie im Jahr 2000 singend die Herzen von Männern und Frauen, die nachts betrunken gerne "Penislieder" hörten. Es folgten weitere Schlager, wie 2001 "Pack ihn ein (La la la la)", der drei Wochen lang unter den Top 100-Chart-Platzierungen gastierte. Ein durchschlagender Erfolg, so dass Sat.1 es gemeinsam mit ihr versuchen wollte. Gedacht, getan! Der Sender verpflichtete sie, gemeinsam mit ihren Komiker-Kollegen Markus Majowski und Ralf Schmitz, für die Sketchcomedy-Serie "Die Dreisten Drei – Die Comedy-WG". Im Anschluss setzte RTL mit ihr auf die Serie "Ich bin Boes", in der die Top-Comedienne ihr Verwandlungstalent in unterschiedlichen Rollen zeigen konnte. So war sie nicht nur böse Fee, Bademeisterin, Imbissbudenverkäuferin und schlechte Bauchrednerin, sondern auch Polizeipsychologin, Zimmermädchen und geile Lehrerin. Letzteres bestimmt ein bisschen anders, als sie es bisher von ihren Eltern kannte.

Auch solo läuft es bei Mirja Boes

Dass das Fernsehen mit Mirja Boes immer goldrichtig lag, zeigte sich schon alleine daran, dass die Comedy-Queen bereits mehrfach für Preise nominiert wurde (unter anderem für die 1 LIVE Krone, die Rose D'Or und den Deutschen Fernsehpreis), von denen sie 2008 erstmals den Preis als beste Komikerin absahnte. Auch als Solokünstlerin hat Mirja ihren Erfolg offenbar gepachtet. Ihre Programme aus 2007 "Morgen mach ich Schluss!...Wahrscheinlich!" und 2010 "Erwachsen werde ich nächste Woche" liefen mit traumhaften Zuschauerzahlen. Anfang 2012 war Mirja mit ihrem dritten Soloprogramm "Ich doch nicht" deutschlandweit unterwegs, um ihre Sketche, Improvisationen und Standup-Nummern unters amüsierfreudige Volk zu bringen. 2017 folgte das Programm "Für Geld tun wir alles", seit 2019 tour Mirja Boes mit "Auf Wiedersehen! HALLO!" durch die Lande.

Sitcom-Erfolg "Beste Schwestern"

Aber auch auf der Mattscheibe dürfen wir Mirja Boes wieder regelmäßig bewundern. Seit Anfang 2018 steht sie für die RTL-Sitcom "Beste Schwestern" vor der Kamera. Sie spielt die alleinerziehende Tierpflegerin Eva Gumpert, deren Leben nach dem Einzug ihrer chaotischen Schwester Toni auf den Kopf gestellt wird. Klingt lustig, ist es auch – immerhin konnte sich die Show 2018 den Deutschen Comedypreis als beste Sitcom sichern.

Neues Terrain: Bei "Grill den Henssler" wird's kulinarisch

Und wenn's läuft, dann richtig. Mirja Boes hat sich gleich noch einen Job gesichert. Ab Frühjahr 2019 sitzt sie neben Reiner Calmund und Sternekoch Christian Rach in der beliebten VOX-Kochshow "Grill den Henssler" in der Jury und darf schlemmen und bewerten.

Privat eher zurückhaltend

Zwischen Ende 2010 und Ende 2012 sah man die Schauspielerin und Komikerin weniger im Fernsehen und auf der Bühne. Grund hierfür war ihre "Vermehrungszeit", die sie entspannt auskosten wollte. Das Ergebnis waren ihre beiden Söhne Michel und Matti, deren Erziehung sie sich mit ihrem Lebensgefährten teilt. Ein paar Wochen lag sogar das Gerücht in der Luft, dass ihr ehemaliger Freund, der Komiker und Fernsehmoderator Kaya Yanar, Vater eines ihrer Kinder sei. Das war es aber dann auch mit Mirjas vermeintlichen Skandalen. Fast schon ein bisschen schade, wie wir finden.