Starporträt

Michael Fitz

59 Jahre

Michael Fitz begeisterte jahrelang als Depp vom Dienst beim Münchener Tatort. Mittlerweile steht er auch immer häufiger als Liedermacher auf der Bühne

  • Geboren , München
  • VornameMichael
  • Name Fitz
  • Grösse 1.84 m
  • Sternzeichen Skorpion
  • Partner Karin Fitz (verheiratet)

Biografie von Michael Fitz

 

"Ein großes Erbe"

wurde Ende der fünfziger Jahre in München geboren. Er gehört der Künstlerfamilie an, Schauspieler Florian David Fitz beispielsweise ist sein Cousin zweiten Grades. Sein Vater Gerd Fitz war eine Zeit lang als Schlagersänger tätig, bevor er zur Schauspielerei wechselte. Die Beziehung von Vater und Sohn war, Michael Fitz nach, nicht immer einfach. Viele Jahre ging es ihm darum, dem Vater auf künstlerischer Ebene etwas zu beweisen. Glücklicherweise habe das mit den Jahren aufgehört. Mit dreizehn Jahren beginnt Michael Fitz das Gitarrespielen. Er schreibt schon mit sechzehn seine ersten Songs, die er vorerst für sich behält. Mitte der siebziger Jahre wird er dann in einer Kneipe von einem Agenten fürs Fernsehen entdeckt, dem nicht bewusst ist, dass er der den berühmten Namen Fitz trägt.

"Tatort: München"

Nach einigen Gastauftritten in verschiedenen Fernsehproduktionen kommt Michael Fitz 1991 zum Münchener "Tatort". Dort spielt er den, besonders bei Frauen überaus beliebten, . Damit ist der Dritte im Bunde, neben Batic und Leitmeyer. Seine Assistententätigkeit lässt ihn im Innendienst verharren und weil er sich mit Computern gut auskennt, ist er für die anfallenden Recherchen zuständig. Er trägt mit seiner gutmütigen Art zum ausgewogenen Klima im Kommissariat bei und wird nicht selten als Depp vom Dienst bezeichnet.

"Carlos letzte Reise"

Während der Zeit beim Tatort dreht Michael Fitz den Film "Marias letzte Reise". Dieser wird von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Er erhält 2005 den "Deutschen Fernsehpreis" als "bester Fernsehfilm" und "Gold" beim "Adolf-Grimme-Preis". Für seine Rolle als Simon Stadler wird Fitz als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Irgendwann ist die Rolle des Carlo Metzinger beim "Tatort" Michael Fitz nicht mehr aufregend genug. Er sehnt sich nach Abwechslung und wendet 2007, als längster Assistent vom Batic und Leitmeyer, die von und gespielt werden, dem Tatort den Rücken zu. Es folgen weitere Filmrollen, unter anderem für die Kinderfilme "Fünf Freunde". Sie basieren auf den gleichnamigen Büchern der Schriftstellerin Enid Blyton. Außerdem spielt Michael Fitz für fünf Jahre in der Serie "Aus heiterem Himmel".

"Sing mir das Lied vom Leben"

Mit über fünfzig Gitarren hat Michael Fitz eine beachtliche Anzahl an Instrumenten gesammelt. Da liegt es nicht fern, dass er ebenso als Liedermacher erfolgreich ist. Seit 1984 tourt er mit seiner Band durch Deutschland, ihre Songs sind zumeist auf Hochdeutsch. Ab 2001 wendet Fitz sich zunehmend seinen Soloprojekten zu. Er schreibt, produziert und singt seine Lieder immer häufiger auf Bayerisch. Michael Fitz genießt die Abwechslung von Schauspiel und Liedermacherei. Mit seiner Musik möchte er Gefühle freisetzen und zerlegen. Sie ist immer persönlich, Zeitungen beschreiben seine Alben als einen „Rundgang durch viele verschiedene menschliche Befindlichkeiten“ und sagen Fitz ginge „dahin, wo die meiste Angst ist“. Wenn man ihn fragt, wovor er persönlich Angst hat, antwortet er, vor dem Stillstand. Er ist ständig auf der Suche nach Neuem, was dargestellt oder ausgedrückt werden möchte. Michael Fitz wohnt mit seiner Frau und seinem Sohn südöstlich von München auf einem alten Bauernhof.

Auszeichnungen

  • Deutscher Fernsehpreis als bester Nebendarsteller in Marias letzte Reise (2005)
  • Bayerischer Fernsehpreis für Marias letzte Reise (2005)

Diskographie

  • Fitz (1989)
  • Gefühlsecht (1991)
  • Loopings (1993)
  • Bis hierher und noch weiter (1995)
  • …weitergeh’n live (1996)
  • Bis hierher und noch weiter II (1997)
  • hier (1999)
  • gleichgewicht (2001)
  • hoam (2005)
  • nackert (2008)
  • Solo live (2009)
  • Michael Fitz liest Max Bronski: Die Münchenkrimis. (2010)
  • Wenn I schaug … (2012)
  • Live + Aloa (2014)