Starporträt

Mesut Özil

Mesut Özil gewann mit der Fußballnationalmannschaft die Fußball-WM 2014. Doch auch in den großen Vereinen Europas beweist der Fußballspieler sein Talent - Teil der Nationalmannschaft will er allerdings nicht mehr sein.

Mesut Özil

  • Geboren , Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen
  • VornameMesut
  • Name Özil
  • Jahre30
  • Grösse 1.8 m
  • Partner Amine Gülse (seit 2017); Mandy Capristo (2013-2016); Anna Maria Lagerblom (2009-2010)

Biografie von Mesut Özil

Der Fußball-Star

gehörte nicht nur über viele Jahre zum festen Kader der deutschen Fußballnationalmannschaft, mit der er 2014 den WM-Titel holte. Er war jemand, der ein besonders freundschaftliches Verhältnis zum Bundestrainer hatte, als eine der zentralen Figuren der Mannschaft galt. Und gleichzeitig ist er in den Top-Klubs Europas gefragt. Alles bestens also, oder?

Seine Fußball-Karriere startete bei Schalke 04, ging über Werder Bremen zu Real Madrid und schließlich zu Arsenal London.

Das beste aus zwei Kulturen

Özil ist als Kind türkischer Einwanderer in Gelsenkirchen aufgewachsen. Der Fußball-Profi sieht den Einfluss der beiden Kulturen als den Grundstein für seine Fußball-Karriere: "Ich besitze auf der einen Seite die deutsche Disziplin und Taktik, die an den Nachwuchsleistungszentren in Deutschland trainiert wird. Auf der anderen habe ich mit meiner Familie und Freunden schon als Kind viele Spiele der türkischen Liga angeschaut und versucht, die Tricks der Profis nachzumachen. Wir haben damals auf engstem Raum auf einem alten Bolzplatz gekickt – da hat alles angefangen."

Der Familienmensch

Mittlerweile spielt Mesut Özil in den großen Stadien der Welt und kann sich seine Vereine aussuchen. So zog er für Real Madrid in die spanische Hauptstadt und ging für Arsenal London in die britische Metropole. Doch, wo er auch ist, seiner Familie ist der Fußballspieler stets verbunden. "Meine Mutter kommt regelmäßig zu mir nach London, sie wohnt dann zwei, drei Wochen bei mir. Sie kocht auch für mich – ich liebe das Essen meiner Mutter. Mein Bruder Mutlu und meine Agentur kümmern sich zudem um mich. Ich kann ihnen allen zu 100 Prozent vertrauen. Wenn man das kann, umso glücklicher ist man, und es stimmen dann die Leistungen auf dem Platz", erklärt der Familienmensch.

Nur mit seinem Vater hat der Star-Fußballer kein gutes Verhältnis: Mustafa Özil war lange als Mesuts Berater tätig. Schleuderte das Geld seines Sohnes jedoch zum Fenster raus und wurde immer wieder mit anderen Frauen gesichtet. Mesut entließ seinen Vater aus seinem Posten und bestärkte seine Mutter, sich scheiden zu lassen.

Mesut und die Liebe

Der Arsenal-Spieler war bis Oktober 2014 mit Sängerin liiert. Noch bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien sah man sie gemeinsam, sie zogen dann nach London und teilten ihr Liebesglück via Facebook und Twitter mit ihren Fans. Die plötzliche Trennung des Traumpaares überraschte viele. Danach war es ein ständiges Auf und Ab für das Paar, das sich Ende 2016 endgültig trennte.

Nur ein halbes Jahr später sieht man aber ein ganze neues Gesicht an seiner Seite. Der Mittelfeldmann mit dem perfekten Timing für den richtigen Pass hat wieder einen Volltreffer gelandet. Die in Schweden geborene Schauspielerin und frühere "Miss Türkei" Amine Gülse beflügelt Özil seitdem zu neuen Höchstleistungen. Wer weiß: Vielleicht hat er demnächst auch das richtige Timing für die richtige Frage.

Mesut und die WM in Russland 2018

Der deutschen Mannschaft war in Russland 2018 kein Glück beschieden: Aus in der Vorrunde. Der Zorn der Fans entlud sich auch und vor allem auf Mesut Özil. Warum? Weil Özil und sein Teamkollege Gündogan im Vorfeld für ordentlich Unruhe um die Nationalmannschaft gesorgt hatten, für Schelte der Medien und ja, auch vielleicht, für eine Unsicherheit bei den Fans. Denn die beiden Fußballer hatten kurz vor der WM für ein Foto mit dem hochumstrittenen türkischen Präsidenten Recep Tayyipp Erdogan, 64, posiert - grinsend und mit Präsenten für ihn. Warum die Sportler einem Despoten im Wahlkampf zur Seite springen, wollte kaum jemandem einleuchten. Özil aber sah sich als Fußballer und wollte das Ganze nicht kommentieren. Wochenlang. Das hatte auf jeden Fall Einfluss auf die Stimmung zwischen fans und Mannschaft.

Rassismus-Vorwürfe und Rücktritt aus der Nationalmannschaft

"Die WM schon nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, tut so weh. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um das zu verarbeiten", schrieb Özil so nur nach dem WM-Aus. Und brauchte weitere Wochen, um sich auch zu dem Foto-Skandal zu äußern. Mit dem Vorwurf von Rassismus. Von mangelndem Rückhalt. Er wandte sich gegen eine in seinen Augen erbarmungslose, instrumentalisierende Presse. Und erklärte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

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