Starporträt

Martin Scorsese

Martin Scorsese ist einer der einflussreichsten Regisseure des zeitgenössischen amerikanischen Kinos. Und das zurecht!

Martin Scorsese

  • Geboren , Queens, New York / USA
  • VornameMartin Charles
  • Name Scorsese
  • Jahre77
  • Grösse 1.63 m
  • Partner Helen Morris (verheiratet); Illeana Douglas (1989-1997); Barbara De Fina (1985-1991); Isabella Rossellini (1979-1983); Julia Cameron
  • Kinder Catherine ; Domenica  (*1976); Francesca  (*1999)

Biografie von Martin Scorsese

Martin Scorsese fing schon früh damit an, Drehbücher zu schreiben. Und das eher gezwungenermaßen, als freiwillig! Denn als Kind verbrachte er wegen Asthma bronchiale mehrere Monate im Krankenbett.
Doch nach seinem Umzug nach "Little Italy" war Martins Plan keineswegs der, in die Filmbranche zu gehen; er wollte Priester werden.

Martin Scorseses Anfänge

Aus dem Plan wurde nichts. Martin wird aus der Jesuitenschule ausgeschlossen und möchte nun eigentlich eine Ausbildung zum Lehrer machen. Doch er entschied sich schlussendlich doch dazu, an der New York University Filmkunst zu studieren. Und das war das Sprungbrett für seine Karriere.

Leonardo DiCaprio

Audienz beim Papst

©Gala

Seine Dozenten unterstützen ihn finanziell damit Martin Scorsese seine ersten Kurzfilme drehen kann – und er gewinnt direkt Preise!

1965 schließt er sein Bachelor-Studium ab und macht noch seinen Master. In dieser Zeit arbeitet er an seinem Spielfilmdebüt "Wer klopft denn da an meine Tür? ". Das Budget, dass für die Produktion gebraucht wurde, ruiniert Martin finanziell.

Um ein geregeltes Einkommen zu haben, unterrichtet Martin Scorsese an der Universität Regie. Und dabei drückt nicht irgendwer die "Schulbank", sondern spätere Star-Regisseure wie Oliver Stone und Jonathan Kaplan.

In den Siebzigern zieht Martin nach Kalifornien und freundet sich dort mit Francis Ford Coppola, George Lucas und Steven Spielberg an. 1971 dreht er seinen ersten Hollywood-Film "Die Faust der Rebellen".

Der große Durchbruch

In Kalifornien wird Martin in die Gewerkschaft der Regisseure aufgenommen und dreht 1973 seinen ersten erfolgreichen Autorenfilm, "Hexenkessel". Der Film macht nicht nur ihn schlagartig bekannt, sondern auch seinen Darsteller Robert De Niro.

Martin Scorseses ganz großer Durchbruch folgt ein Jahr später mit "Alice lebt hier nicht mehr". Darauf folgt "Taxi Driver", der nicht weniger erfolgreich ist.

Eine schwere Zeit

In der Zeit wird er als wichtigster Filmemacher seiner Generation gefeiert. Doch das tut Martin Scorsese nicht gut, denn in dieser Zeit setzt seine Drogensucht ein. Sein Leben ist voller stürmischer Affären und künstlerischer Höhenflüge.

Und auch bei der Arbeit läuft es für den Regisseur nicht mehr so gut. Sein Projekt "New York New York" mit Liza Minnelli und Robert De Niro in den Hauptrollen fällt bei Kritikern und Publikum durch.

Doch selbst wenn ein Film an sich gut ankommt, wie 1980 der Boxerfilm "Wie ein wilder Stier", eilt Martin Scorsese sein Ruf voraus; und das ist kein guter.

Erst die von ihm initiierte Kampagne zur Restaurierung alter Hollywoodfilme bringt ihm wieder positive Presse.

Rückkehr ins Rampenlicht

1986 wird Martin in Cannes für den Film "Die Zeit nach Mitternacht" als bester Regisseur ausgezeichnet und rückt so zurück ins Rampenlicht. Und auch seine folgenden Produktionen werden Kassenschlager. Ein kommerzieller Höhepunkt seiner Karriere als Regisseur gelingt ihm mit "Gangs of New York", "Aviator" und "Departed – Unter Feinden". Die drei Filme weisen eine Gemeinsamkeit auf: Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.

Mit "Departed" gewinnt Martin Scorsese auch endlich seinen ersten Oscar, 26 Jahre nach seiner ersten Nominierung!

Spielfilme und Dokumentationen von Martin Scorsese

  • 1967: Wer klopft denn da an meine Tür? (Who’s that knocking at my door?)
  • 1972: Die Faust der Rebellen (Boxcar Bertha)
  • 1973: Hexenkessel (Mean Streets)
  • 1974: Alice lebt hier nicht mehr (Alice Doesn’t Live Here Anymore)
  • 1976: Taxi Driver
  • 1977: New York, New York
  • 1985: Die Zeit nach Mitternacht (After Hours)
  • 1986: Die Farbe des Geldes (The Color of Money)
  • 1988: Die letzte Versuchung Christi (The Last Temptation of Christ)
  • 1990: Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia (Goodfellas)
  • 1993: Zeit der Unschuld (The Age of Innocence)
  • 1995: Martin Scorsese: Eine Reise durch den amerikanischen Film (A Century Of Cinema – A Personal Journey With Martin Scorsese Through American Movies)
  • 2002: Gangs of New York
  • 2004: Aviator (The Aviator)
  • 2005: No Direction Home – Bob Dylan (No Direction Home: Bob Dylan)
  • 2006: Departed – Unter Feinden (The Departed)
  • 2008: Shine a Light
  • 2010: Shutter Island
  • 2011: George Harrison – Living In The Material World
  • 2013: The Wolf of Wall Street
  • 2016: Silence

Auszeichnungen, die Martin Scorsese verliehen wurden

  • Internationale Filmfestspiele von Cannes 1976: Goldene Palme für Taxi Driver
  • Internationale Filmfestspiele von Cannes 1986: Beste Regie für Die Zeit nach Mitternacht
  • Internationale Filmfestspiele von Venedig 1990: Silberner Löwe als Bester Regisseur für Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia
  • Los Angeles Film Critics Association Awards 1990: Beste Regie für Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia
  • AFI Life Achievement Award des American Film Institute, 1997
  • César 2000: Ehrenpreis
  • Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters, 2000
  • Golden Globe Award 2003: Beste Regie für Gangs of New York
  • Lifetime Achievement Award by the Directors Guild of America, 2003
  • Aufnahme in die American Academy of Arts and Sciences 2006
  • Golden Globe Award 2007: Beste Regie für Departed – Unter Feinden
  • Oscar 2007: Beste Regie für Departed – Unter Feinden
  • Aufnahme in die American Philosophical Society
  • Cecil B. DeMille Award 2010, Sonderpreis für sein Lebenswerk
  • Academy Fellowship der BAFTA 2012