Starporträt

Mark Ruffalo

Niemand kennt seinen Namen. Völlig zu Unrecht, denn Mark Ruffalo kann auf eine beachtliche Filmographie zurückblicken

Mark Ruffalo

  • Geboren , Kenosha, Wisconsin / USA
  • VornameMark Alan
  • Name Ruffalo
  • Jahre51
  • Grösse 1.73 m
  • Partner Sunrise Coigney (verheiratet)
  • Kinder Keen  (*2001); Bella  (*2005); Odette  (*2007)

Biografie von Mark Ruffalo

Mark Ruffalo ist ein Phänomen. "Mark wer?", werden sich jetzt gewiss viele fragen. Na, Mark Ruffalo - der gutaussehende Typ mit den braunen Locken und dem charmanten Lächeln, der das Herz von Jennifer Garner in "30 über Nacht" und das von Gwyneth Paltrow in "Flight Girls" höher schlagen ließ. "Ah, der Mark Ruffalo" - genau deswegen ist er ein Phänomen. Denn der Schauspieler hat schon in so vielen bedeutenden Hollywood-Produktionen mitgewirkt, dass ihn eigentlich die halbe Welt kennt. Nur eben nicht erkennt.

Marks unglaubliche Wandlungsfähigkeit

Zum einen liegt das sicherlich daran, dass er in seinen Filmen eine unglaubliche Wandlungsfähigkeit an den Tag legt. Er kann Auftragskiller ("Collateral", 2004) und Serienkiller ("Zodiac", 2007) jagen, als Gefreiter für sein Vaterland kämpfen ("Windtalkers", 2002) oder als computerverrückter Techniker ("Vergiss mein nicht", 2003) Liebeskummer aus Gehirnen löschen. Am besten stehen ihm jedoch die Rollen als Liebhaber, bester Freund oder Ehemann, die er schon in etlichen Filmen spielen durfte. 2001 bezirzte er Meg Ryan in dem Thriller "In the Cut", 2002 war Naomi Watts in dem Drama "We don't live here anymore" an der Reihe und 2004 stand er der todkranken Sarah Polley in dem Drama "Mein Leben ohne mich" zur Seite. Ein Mann für alle Fälle eben, und für alle Arten von Rollen.

Familienzeit statt wilde Hollywood-Partys

Anstatt zu Partys oder Premieren zu rennen und sein Gesicht in jede Kamera zu halten, verbringt Mark seine freie Zeit allerdings am liebsten bei ausgedehnten Fahrradtouren mit der Familie. Im Juni 2000 heiratete er die Schauspielerin Sunrise Coigney, mit der er drei Kinder (Keen, Bella und Odette) hat. Familienmensch Mark liebt es, gemütlich zusammen mit seinen Kindern im Bett zu kuscheln und die Zeit zu vergessen. Und so kann es auch schon mal vorkommen, dass er den ein oder anderen wichtigen Termin verschläft. So geschehen bei den "Screen Actors Guild Awards" 2015. Eigentlich sollte er einen Award für seine Rolle im Film "The Normal Heart" erhalten, tauchte aber bei der Preisverleihung nicht auf. Stattdessen twitterte er entschuldigend: "Als ich wach geworden bin, habe ich von meiner Frau und den Kindern erfahren, dass ich einen SAG-Award für "The Normal Heart" gewonnen habe. Liebe siegt heute Nacht!"

Nicht immer eitel Sonnenschein

Doch das Leben von Mark Ruffalo war nicht immer so beschaulich und idyllisch: Nach einem Studium an der berühmten Schauspielschule "Stella Adler Conversatory" zieht es ihn zunächst auf die Theaterbühne. Zwischen 1990 und 1999 spielt er über 30 Rollen und schreibt sogar selber einige Stücke. Doch zum Leben reicht sein Gehalt hinten und vorne nicht, so dass er nebenbei noch als Kellner arbeiten muss. Zwar ist er während dieser Zeit auch in einigen unbedeutenden Filmproduktionen zu sehen und spricht für rund 800 Rollen vor. Dennoch bleibt er ganze neun Jahre lang vor den Toren der glitzernden Glamour-Welt. Erst im Jahr 2000 folgt der Durchbruch: Kenneth Lonergan feiert mit "You can't count on me" sein Regiedebüt und Mark Ruffalo brilliert in seiner Rolle als Taugenichts-Bruder von Hauptdarstellerin Laura Linney. Nur ein Jahr später wird der Schauspieler erneut auf eine harte Probe gestellt: Ärzte diagnostizieren ihm einen Hirntumor. Zwar verläuft die Operation erfolgreich, doch eine seiner Gesichtshälften bleibt monatelang gelähmt. Für ein gutes Jahr muss sich Mark Ruffalo komplett von der Schauspielerei zurückziehen. Er verliert alle Rollenangebote, darunter auch eine Hauptrolle in dem Film "Signs - Zeichen", die an Joaquin Phoenix ging.

Es ging wieder bergauf

Nach dieser schweren Zeit ging es jedoch rasch wieder bergauf mit Marks Karriere. In „Die Stadt der Blinden“ übernahm er 2008 eine Hauptrolle und 2010 sah man ihn an der Seite von Leonardo DiCaprio im Scorsese-Meisterwerk „Shutter Island“. In den „Avengers“-Filmen (2012 und 2015) spielte er den ehemaligen Wissenschaftler Bruce Banner, der sich bei erhöhtem Puls in das instinktgesteuerte und übermenschlich starke Wesen Hulk verwandelt. Doch trotz der Kinoerfolge: Alte Liebe rostet nicht. Ab und an zieht es Mark auch heute noch zurück zu seiner Leidenschaft - der Theaterbühne. Mit dem einzigen Unterschied, dass er nun nebenbei nicht mehr als Kellner jobben muss. Alles in allem wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis jeder Kinofan nicht nur sein Gesicht, sondern auch seinen Namen kennt. Verdient hat Mark es in jedem Fall!