Starporträt

Mario Barth

"Boah, ey!" ist nicht nur ein beliebter Ausruf des erfolgreichen Komikers, sondern fasst auch die eindrucksvolle Karriere von Mario Barth passend zusammen

Mario Barth

  • Geboren , Mariendorf, Berlin / Deutschland
  • VornameMario
  • Name Barth
  • Jahre46
  • Grösse 1.74 m
  • Partner Paula  (aktuell)

Biografie von Mario Barth

ist nicht irgendein Komiker, sondern Deutschlands erfolgreichster. "Is wahr! Boah, ey!" – um es mit den Worten des Comedy-Stars zu sagen. Doch so sehr ihn seine Anhänger lieben, so sehr verachten seine Kritiker seine derben Witze, die sich immer wieder um ein Thema drehen: das Verhältnis zwischen Mann und Frau.

Katholische Erziehung

"Bin ick jetzt Popstar? Nö, ick bin Mario Barth, wohnhaft in Berlin. Freundin, fünf Brüder, 'ne Mutter. Leider keinen Hund. Ich wohne zur Miete, habe ein normales Auto, alles ist toll", erklärte er einst bescheiden im 'Stern'-Interview. Mario wuchs im Berliner Stadtteil Mariendorf in einer katholischen Familie auf, seine Eltern schickten ihn auf eine katholische Privatschule und später war er sogar Messdiener. Nach der Schule versuchte Mario es erst mit einer Ausbildung zum Elektroniker. Dabei hatte er jedoch wenig Spaß und entschied, lieber eine Schauspielausbildung zu machen. Heute pendelt der Star zwischen Berlin und Düsseldorf. Seine Freundin, die immer wieder für Marios Anekdoten herhalten muss, ist sehr kamerascheu. Tatsächlich hat sie bis heute noch niemand zu Gesicht bekommen.

Lieblingsthema Mann und Frau

Seine Shows, TV-Sendungen und auch sein Kinofilm 'Männersache' widmet Mario fast vollständig seiner speziellen Sicht des Männer-Frauen -Verhältnisses. Unerschöpflich scheint das Thema Mann und Frau für den Comedian zu sein. Für seine Zoten greift er gern auf simple Rollenmuster und Klischees zurück. Und genau das stößt seinen Kritikern auf: Die häufigsten Vorwürfe lauten, sein Humor sei frauenfeindlich und niveaulos. Außerdem habe er lediglich zwei bis drei Witze, die er mit immer neuen Beispielen ins Unendliche steigere. Der Spiegel bezeichnete ihn als "Zoten-Zampano", die Süddeutsche als "Prall-Up-Artist". Doch während urteilte: "Dessen Humor ist definitiv nicht meine Welt", lobte ihn für seine stets im Berliner Dialekt vorgetragene Comedy, die "Tempo und Rhythmus" habe.

Karriere der Superlative

Nach ersten kleineren Auftritten in Comedy-Shows gelang Mario im Oktober 2004 der große Durchbruch: Mit seinem Langenscheidt-Sprachführer 'Deutsch - Frau / Frau - Deutsch' sicherte er sich endgültig einen Platz im Olymp der Comedy-Stars. In seinem Buch bietet Mario "Schnelle Hilfe für den ratlosen Mann", den er in die vertrackten Geheimnisse weiblichen Sprachgebrauchs einweiht. Schon am ersten Abend war die Startauflage der Übersetzungshilfe für die "Frauensprache" komplett ausverkauft. Der Erfolg geht weiter: Für sein Programm 'Männer sind Schweine, Frauen aber auch!' erhielt Mario 2005 erstmalig den Deutschen Comedy Preis in der Kategorie 'Beste Live Comedy'. Ganze zehn Mal sahnte er den Preis in den darauffolgenden Jahren ab. Auch mit seinen Live-Shows begeistert er: ab 2006 mit dem Programm 'Männer sind primitiv, aber glücklich!', ab 2009 'Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!' und ab 2012 mit 'Männer sind schuld, sagen die Frauen!'. Mit seinem Auftritt im Berliner Olympiastadion vor rund 70.000 Zuschauern schrieb Mario Geschichte: Für die größte Comedy-Show der Welt konnte er sich über einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde freuen. 2014 brach Mario seinen eigenen Weltrekord, indem er für eine zweitätige Show 116.498 Zuschauer ins Berliner Olympiastation lockte.

Kein Ende in Sicht

Seit 2009 moderiert Mario seine eigene Fernsehsendung, 'Willkommen bei Mario Barth' und seit 2013 produziert er 'Mario Barth deckt auf!' – beides für RTL. Darin nimmt er die krassesten Fälle von Steuergeldverschwendung unter die Lupe. Fans, die seine Sendungen verpasst haben, können fast alle Shows und auch Live-Auftritte im Internet-Stream sehen. Nachdem er auf seiner Tour 'Männer sind bekloppt, aber sexy!' (2015-2016) Tipps und Ratschläge gab, wie Mann eine Beziehung zum weiblichen Geschlecht möglichst unbeschadet übersteht, will er 2018 mit 'Männer sind faul, sagen die Frauen' wieder die Hallen füllen.

"Fan-Fischen am billigen Rand"

In letzter Zeit sorgte der Comedian durch Postings in den sozialen Medien allerdings zunehmend auch für Negativ-Schlagzeilen. So brachte ihm ein populistischer Kommentar auf seiner Facebook-Seite im Zuge des Amoklaufs in München im Juli 2016 öffentliche Schelte von Comedy-Kollege ein. Dieser warf ihm "Fan-Fischen am billigen Rand" vor, dem rechten also. Wenige Monate später sorgte ein Video für Aufregung, in dem Barth sich vor dem Trump-Tower filmte, um zu behaupten, die Massendemonstrationen gegen den frisch gewählten Präsidenten fänden gar nicht statt und sich über die diesbezügliche Medienberichterstattung zu mokieren. Die Aktion brachte ihm den Vorwurf der Nähe zu verschwörerischen Bewegungen rund um "Lügenpresse" und Co ein. Von rechtem Gedankengut distanziert er sich selbst ausdrücklich.