Starporträt

Maria Sharapowa

Tennis-Wunderkind, Sex-Symbol, Dopingsünderin: Maria Sharapowa gibt alles für den Erfolg und übertritt dabei auch manchmal Grenzen.

Maria Sharapowa

  • Geboren , Nyagan, Russland
  • VornameMaria
  • Name Sharapowa
  • Jahre31
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Sasha Vujacic (verlobt von 2010-2012)

Biografie von Maria Sharapowa

Bereits im Alter von 4 Jahren stand Maria Sharapowa das erste Mal auf dem Tennisplatz. Zuerst mit ihrem Vater in einem Park, später in einer Tennisschule. Mit 6 Jahren wurde sie bei einem Auswahlspiel entdeckt und erhielt das Angebot in der berühmten Akademie von Nick Bollettieri, der Tennis-Legenden wie Andre Agassi, Tommy Haas und auch Boris Becker trainiert hatte, ausgebildet zu werden. Daraufhin zog sie mit ihren Eltern Juri und Jelena nach Bradeton, Florida und wurde in kürzester Zeit zum Shootingstar der Tennisszene. Mit 15 debütierte sie das erste mal bei einem WTA-Turnier und stieg 2002 in die Weltrangliste des Tennis ein. Anfänglich noch auf Platz 186. Dieser Umstand sollte sich jedoch bald ändern. Denn bereits ein Jahr später belegte sie durch ihre Siege bei den Japan Open und dem WTA Quebec Rang 32. Im Sommer 2004 nahm sie das zweite Mal am Turnier in Wimbledon teil und besiegte völlig überraschend die Titelverteidigerin Serena Williams. Sie war nach all der harten Arbeit und dem Verzicht auf ein normales Teenagerleben im Tennis-Olymp angekommen.

Schulterverletzung bringt sie aus dem Tritt

Es folgte eine Zeit mit schwankenden Leistungen und mäßigen Erfolgen. Zwar siegte sie in kleineren Turnieren wie Birmingham oder erneut Tokio, schaffte es aber im größeren Rahmen nicht über das Halbfinale hinaus. Anschließend laborierte die Russin längere Zeit an einer Schulterverletzung, die sie 2007 immer wieder zu Verletzungspausen zwang. Im Jahr danach rückte sie durch diverse Siege in kleineren Wettbewerben und das Erreichen des Halbfinals in Paris auf den ersten Platz der Tennis-Weltrangliste vor. Den Titel gab sie jedoch relativ schnell an Ana Ivanovic, der Ehefrau von Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger, ab und unterzog sich anschließend einer Schulteroperation. 2009 startete sie ihr Comeback, welches sie mit diversen WTA-Turnier-Siegen und zwei Grand-Slam-Siege in Paris, 2012 und 2014, krönte.

Auch abseits des Platzes ein glattes Ass

Auch wenn sie nicht gerade in weißen Tennisröcken Filzbälle über die rote Asche jagt, ist sie mehr als erfolgreich. Durch lukrative Werbeverträge mit ihrem Ausrüster Nike, dem Kosmetikhersteller “CoverGirl” oder auch dem Nobel-Einkaufshaus “Tiffany’s & Co” hat sich Maria Sharapowa als Marke etabliert. Zudem beweist das ehemalige Tennis-Wunderkind ein gutes Näschen für Investitionen: Sie besitzt diverse Immobilien-Aktien, eine eigene Burgerkette sowie ihre eigene Vodkamarke “Pure Wondersharapova”. Mit 13 Millionen Likes auf Facebook, 2,5 Millionen Followern auf Instagram und gut 3 Millionen auf Twitter ist sie außerdem ein echtes Schwergewicht auf dem Socialmedia-Markt. Ihr Gesamtvermögen wird auf rund 145.000.000 US-Dollar geschätzt und sie gilt als die bestverdienende Tennisspielerin der Welt. Nur in der Liebe schlägt sie auch mal daneben: Ihre Verlobung mit dem Basketballer Sasha Vujacic wurde 2012 nach nur drei Jahren Beziehung wieder gelöst. Mit dem bulgarischen Tennisspieler Grigor Dimitrov sollte das Glück ebenfalls nicht von langer Dauer sein.

Maria Sharapowa - die Dopingsünderin

Im Januar 2016 wurde die Russin bei den Australian Open positiv auf die verbotene Substanz Meldonium getestet. Dabei handelt es sich um ein Medikament, dass die Durchblutung fördert und im russischen Leistungssport sehr verbreitet ist. Sie selbst nahm das Medikament seit 2006 ein. Weil sie sich anschließend weigerte die B-Probe öffnen zu lassen, wurde ihr eine zweijährige Sperre durch Welt-Tennis-Verband erteilt, welche sie vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS anfechtete. Ihre Zwangspause wurde daraufhin auf 15 Monate reduziert. Trotz ihrer Dopingsperre wurde sie in das russische Olympiaaufgebot berufen und gewann in Rio die Silbermedaille. Ihr Comeback nach der Auszeit gab Sharapowa im April 2017 beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart. Da sie jedoch ihre gute Platzierung in der Weltrangliste aufgeben musste, ist sie seither auf sogenannte Wildcards der Turnierveranstalter angewiesen.