Starporträt

Madonna

Der Weg bis ganz nach oben führt an ihr vorbei: Madonna ist eine Göttin im Pophimmel, und das seit mehreren Jahrzehnten

Madonna

  • Geboren , Bay City, Michigan / USA
  • VornameMadonna Louise Veronica
  • Name Ciccone
  • Jahre61
  • Grösse 1.64 m
  • Partner Guy Ritchie (geschieden); Sean Penn (geschieden); Jesus Luz; Alex Rodríguez; Tupac Shakur; John  Kennedy Jr; Timor Steffens; Aboubakar Soumahoro; Brahim Zaibat
  • Kinder Lourdes Leon (*1996); Rocco John  (*2000); David Banda  (*2005); Mercy James  (*2005); Estere  (*2012); Stella  (*2012)

Biografie von Madonna

Normalsterbliche fragen sich manchmal, ob ein typischer Tag von Madonna Louise Veronica Ciccone schlicht und einfach mehr Stunden hat als der eigene. Oder sie nicht vielleicht mindestens drei Doppelgängerinnen hat. Wie könnte sie sonst immer und überall dabei sein - und immer die Erste, Coolste oder Größte? Wie sonst vier Stunden täglich tanzen, vier weitere Power-Yoga machen, Reiten, Managerin und Mutter sein, in Kabbala Büchern blättern und ganz nebenbei die Trends für die nächste Saison setzen? Folgt man ihr auf Instagram, sieht man: Diese Frau kennt keine Pause!

Ein Aufstieg wie im Drehbuch

Schon als kleines Mädchen lernt Madonna sich durchzusetzen. Sie ist das dritte von sechs Kindern. Ihre Mutter Madonna Louise stirbt an Brustkrebs, da ist Madonna gerade mal fünf Jahre alt. Ihren Vater Sylvio hasst sie und wird als Teenager zur vorlauten Rebellin. Doch abgesehen davon, dass sie in jungen Jahren mit zerfetzten Strumpfhosen und selbst genähten Miniröcken provoziert, ist sie eine sehr gute und fleißige Schülerin (IQ: 141). Bereits zu dieser Zeit hat Madonna Großes vor ("Ich führte mich schon als Star auf, als ich noch längst keiner war"). Legendär ist die Geschichte, wie sie mit wenigen Dollars nach New York ging, erst Kellnerin, dann Nacktmodell und Tänzerin wurde.

Jasmin Tawil

Sie veröffentlicht ein Video von ihrem Sohn

Jasmin Tawil
Nach den überraschenden Baby-News veröffentlicht Jasmin Tawil nun ein süßes Video von ihrem Sohn Ocean Malik.
©Gala

Mit Sex und Verstand zum Erfolg

Und heute bestimmt sie seit über 30 Jahren die Popwelt, kein Star hat die Mechanismen der Selbstvermarktung wohl so gut verstanden und verinnerlicht wie Madge. Mit jedem Album, jedem Videoclip erfindet sie sich immer wieder neu. Ganz nebenbei hat sie viel für die Emanzipation der Frau getan. Weil sie sich früh so verhielt, wie man es eigentlich nur Männern erlaubte: Sprach offen über Sex und war schon früh der Boss in der vom Machotum dominierten Musikwelt. Der Clou: Madonna präsentiert sich gekonnt als Sexobjekt, wie in "Like A Virgin" oder ihrem "Sex"-Buch, doch selbst hüllenlos behält sie stets die Hosen an. Das zeigt sie auch stets auf Instagram, wo sie nicht nur mit freizügigen Bildern für Aufmerksamkeit sorgt, sondern auch stets mit politischen Botschaften.

Sie erfindet sich immer wieder neu

Immer dann, wenn ihre zahlreichen Neider von Stagnation oder gar Karriere-Aus sprechen, ist sie plötzlich mit einem neuen Identitätsentwurf zur Stelle und wird in kulturwissenschaftlichen Doktorarbeiten verewigt. All das in einem Alter, in dem Normalsterbliche so langsam Enkelkinder in die Welt setzen, die biologische Uhr scheint gnädig an ihr vorbei zu ticken. "Manchmal kann ich selbst nicht fassen, wie alt ich bin. Doch ich fühle mich in meinem Körper besser als vor 10 Jahren. Das ist gut - denn ich will ewig bleiben." Das bewies sie auch mit ihrer Musik. Hatten sie Ende der 90er einige bereits abgeschrieben, feierte sie ein fulminantes Comeback mit der von Kritikern hochgelobten Platte "Ray of Light" und der darauf enthaltenen Single "Frozen". Gleiches gelang ihr auch 2015 mit der Platte "Rebel Heart" und dem Song "Ghosttown".

Madonnas Misserfolge als Schauspielerin

Musikalisch ist Madonna also immer auf der Höhe und grandios erfolgreich – auf der großen Leinwand hingegen eher ein Flop. Dabei fing alles so gut an. Schon früh stand die Sängerin auch vor der Kamera und wirkte in experimentellen (Kurz-)Filmen mit. Ihren ersten von der Öffentlichkeit wahrgenommenen Auftritt in einem Film hatte sie 1985 in der Verwechslungskomödie "Susan … verzweifelt gesucht", wofür sie tatsächlich einen Haufen Kritikerlob einstecken konnte. Dabei blieb es allerdings nicht. In Zukunft glänzte Madonna nicht mit ihren Schauspielleistungen, sondern leider eher mit ihrer schlechten Rollenauswahl. Sogar der Streifen "Stürmische Liebe – Swept Away" ihres damaligen Ehemanns Guy Ritchie, erhielt – auch dank ihrer Hauptrolle – vernichtende Kritiken. Nicht umsonst wurde sie mehrfach mit der Goldenen Himbeere "ausgezeichnet" und erhielt sogar den "Preis" als schlechteste Schauspielerin des Jahrhunderts. Ihrer musikalischen Karriere tat das immerhin keinen Abbruch.

Popstar und Instagram-Ikone

Madonnas Stellenwert als Pop-Ikone, zeigt auch ihre Beliebtheit bei jüngeren Stars, die alles dafür geben, um in Madonnas Kreisen zu verkehren. Beyoncé Knowles, Kanye West, Miley Cyrus, Rita Ora – sie alle kämpfen förmlich darum, von ihr auf Instagram erwähnt zu werden oder ein Bild mit ihr zu ergattern. Sie alle wollen mit ihr arbeiten, nicht nur musikalisch, sondern auch politisch. Geht es um Gleichberechtigung oder Diskriminierung von Minderheiten, ist Madonna zur Stelle. Sie postet fleißig aussagekräftige Fotos auf Instagram, die andere Prominente dann gerne reposten, um ihre Unterstützung deutlich zu machen. Und es zeigt: Madonna ist mehr als nur ein Popstar – sie ist eine der einflussreichsten Frauen der Welt!

ESC-Debakel

Doch selbst eine erfolgsverwöhnte Madonna landet mal einen Flop. 2019 wurde die Sängerin von einem steinreichen Israeli für den Eurovision Song Contest in Tel Aviv eingekauft. Madonnas Auftritt sollte der Höhepunkt des Abends werden und das wurde er gewissermaßen auch – doch leider nicht im positiven Sinne. Bereits das vorherige Interview mit der Queen of Pop während der Show versprach nichts Gutes. Die Zuschauer erlebten eine gelangweilte und zickig antwortende Madonna. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Spektakulär wie eh und je betrat Madonna die Bühne und wollte ihren Evergreen "Like A Prayer" zum Besten geben. Doch das ging ordentlich in die Hose. Sie traf die Töne nicht, verpasste Einsätze, wirkte kurzatmig und war schlichtweg nicht die beste Version ihrer selbst. Geäußert hat sich die Pop-Ikone zum ESC-Debakel nicht. Allerdings postete sie auf ihrem YouTube-Kanal ein Video des Auftritts, das offenbar überarbeitet wurde und ganz und gar nicht mehr so schrecklich klang. So was kann sich wohl nur die Queen herself erlauben.

Alben von Madonna

  • 1983: Madonna
  • 1984: Like a Virgin
  • 1986: True Blue
  • 1989: Like a Prayer
  • 1992: Erotica
  • 1994: Bedtime Stories
  • 1998: Ray of Light
  • 2000: Music
  • 2003: American Life
  • 2005: Confessions on a Dance Floor
  • 2008: Hard Candy
  • 2012: MDNA
  • 2015: Rebel Heart
  • 2019: Madame X

Testen Sie Ihr Star-Wissen

1

Seit einiger Zeit ist Madonna begeisterte Anhängerin einer mystischen Lehre. Welcher?

Leider falsch!
Richtig!

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