Starporträt

Luis Fonsi

Despacito – Spanisch für langsam, sehr langsam. Von etwas mehr Ruhe und Zeit, seine "Mamita" zu beknien, kann der Latino-Star derzeit wohl nur singen...

Luis Fonsi

  • Geboren , San Juan / Puerto Rico
  • VornameLuis Alfonso
  • Name Rodríguez López-Cepero
  • Jahre40
  • Grösse -
  • Partner Aguela López (verheiratet); Adamari López (geschieden)
  • Kinder Mikaela  (*2011); Rocco  (*2016)

Biografie von Luis Fonsi

Lange Zeit Geheimtipp unter Freunden des Latin-Pop katapultierte ihn sein Rekord-Sommerhit "Despacito" 2017 in die Charts und auf die Bühnen der Welt. Mach lauter, Daddy Yankee!

Boy sucht Band

Geboren im puerto-ricanischen San Juan zog der kleine schon früh mit seiner Familie nach Orlando/Florida. Der Musik seiner südamerikanischen Heimat ist er dennoch treu geblieben. So wusste er angeblich bereits im Alter von zehn Jahren, dass er einmal bei "Menudo" einsteigen wollte, der damals bekanntesten Boy-Band im lateinamerikanischen Raum. Stattdessen blieb er nach der Schule dann doch lieber in den Staaten und studierte Musik an der Florida State University. Nicht die schlechteste Entscheidung: der Präsident der Fachschaft Musik entdeckte sein Talent und arrangierte seinen ersten Plattenvertrag.

Die Eroberung Südamerikas...

So erschien 1998 sein erstes Album "Commenzaré", das in Lateinamerika direkt zum Kassenschlager avancierte. Der Nachfolger "Eterno" im Jahr 2000 war nicht weniger erfolgreich. Im selben Jahr nahm der Latino-Barde ein Duett mit für deren spanischsprachiges Album "Mi Reflejo" auf. Seine Popularität hatte sich zu dem Zeitpunkt anscheinend bis zum Vatikan herumgesprochen – er sang vor Johannes Paul II und später im Zuge des 11. September neben anderen Künstlern im Weißen Haus. Mit seinem ersten englischsprachigen Album "Fight the Feeling", das 2002 erschien, ging er in den USA indes zunächst baden. Die Verkaufszahlen fielen eher bescheiden aus.

...und der Welt

Für den Durchbruch auf internationalem Parkett brauchte es drei weitere Jahre und das Album "Paso a Paso" (2005). Die Single "Nada es para siempre" ging durch die Decke und brachte ihm eine Nominierung für die Latin Grammy Awards ein. Mit "No me doy por vencido" vom Album "Palabras del Silencio" landete er 2006 erstmals in den Top 100 der US-Billboard-Charts. Und wieder rief das Weiße Haus zur Audienz: 2009 schwang der Fonsi seine Hüften bei der Verleihung des Friedensnobelpreises für in Oslo.

Despacito – Die Eroberung der Charts

Anfang des Jahres 2017 brachte der Gute Laune-Antanz-Song "Despacito", eine Kollaboration mit Reggaeton-Rapper Daddy Yankee, eine regelrechte Lawine los – und der Welt ihren obligatorischen Sommerhit. Europaweite Top-10 Chartplatzierungen schrien nach mehr und so wurde für die sogleich hinterhergeschobene Remix-Version auch kein geringerer als Teenie-Magnet mit ins Boot geholt. Ende vom Lied: Das meistgeklickte YouTube-Video aller Zeiten mit über 3,5 Milliarden Views im August selben Jahres (und das sogar noch ohne Beebs) und ein Chart-Rekord. Ende August hatte sich die Bieber-Version von "Despacito" bereits seit vier Wochen auf Platz 1 der US-Charts gehalten – und damit den seit 21 Jahren unangetasteten Dauerbrenner-Rekord von und Boyz II Men´s Schmusehymne "One Sweet Day" gebrochen.