Starporträt

Lena Petermann

"Mario Götze des Frauenfußballs" wird die torgefährliche Stürmerin Lena Petermann nicht zu Unrecht genannt

Lena Petermann

  • Geboren , Otterndorf bei Cuxhaven, Deutschland
  • VornameLena
  • Name Petermann
  • Jahre25
  • Grösse 1.76 m

Biografie von Lena Petermann

Zwar wird Fußball immer noch mehr als Männersport denn als Frauensport gesehen, aber trotzdem erregt der Profi-Frauenfußball zunehmend Aufmerksamkeit, und dabei insbesondere die sehr erfolgreiche deutsche Nationalmannschaft. Nicht ganz unschuldig daran ist die Stürmerin Lena Petermann.

Schon mit fünf auf dem Platz

Großgeworden in einem kleinen Ort bei Cuxhaven, spielte Lena schon sehr früh im lokalen Fußballverein mit. "Mein erster Verein war der TSV Otterndorf zusammen mit den Jungs – ja, da habe ich meine Karriere sozusagen begonnen." Mit ihrem Vater als Co-Trainer traute sich Lena schon als Dreikäsehoch aufs Spielfeld. "Mein erstes Spiel muss so 99 oder 2000 gewesen sein", erinnert sie sich – da war sie also fünf oder sechs Jahre alt! Mit dem TSV Otterndorf feierte Lena auch ihre ersten Erfolge und wurde wiederholt Kreismeister mit den Jungs. Dieses Talent blieb nicht lange unentdeckt. 2009 folgte ihr erstes Profispiel mit dem Hamburger SV in der Frauen-Bundesliga. Parallel dazu wurde sie auch in der U17-Nationalmannschaft eingesetzt und nahm an Europa- und Weltmeisterschaften teil, bei denen sie es stets ins Halb- oder zumindest Viertelfinale schaffte.

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©Gala

Lena Petermann geht nach Amerika

Eine Patellasehnenentzündung am Knie 2011 machte Lena Petermanns DFB-Karriere erst einmal zunichte, da sie ein Jahr pausieren musste. Frisch mit dem Abitur in der Tasche entschied sie sich 2012, zum Studium in die USA zu gehen, nachdem sie ein Angebot der University of Central Florida in Orlando bekommen hatte: "Da dachte ich mir: Wieso nicht? Es gibt nichts mehr, was mich groß in Deutschland hält." Bei den UCF Knights spielte Lena eine hervorragende Saison, die ihre Trainerin und ehemalige US-Nationalspielerin Tiffany Roberts Sahaydak dazu bewog, sie für den Kader der deutschen U20-Nationalmannschaft vorzuschlagen. Tiffany hatte Erfolg. So kehrte Lena Petermann schon 2014 nach Deutschland zurück und wurde dort umgehend vom Bundesligisten SC Freiburg verpflichtet.

Tore für die Nationalmannschaft

Mit der U20-Elf begann Lenas Karriere endgültig wirklich Fahrt aufzunehmen. Im August 2014 machte die Stürmerin die Deutschen mit dem Siegtreffer in der 98. Minute zum Weltmeister und bekam prompt den Titel "Mario Götze des Frauenfußballs" verpasst – ein Vergleich, der sie freut. "Das ist schon sehr cool. Ich kann mir ja das Tor immer wieder im Internet ansehen. Sowas passiert nur einmal im Leben." Vielleicht wird ihr das aber doch noch öfter passieren, interessierte sich doch dann gleich auch die A-Nationalmannschaft für sie. Es dauerte ein wenig, bis Lena dort eingesetzt wurde, aber schließlich wurde sie für die Weltmeisterschaft 2015 in den endgültigen Kader berufen und schoss auch gleich einige Tore. "Ich genieße jede Minute, die ich eingesetzt werde", sagt Lena Petermann bescheiden und hoffte auf viele weitere Minuten auf dem Rasen.

Zerplatzter WM-Traum 2019

Umso größer war wohl die Enttäuschung, als Lena Petermann – inzwischen erfolgreiche Spielerin bei Turbine Potsdam – zur WM 2019 in Frankreich, obwohl sie weiterhin im Kader der deutschen Nationalmannschaft ist, nicht spielen durfte. Noch im Januar träumte Lena Petermann vom begehrten Titel: "Natürlich wollen wir Weltmeister werden, das ist ganz klar". Doch aufgrund einer Fußverletzung musste die Fußballerin bereits ihrer Teilnahme am Wintertrainingslager der Nationalmannschaft in Marbella absagen und schaffte es deshalb nicht, Deutschland bei der WM im Sturm zu vertreten. Doch immerhin – und das ist vielleicht ein kleiner Trost – ergatterte Lena Petermann einen der begehrten Plätze im berühmten Panini-Sammelalbum. Das italienische Unternehmen musste schließlich bereits vor der Bekanntgabe des Kaders mit den Sammelbildern in den Druck gehen – und die Entscheidungsträger der Firma waren längst nicht die einzigen, die an Lena Petermann geglaubt haben.

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