Starporträt

Lea van Acken

Eine Schauspielausbildung absolvierte Lea van Acken nie, doch das Mädchen aus der schleswig-holsteinischen Provinz scheint ein Naturtalent zu sein

Lea van Acken

  • Geboren , Lübeck
  • VornameLea
  • Name van Acken
  • Jahre20
  • Grösse 1.7 m

Biografie von Lea van Acken

Die Senkrechtstarterin Lea van Acken beschreibt sich selbst als ganz normales Mädchen. Aufgewachsen ist die Schauspielerin in der schleswig-holsteinischen Provinz. Zwar lebt sie mittlerweile in Hamburg, doch ihre Familie und Freunde in ihrem Heimatdorf sind ihr nach wie vor sehr wichtig. Eine Reise in die Heimat verspricht nicht nur von der Mutter gekochtes Essen und idyllische Kindheitserinnerungen, sondern ist für Lea auch ein schöner Kontrast zur schimmernden Glamourwelt – so bleibt sie auf dem Teppich.

Die Karl-May-Festspiele weckten einen großen Traum

Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr verbrachte Lea van Acken eine ganz gewöhnliche Kindheit. Zankereien mit ihrem Bruder, Treffen mit Freunden, Baden im idyllischen See ihres Heimatdorfes, Tanzen und Reiten – das war Leas Leben bevor es mit der Filmkarriere so richtig losging. Ihre Familie hat mit dem Schauspielbusiness nichts am Hut, der Sprung auf die Bühne geschah eher zufällig. Lea durfte nämlich als Zwölfjährige als Komparsin bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg mitspielen, eine Erfahrung, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellte. Die große Leidenschaft war geweckt, Lea wollte Schauspielerin werden und suchte sich eine Agentur in Berlin. 

Lea van Acken startet durch

Eine professionelle Schauspielausbildung absolvierte Lea van Acken zwar nie, doch das außergewöhnliche Talent der Schleswig-Holsteinerin blieb niemandem verborgen. Spätestens seit sie 2014 in Dietrich Brüggemanns "Kreuzweg" eine streng katholische Jugendliche verkörperte, hatte ganz Filmdeutschland die Jungschauspielerin auf dem Schirm. Es folgten eine Rolle in der Nazi-Satire "Heil" und sogar ein internationales Projekt: In der fünften Staffel der Erfolgsserie "Homeland" war Lea 2015 in einer Nebenrolle zu sehen. Applaus von allen Seiten erhielt sie auch für die Titelrolle in der Literaturverfilmung "Das Tagebuch der Anne Frank", die im März 2016 in die Kinos kam. Für diese Rolle hatte sich Lea van Acken ordentlich ins Zeug gelegt. Nicht nur monatelange Vorbereitungen und Recherchen zählte sie zu ihren schauspielerischen Pflichten, auch ihre geliebten Haare ließ sie sich in der Schlussszene im Konzentrationslager abrasieren. Doch dieses Opfer brachte sie gerne: "Mir war schnell klar, dass ich das Anne und der Authentizität unseres Filmes schenken muss. Das war natürlich eine Erfahrung, die ich so wahrscheinlich niemals gemacht hätte. Meine größte Sorge war, dass man diese Szene ja nur einmal drehen kann. Aber es war genauso, wie alle gesagt haben: Das ist so eine Ausnahmesituation, in der die Grenzen zwischen Schauspielerin und Rolle komplett verschwinden, da kann nichts schiefgehen." Und tatsächlich ist nichts schiefgegangen, die Karriere von Lea van Acken steht gerade erst am Anfang und geht steil bergauf. Das sah auch Regisseur Detlev Buck und engagierte Lea für den vierten Teil seiner "Bibi und Tina"-Reihe "Bibi und Tina - Tohuwabohu Total". Den Namen Lea van Acken sollte man sich also tunlichst merken, denn sicherlich werden wir noch so einiges von ihr hören.