Starporträt

Kim Kardashian

Kim Kardashian beherrscht das Spiel mit den Medien perfekt. Reality-TV-Star, Selfie-Queen, Kurvenwunder – das alles ist Kim. Und eine Marktmacht

Kim Kardashian

  • Geboren , Los Angeles, Kalifornien / USA
  • VornameKimberly Noel
  • Name Kardashian West
  • Jahre38
  • Grösse 1.57 m
  • Partner Kanye West (verheiratet); Kris Humphries (geschieden); Damon Thomas (geschieden); Miles Austin (2010); Nick Cannon (2006-2007)
  • Kinder North  (*2013); Saint  (*2015); Chicago  (*2018); Psalm  (*2019)

Biografie von Kim Kardashian

Für die Männer ist sie die sexy Kurvenqueen, die insbesondere mit ihrer wohlgeformten Rückseite betört. Frauen sprechen ihr manches Mal jegliches Talent ab – außer das, aus relativ wenig möglichst viel herausschlagen zu können. Dabei fing alles fernab von Reality-TV an: Kim Kardashian besuchte vor ihrer Karriere die katholische Mädchenschule Marymont High in Los Angeles, eine der exklusivsten, aber auch strengsten Privatschulen der USA.

Dank O. J. Simpson: Kim kommt auf den Geschmack von Blitzlichtgewitter

Doch dann übernahm Vater Robert Kardashian die Verteidigung seines Freundes O. J. Simpson in einem spektakulären Mordprozess und mit der Privatsphäre der Familie war es dahin. Als die 16-jährige Kim ihren Vater zu dieser Zeit besuchte, spekulierten die Paparazzi, ob sie seine neue Freundin sei. Eine Erfahrung, die zu einer ihrer wichtigsten Lebenslektionen werden sollte: Beherrsche das Spiel mit den Medien, sonst beherrschen sie dich. Kim schrieb es sich hinter die Ohren und wurde zu einem Wunder der Selbstvermarktung.

Nur 6 Tage nach der Geburt

Trotz Risiken steht Melanie Müller wieder auf der Bühne

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Babypause, Fehlanzeige! Auch nach der Geburt ihres zweiten Kindes gönnt sich Schlagersängerin Melanie Müller keine Pause. Nur sechs Tage danach steht sie trotz möglicher Risiken schon wieder auf der Bühne.
©RTL / Gala

Von den ersten TV-Auftritten bis hin zur eigenen Reality-TV-Show

Und so nahm das Skript ihres Lebens seinen Lauf: Kim gastierte in "How I Met Your Mother", "CSI" und "Disaster Movie". Doch eigentlich hatte sie schon damals Größeres vor: "Ich möchte ein Bond Girl sein und eine Liebesszene mit Daniel Craig drehen, nachdem er mich gerettet hat", verriet sie. Doch vorerst lautete das Drehbuch für sie: Kein 007, sondern eine eigene Reality-TV-Show, die sie allerdings mit ihrem Klan teilen muss. "Keeping up with the Kardashians" brachte die Familie vollends auf den Radar. Alles Kalkül: Die Sendung wird von Mama Kris Jenner mitproduziert, sie achtet stets darauf, dass die Publicity stimmt.

Kim versteht schnell: Sex sells

Ein nettes Sümmchen als Schadensersatz erhielt die Dame mit dem beeindruckenden Po 2007 von der Vivid Entertainment Group, die zuvor ein privates Sexvideo von dem Reality-TV-Star veröffentlichte. Auf dem Video ist sie mit dem Sänger Ray J bei eindeutigen Handlungen zu sehen. Um die Klage zurückzuziehen, ließ sich Kim fünf Millionen US-Dollar zahlen. Für heiße Schlagzeilen sorgte die Amerikanerin auch im Jahr 2014, als sie die Hüllen für das Magazin "Paper" fallen ließ: Das Magazin-Cover setzte ihr Markenzeichen - den üppigen Popo - gekonnt in Szene, weitere Fotos zeigten sexy Kim völlig unbekleidet. Kein Wunder, dass die Verkaufszahlen des sieben Jahre alten Sexvideos nach der Veröffentlichung des "Paper"-Magazins erneut sprunghaft in die Höhe schnellten.

Kim Kardashian: Die clevere Unternehmerin

Nicht nur mit Sexvideos, nackten Fotoshoots und gesponserten Instagram-Posts macht Kim Geld – durchschnittlich verdient sie für so einen 10.000 bis 25.000 Dollar – sie hat noch mehr zu bieten. So veröffentlichte sie im Mai 2015 ein Buch, das "Selfish" heißt. Darin zu sehen: 325 Seiten voller Selfies von Kim Kardashian. Sie hat außerdem ihre eigenen Emojis, die unter dem Namen "Kimoji" seit Dezember 2015 im Apple Store erhältlich sind. Hinter "Kim Kardashian: Hollywood" verbirgt sich nicht etwa eine weitere TV-Show, sondern Kims eigenes Smartphone-Game.

Außerdem hat sie eine eigene Fernseh-Produktionsfirma gegründet, die sich "Kimsaprincess Productions LLC" nennt. Diese produziert Workout-DVDs mit der Kurvenqueen. Und das ist immer noch nicht alles: Sie hat eine eigene Duft-Linie, einen Online-Shop für Schuhe und eine Kette von Boutiquen, die ihr zusammen mit ihren Schwestern Khloe und Kourtney gehören. Sie hat ihren TV-Ruhm also erfolgreich ausgeweitet.

Kameras an: Zurschaustellung des Privatlebens

Bei der gnadenlosen Inszenierung ihres Lebens darf natürlich die Liebe nicht fehlen. So wird die ganze Welt Zeuge des Glücks und Leids des Reality-TV-Stars: Kims Ehe mit dem Basketballstar Kris Humphries, die im Oktober 2011 nach nur 72 Tagen geschieden wurde, entwickelte sich zu einer wahren, öffentlichen Schlammschlacht.

Kim Kardashian blieb aber nicht lang allein: Im April 2012 machte sie ihre Beziehung zu Rapper Kanye West öffentlich. Gemeinsam sind "Kimye", wie die Promis in der amerikanischen Presse genannt werden, eine regelrechte PR-Maschine: Beide sind sehr erfolgreiche Geschäftsleute und wissen, wie sie ihre Beziehung zu ihrem Vorteil nutzen können. Auch ihre Tochter North, die am 15. Juni 2013 zur Welt kam, ist Teil des großen Werbeauftritts, den Kimye Alltag nennen.

Ein Medienspektakel: Hochzeitsglocken in Florenz und noch mehr Nachwuchs

Vor laufenden "Keeping up with the Kardashians"-Kameras machte Kanye West seiner Liebsten einen Heiratsantrag an ihrem 33. Geburtstag - natürlich einen mehr als außergewöhnlichen. West mietete das Stadion "AT+T Park" in San Francisco, ließ ein Feuerwerk abbrennen und engagierte ein Orchester.

Glamour im Übermaß hieß es dann auch im Mai 2014, als Kimye sich nach einer Warm-up-Party im Schloss von Versailles das Ja-Wort in Florenz gaben - eines der wichtigsten Medienereignisse des Jahres.

Im Dezember 2015 wurde das zweite Kind von Kimye geboren, der kleine Saint. Das erste Bild in den sozialen Medien gab es von dem Nachwuchs erst ungewöhnlich spät: Drei ganze Monate musste die Welt auf das Foto von Saint West warten.

Anfang 2018 wird der Mini-Clan um ein weiteres Mitglied vergrößert - Baby Nummer drei vertrauten Kim und Kanye einer Leihmutter an und so gibt es diesmal keine gehässigen Kommentare über eine Kim in all ihren Hingucker-Schwangeroutfits, sondern nur wohlgehütete Geheimnisse. Am 15. Januar 2018 hießen Kim und Kanye ihr drittes Kind Chicago in der Familie willkommen. Gut ein Jahr später, genau genommen am 10. Mai 2019, schenkte die gleiche Leihmutter dem Paar ihr viertes Kind Psalm.

Überfall in Paris

Doch auch im Leben einer Kim Kardashian herrscht nicht immer nur eitel Sonnenschein. 2016 wurde sie bei einem Paris-Aufenthalt von einer Bande überfallen, die offenbar durch das Zeigen ihrer teuren Klunker via Instagram angelockt worden war. Kim war geschockt, igelte sich eine Runde ein und machte eine konsequentere Social-Media-Pause. Doch lange hielt die Queen of Instagram und Co. ihre Abstinenz nicht aus. Geld verdient sich eben nicht im Schlaf.

Neues Berufsziel: Anwältin

Mit der Erkenntnis, dass es aber möglicherweise noch eine noblere Art des Geldverdienens gibt, überraschte Kim Kardashian im Frühjahr 2019. Da nämlich plauderte sie in einem Interview mit der Vogue über ihre beruflichen Ambitionen – nicht ohne für eine Überraschung zu sorgen. Die Frau, der immer wieder nachgesagt wird, sie verdiene sich ohne echten Beruf eine goldene Nase, verriet, dass sie ein vierjähriges Praktikum bei einem Anwalt absolviert, um anschließend die Anwaltsprüfung abzulegen. Damit will Kim aber nicht nur in die Fußstapfen ihres Vaters Robert treten, sondern sich vor allem für Menschen in Haft einsetzen, die ihre Schuld wiedergutgemacht haben. Ob Kim tatsächlich Anwältin wird und den Häftlingen Gutes tut, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Kim Kardashian ist die Meisterin der Selbstvermarktung und weiß sich immer wieder ins Gespräch zu bringen. 

Was wissen Sie über Reality-Star Kim?

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O.J. Simpson (Mitte)

Kims Vater war ein berühmter Anwalt. Er verteidigte O.J. Simpson in dessen Mordprozess. Wie hieß er?

Leider falsch!
Richtig!

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