Starporträt

Kesha

Kesha feierte lange die wildesten Partys, doch der Spaß scheint zu ende: Statt Songs sind plötzlich die privaten Probleme der Sängerin in den Schlagzeilen

Kesha

  • Geboren , Los Angeles, Kalifornien / Vereinigte Staaten
  • VornameKesha Rose
  • Name Sebert
  • Jahre32
  • Grösse 1.75 m
  • Partner Brad  Ashenfelter  (2014)

Biografie von Kesha

Mit ihrer Musik galt Kesha lange Zeit als Rebell, als oberflächliches Partygirl – wie schlecht es ihr hinter dieser unbeschwerten Fassade allerdings wirklich ging, blieb lange unbemerkt.

Von klein auf begeisterte Musikerin

Dabei hatte es Kesha bereits in ihrer Kindheit nicht ganz einfach: Sie wuchs ohne Vater auf, ihre Mutter hatte mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Als Songschreiberin für Pop- oder Country-Lieder beschloss Keshas Mutter deshalb 1991 in die Musik-Metropole Nashville umzusiedeln – Kesha und ihre zwei Brüder verbrachten so den Großteil ihrer Kindheit im Tonstudio. Für den späteren Popstar ein Segen: Sie lernte nicht nur das Studioleben kennen sondern konnte ihr Interesse an Musik auch voll ausleben. In der High-School spielte sie das Saxophon im Spielmannszug, meldete sich in einer örtlichen Musikschule an und schrieb gemeinsam mit ihrer Mutter Songs. Das war nicht nur der Anfang von etwas großem, sondern vielleicht auch schon ein bisschen der Anfang vom Ende: Mit 17 Jahren brach Kesha nämlich die Schule ab, obwohl sie schon einen Studienplatz im Fach Psychologie hatte, und zog nach Los Angeles. Dort war ein Produzent auf das Nachwuchstalent aufmerksam geworden – niemand anderes als Dr. Luke, der ihr später noch zum Verhängnis werden sollte.

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©RTL / Gala

"Tik Tok": Die Uhr schlägt zum Erfolg

Zunächst sah aber tatsächlich alles nach Erfolg aus: Zwar musste Kesha einige Zeit als Backgroundsängerin arbeiten, doch die erste Single, an der sie mitwirkte, wurde dann auch gleich zum vollen Erfolg: "Right Round" von Flo Rida dominierte die Charts. Danach klopfte auch direkt eine Plattenfirma an, um Kesha den lang ersehnten Plattenvertrag anzubieten. Und auch der kommerzielle Durchbruch war nicht mehr weit: 2009 erschien ihr Hit "Tik Tok", der es in 11 Ländern auf Platz 1 der Charts schaffte. Kesha wurde mit einem Mal zum weltbekannten Popstar, auch ihr erstes Album "Animal" kletterte ganz nach oben in die Charts. Trotz des großen Erfolgs gab es aber auch einige kritische Stimmen: Ihre Songs wurden als oberflächliche Popsongs abgetan, Kesha als hüllenloses Partygirl, das wahrscheinlich nicht einmal selbst sang. Und das, obwohl sie in ihren Liedern nicht nur ihre eigenen Erlebnisse verarbeitet, sondern alle Stücke zum Teil oder komplett selbst schreib – mehr als andere Künstlerinnen vorweisen können. Trotzdem wurde es musikalisch nach ihrem zweiten Album "Warrior", das 2012 erschien, still um Kesha – und das hat einen guten Grund.

Es häufen sich die Probleme

2014 verklagte sie ihren langjährigen Produzenten Dr. Luke unter anderem wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung. Über 10 Jahre arbeiteten die beiden zusammen, doch bereits nach ihrem zweiten Album weigerte sich die Sängerin, weitere Songs mit ihm aufzunehmen, obwohl sie durch einen Vertrag über 6 Alben an ihn gebunden war. 2015 verneinte eine Richterin Keshas Antrag, aus dem Vertrag mit dem Plattenlabel austreten zu dürfen, und rief einen großen Aufschrei in den Medien hervor. Sängerinnen wie Adele oder Lady Gaga sprachen öffentlich ihren Zuspruch für Kesha aus, Taylor Swift spendete im Februar 2016 sogar 250.00 Dollar, um ihrer Kollegin bei ihrem Rechtsstreit zu helfen.

Doch auch wenn Kesha beruflich leider nicht an den richtigen Mann geraten ist, hat sie wenigstens im Privaten Glück. Bereits seit 2014 ist die Sängerin mit dem Journalisten Brad Ashenfelter zusammen, der sie in dieser und anderen schweren Zeiten unterstützt. Da kann man nur hoffen, das es für Kesha nach diesen vielen Tiefs bald wieder nach oben geht.

Alle Keshs Songs:

  • "Tik Tok" (2009)
  • "Blah Blah Blah“ (2010)
  • "Your Love Is My Drug" (2010)
  • "Take It Off" (2010)
  • "We R Who We R" (2010)
  • "Blow" (2011)
  • "Die Young" (2012)
  • "C’Mon" (2013)
  • "Crazy Kids" (2013)

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