Starporträt

Karoline Schuch

Einem Zufall verdankt Karoline Schuch ihre erste TV-Rolle als Soap-Sternchen. Heute ist sie in der obersten Kino-Liga angekommen

Karoline Schuch

  • Geboren , Jena / Deutschland
  • VornameKaroline
  • Name Schuch
  • Jahre37
  • Grösse 1.56 m
  • Partner Vergeben 
  • Kinder 2 Kinder 

Biografie von Karoline Schuch

Heute erinnert sich wohl kaum noch einer daran, dass die Schauspielkarriere von Karoline Schuch als Soap-Sternchen bei der Vorabendserie "Verbotene Liebe" gestartet ist. Damals wurde sie in einem Club ihrer Heimatstadt Jena von einem Schauspielagenten entdeckt: "Da sprach mich ein Typ an, der eine Sonnenblume im Haar und einen Rock trug, und drückte mir seine Visitenkarte in die Hand. Ich hab das erstmal gar nicht so ernst genommen und hab die Karte erst mal weggeschmissen. Zwei Wochen später hab ich sie dann aber doch wieder rausgekramt und dort angerufen. Und es stellte sich heraus, das war eine Bombenschauspielagentur und der Agent hatte das durchaus ernst gemeint."

Dank Zufall in die Schauspielkarriere

Wie der Zufall so will, sprach der Agent damals ausgerechnet Karoline an, die schon seit ihrer Kindheit von der Schauspielerei träumte. Schon als kleines Mädchen liebte sie es, sich zu verkleiden, in andere Rollen zu schlüpfen, Stücke für ihre Familie aufzuführen. Doch richtig getraut, die Schauspielerei zu ihrem Beruf zu machen, hat sie sich lange nicht: "Das hab ich aber immer wieder verworfen, weil ich dachte, davon träumen so viele und Geld verdient man damit auch nicht." Doch der Zufall hatte es schließlich für sie geregelt. Zwei Tage nach ihrem Abi ging Karoline dann schließlich mit Sack und Pack nach Köln und stand ein Jahr in der Rolle der Lara für "Verbotene Liebe" vor der Kamera. Rasch folgte eine wiederkehrende Rolle im Kölner "Tatort" als Tochter des Kommissars Freddy Schenk (Dietmar Bär).

Karoline Schuch startet durch

Nun kam die Karriere ordentlich ins Rollen. Karoline war in etlichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen und ist heute aus der deutschen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken. Im Otto-Waalkes-Klamauk "7 Zwerge – Der Wald ist nicht genug" spielte sie die Gretel, an der Seite von Til Schweiger war sie in "Zweiohrküken" sowie drei Jahre später in "Schutzengel" zu sehen. In der Filmbiographie "Zeiten ändern dich" trat sie als Bushidos Freundin auf. Und doch musste die talentierte Jungschauspielerin, die 2008 mit dem "Günther-Stark-Fernsehpreis" als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet wurde, lange auf ihre erste Kinohauptrolle warten. 2014 war es dann endlich so weit: In der romantischen Komödie "Hannas Reise" verkörpert Karoline eine junge ehrgeizige Frau, die aufgrund einer Lüge gezwungen ist, Freiwilligendienst in Israel zu leisten. Und natürlich durfte sie auch bei einem der größten Filmerfolge 2015 nicht fehlen. In der Komödie "Ich bin dann mal weg", die auf Hape Kerkelings gleichnamigem Bestseller basiert, bestritt sie als britische Journalistin gemeinsam mit Kerkeling den Jakobsweg. In Michael Herbigs Film "Ballon" von 2018 glänzte sie als Ost-Frau, die mit einem selbstgebauten Heißluftballon in den Westen fliehen will. Ob sie in ruhigen Momenten auch noch manchmal an den verrückten Typ mit Sonnenblume im Haar denkt?

Karoline Schuch privat

Eines ist jedenfalls sicher: Dass sie es mal so weit schaffen würde, hätte Karoline Schuch damals nicht zu träumen gewagt. Heute hat die zweifache Mutter ganz andere Sorgen und versucht, so gut es geht, Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen. "Ich arbeite noch ausgewählter, seitdem ich Mutter bin. Und es ist, wie in allen Familien mit kleinen Kindern, ein logistischer Aufwand, den ich hin und wieder unterschätze. Wenn sich Termine überschneiden oder unerwartet länger dauern, wird's manchmal eng. Dann gibt es zum Glück Nannys und die Großeltern." Mit viel Unterstützung und akribischer Planung schafft Karoline den Spagat aber ganz gut. Und wenn es doch mal zu stressig wird, gönnt sie sich kleine Auszeiten mit der Familie, um zur Ruhe zu kommen. "Einfach raus. Dabei muss ich gar nicht zwingend super weit weg von zu Hause sein, die Hauptsache ist nur, dass ich nicht dort schlafe, wo ich es sonst tue. Irgendwo hin, wo wir in der Natur sein können und ich einen Perspektivenwechsel bekomme."

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