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Starporträt Karl Lauterbach

Manche kannten ihn schon vorher, seit der Pandemie kennt ihn in Deutschland jeder: SPD-Politiker Karl Lauterbach, Mediziner und seit 2021 Gesundheitsminister.

Steckbrief

  • Vorname Karl Wilhelm
  • Name Lauterbach
  • geboren 21.02.1963, Düren/Deutschland
  • Sternzeichen Fische
  • Jahre 59
  • Partner Ulrike Winkelmann (getrennt) Angela Spelsberg (1996-2010)
  • Kinder 5 Kinder

Biografie von Karl Lauterbach

Karl Lauterbach ist seit wenigen Jahren nicht mehr aus dem Alltag der Deutschen wegzudenken. Als Politiker, aber auch als Mediziner inmitten einer globalen Gesundheitskrise polarisiert er wie kaum ein anderer. Gerne mal in Talkshows. Dabei war es gar nicht selbstverständlich, dass er einmal eine so steile Karriere hinlegen würde.

Karl Lauterbachs Bildung

Karl Wilhelm Lauterbach wurde nämlich in relativ ärmlichen Verhältnissen im nordrhein-westfälischen Düren als Arbeiterkind geboren und sollte trotz guter Grundschulnoten eigentlich die Hauptschule besuchen. Er und auch die Lehrer begriffen jedoch schnell, dass das nicht der richtige Lernort für ihn war und er wechselte schließlich über die Realschule zum Gymnasium. Sein Abitur machte er 1982, noch im selben Jahr begann er ein Medizinstudium in Aachen, Arizona und Texas. Vier Jahre später hatte er seinen Abschluss und mit seiner Dissertation auch seinen Doktortitel in der Tasche. Statt in die Praxis zu gehen, entschloss Lauterbach sich für ein weiteres Studium an der ''Harvard School of Public Health'', welches er mit einem Master in Epidemiologie und einem Master in Gesundheitspolitik und -management abschloss. Mithilfe eines Stipendiums erlangte er anschließend den Titel Scientiæ Doctor. Es sollte aber noch ein paar Jahre dauern, bis er in Deutschland offiziell die Approbation als Arzt beantragte, denn er hatte zunächst andere Aufgaben im Sinn.

Erfolg in der Wissenschaft

Nach seinem Masterstudium beauftragte ihn die Universität zu Köln mit der Neugründung des ''Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie'', dessen Leitung er ab 1998 auch übernahm. An der ''Harvard School of Public Health'' lehrt er seit 2008 regelmäßig auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Laufbahn publizierte Karl Lauterbach knapp 300 Artikel sowie zehn Bücher.

Karriere in der Politik

Die bloße Arbeit als Arzt kam für Karl Lauterbach nie in Frage, zu groß war sein politisches Interesse. Angefangen als CDU-Mitglied wechselte er 2001 zur SPD. Schon in seiner Zeit als Institutsleiter in Köln war er Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen, das Politiker wissenschaftlich berät. 2005 wurde er zum ersten Mal in den Bundestag gewählt, ab 2013 gehörte er zum Kompetenzteam von Peer Steinbrück. Anschließend war er Sprecher und hinterher auch stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion im Bereich Gesundheit, Forschung, Bildung und Petitionen. Seit 2021 ist er unter Olaf Scholz Gesundheitsminister.

Karl Lauterbach in der Presse

Der Corona-Pandemie ist es zu verdanken, dass aus dem Forscher und Politiker ab 2020 auch eine Art TV-Star wurde. Aufgrund seiner Bildung und seiner Kompetenz war er immer wieder Gast in diversen Talk-Shows, darunter "Markus Lanz" und "hart aber fair" sowie auf den Sendern von Welt und n-tv.