Starporträt

Karl Dall

Seit Jahrzehnten mischt Karl Dall die Fernsehlandschaft mit seinen derben Witzen auf und polarisiert. Dennoch gehört er zu Deutschlands Comedy-Elite

Karl Dall

  • Geboren , Emden (Ostfriesland)/Deutschland
  • VornameKarl Bernhard
  • Name Dall
  • Jahre78
  • Grösse 1.91 m
  • Partner Barbara Dall (seit 1971 verheiratet)
  • Kinder Janina  (*1974)

Biografie von Karl Dall

Seit Jahrzehnten erhitzt Karl Dall die Gemüter. Seine provokativen und frechen Sprüche treffen bei vielen mitten ins komödiantische Herz, andere können bei den teils derben Witzen gar nicht lachen. So oder so ist jedem Karl Dall ein Begriff und hat die deutsche Fernsehlandschaft ordentlich aufgemischt.

Ein ewiges Augenzwinkern

Einige müssen sich ein Markenzeichen erarbeiten, Karl Dall wurde mit seinem bereits geboren. Wegen einer Lidmuskelschwäche ist sein rechtes Auge stets halb geschlossen. Bis er drei Jahre alt war, war es sogar ganz geschlossen. Seine Traumkarriere bei der Bundeswehr musste er u.a. deshalb leider aufgeben, doch unterkriegen ließ er sich nicht.

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Nachdem Dall die Schule nach der zehnten Klasse verließ machte er eine Ausbildung als Schriftsetzer. Kurz darauf stellte er sein schauspielerisches Talent mit einer kleinen Rolle in "Winnetou 1. Teil" erstmals unter Beweis. Es folgte eine weitere Rolle in "Freddy und das Lied der Prärie". 1967 gründete er dann gemeinsam mit Ingo Insterburg, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht die Komikergruppe "Insterburg & Co.", die sich Ende der 70er Jahre auflösen sollte. Über 30 Jahre später traten Karl Dall und Ingo Insterburg schließlich hin und wieder gemeinsam auf der Bühne, bis Insterburg im Jahr 2018 verstarb.

Karl Dall ist im Fernsehen angekommen

Während seiner Zeit bei Insterburg & Co. arbeitete Karl Dall auch bei Radio Bremen und war verantwortlich für die Sendung "Musikladen". Darüber fasste er im Fernseh-Business Fuß. Seine Auftritte als Schauspieler in den 60er Jahren konnte er nicht ganz vergessen und spielte ab den 80ern immer wieder in Filmen mit. Doch dies blieb nur am Rande beachtet, seine Karriere als Komiker kommt 1983 in Fahrt, als Filmvorführer und später mit Telefonstreichen bei "Verstehen Sie Spaß?". Als Mike Krüger 1984 RTLPlus verließ und zu den Öffentlich-Rechtlichen wechselte, wurde mit Karl Dall, der bis dahin im Radio einen Blödel-Show hatte, ein geeigneter Nachfolger gefunden. Die Talkshow "Dall-As" wurde von 1985 bis 1991 ausgestrahlt. Mit ähnlichem Konzept machte er danach bei Sat. 1 weiter.

Die Früchte der Provokation

Karl Dall ist gewiss kein Everybody's Darling. Das wusste man schon in den 80er Jahren, als er seine Gäste bei "Dall-As" mit frechen Sprüchen aufzog und damit keine neuen Freunde gewann. Roland Kaiser, damals noch ein aufstrebender Künstler, verstand sich mit Karl Dall überhaupt nicht gut und verließ schließlich wütend die Sendung. Seine korpulenteren Gäste, die Wildecker Herzbuben, nannte Dall die "Wildecker Speckbuben" und einen anderen Gast fragte er, was denn sein Friseur hauptberuflich machte.

Doch nicht nur seine Gäste waren den Spitzen Karl Dalls ausgesetzt, auch wird er immer wieder wegen seiner frauenfeindlichen Art kritisiert.

Selbst mit seinen Kollegen war er nicht immer ganz grün. 1996 strahle RTL erstmals den Comedy-Wochenrückblick "7 Tage, 7 Köpfe", mit Rudi Carell als dessen Schöpfer, aus. Karl Dall war Teil des Ensembles, musste aber bereits ein Jahr später gehen, weil der akribisch planende Rudi Carell und der spontane Karl Dall nicht zusammenarbeiten konnten.

2013 machte Karl Dall Schlagzeilen, als er von einer Schweizer Journalistin wegen Vergewaltigung angezeigt wurde. Ein Jahr später wurde er freigesprochen und erhielt eine Entschädigung von 10.000 Franken (9.610 Euro).

Die Musik darf nicht fehlen

Musikalisch liefert Karl Dall seinen Fans immer wieder Stoff zum Schmunzeln. Auch hier schlägt er ungern ernste Töne an, mit einer Ausnahme – auf der CD "Hoppla, jetzt komm ich" vertont Dall alte Seemanns- und Heimatlieder aus Hamburg, u.a. von Hans Albers. Ein Projekt, das ihm selbst lange sehr am Herzen lag. Ansonsten brachte er Lieder wie "Heute schütte ich mich zu" oder "Millionen Frauen lieben mich" heraus.

Filmografie von Karl Dall

  • 1963: Winnetou 1. Teil
  • 1964: Freddy und das Lied der Prärie
  • 1967: Pension Clausewitz
  • 1968: Quartett im Bett
  • 1969: Der Bettenstudent oder - Was mach' ich mit den Mädchen?
  • 1970: Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald
  • 1974: Chapeau claque
  • 1980: Panische Zeiten
  • 1983: Gib Gas – Ich will Spaß
  • 1983: Das verrückte Strandhotel/Dirndljagd am Kilimandscharo
  • 1983: Sunshine Reggae auf Ibiza
  • 1984: Ein irres Feeling
  • 1985: Drei und eine halbe Portion
  • 1988: Starke Zeiten
  • 1988: Die Senkrechtstarter
  • 1999: Hans im Glück
  • 2001: König der Winde
  • 2003: Suche impotenten Mann für's Leben
  • 2006: Rotkäppchen – Wege zum Glück
  • 2008: African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda
  • 2011: Großstadtrevier – 5 nach 12

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