Starporträt

Justin Trudeau

Er ist der Rockstar unter den Politikern: Justin Trudeau. Der Kanadier begeistert besonders die Jugend und schaffte es bis an die Spitze seiner Partei

Justin Trudeau

  • Geboren , Ottawa, Ontario / Kanada
  • VornameJustin Pierre James
  • Name Trudeau
  • Jahre47
  • Grösse 1.88 m
  • Partner Sophie Grégoire (verheiratet)
  • Kinder Xavier James   (*2007); Ella-Grace Margaret  (*2009); Hadrien  (*2014)

Biografie von Justin Trudeau

Kaum ein Politiker schert so eine Fangemeinde um sich wie der kanadische Premierminister Justin Trudeau – und für den ist das Regieren fast schon Ehrensache.

Politik liegt ihm im Blut

Denn auch Justins Vater Pierre Trudeau war schon Premierminister Kanadas und übte so einen großen Einfluss auf seinen Sohn aus. Nach der Trennung seiner Eltern 1977 wuchs Justin Trudeau mit seinen zwei jüngeren Brüdern beim Vater in Montreal auf und machte nach seinem High-School Abschluss ziemlich viel – nur erst einmal keine Politik: Er unterrichtete zwischenzeitlich als Lehrer die Fächer Sozialkunde, Mathematik und Französisch und erarbeitete sich insgesamt drei Bachelor, unter anderem in Literaturwissenschaften und Sozialkunde. Auch einen Master wollte er noch draufsetzen, in Umweltgeographie, entschied sich dann – besser spät als nie – aber doch dafür, den Weg seines Vaters einzuschlagen und sich mit der Politik zu befassen.

Herzogin Catherine

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Prinz William und Herzogin Catherine
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©Gala

Das Gesamtpaket stimmt

Zwar ist Justin Trudeau schon seit seiner Jugend Anhänger der Liberalen Partei Kanadas, wie schon sein Vater vor ihm, doch so richtig los ging es für ihn erst 2000, als er auf dem Staatsbegräbnis seines Vaters eine so bewegende Rede hielt, dass plötzlich das halbe Land seinen Namen kannte. Seine Popularität nutzt er vor allem für die Rückgewinnung junger Wähler, unterstützte die Spitzenpolitiker im Wahlkampf und setzte sich für gute Zwecke ein. Dieses Engagement und seine Beliebtheit bei der Öffentlichkeit machten Trudeau schnell zum Liebling seiner Partei und so wurde er 2013 mit einer Mehrheit von 80% zum Vorsitzenden der Liberalen ernannt, nachdem ein Konkurrent sogar freiwillig nicht antrat, weil Trudeau einfach zu beliebt in der Partei war und er für sich keine Chance sah. Das Sahnehäubchen setzte er seiner Karriere schließlich 2015 auf. Mit seiner Partei schaffte Trudeau bei der kanadischen Bundestagswahl die Mehrheit im Parlament, wurde so am 4. November 2015 zum Premierminister ernannt – und konnte sich in den Medien sogar den Titel "Sexiester Premierminister aller Zeiten" sichern.

Auch privat passt alles

Im Privatleben scheint Trudeau ebenso überzeugend zu sein: Bereits seit 2005 ist er mit seiner Ehefrau Sophie Grégoire verheiratet, die früher in die Schulklasse seines Bruders ging. 2003 trafen sie sich wieder – sie mittlerweile Moderatorin, er bekannter Politiker – und moderierten zusammen ein Charity-Event. Kurze Zeit später gingen sie auf ihr erstes Date, und der Rest ist Politiker-Geschichte. Das Powerpaar hat zwei Söhne und eine Tochter und lebt in seiner gemeinsamen Heimatstadt Ottawa. Die Familie ist es auch, die Trudeau immer wieder in der Politik beeinflusst: Nicht nur folgte er dem Vorbild seines Vaters, auch nach dem Tod seines kleinen Bruders Michel im Jahr 1998 bei einem Lawinenunglück setzte er seine Bekanntheit dafür ein, sich öffentlich gegen die Entscheidung der Regierung zu stellen, die das Lawinenwarnsystem nicht mehr finanzieren wollte. Was er auch macht, Trudeau scheint mit Überzeugung dahinter zu stehen – und ist dabei auch noch mehr als erfolgreich.

Skandal im Hause Trudeau

2018 jedoch überschatteten dunkle Wolken das bis dato lupenreinen Saubermann-Image des Politikers. Es kam ans Licht, dass der Premierminister vor seiner Zeit als Politiker eine junge Journalistin sexuell belästigt haben soll. Obwohl er sich am Tag nach dem Vorfall bei der Frau entschuldigt hatte, sagte er später zu seiner Verteidigung, dass er nicht das Gefühl habe, sich unangemessen verhalten zu haben. Trudeau räumte aber gleichzeitig ein, dass "jemand das anders aufgefasst haben mag" und nicht "nur eine Seite" zähle. Besonders pikant war dieser Vorfall sicherlich auch, weil sich Trudeau selbst als Feminist bezeichnet, penibel auf eine geschlechtergerechte Sprache achtet, sich für die MeToo-Kampagne starkmacht und sein Kabinett paritätisch mit Frauen und Männern besetzt. Dennoch ist der Politiker, sicherlich auch dank seiner immensen Beliebtheit, recht unbeschadet aus dieser Affäre hervorgegangen.

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